Die Stadtmeisterschafts-Story: So wurde der SV Wacker Obercastrop Hallenstadtmeister

rnRobert Mathis Cup

Landesliga-Spitzenreiter Wacker Obercastrop hat sich bei der Hallenstadtmeisterschaft durchgesetzt und ist Castrop-Rauxels Nummer 1. Doch das Finale hätte auch ein Underdog gewinnen können.

Castrop-Rauxel

, 05.01.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballer des SV Wacker Obercastrop schreiben nach der Erfolgs-Story mit der souveränen Tabellenführung auf dem Feld, auch in der Halle eine neue Geschichte. Mit einem knappen 3:2-Endspielsieg gegen den aufstrebenden FC Castrop-Rauxel (Kreisliga A) schaufelten die Wackeraner bei der Stadtmeisterschaft neben dem neuen Pokal 600 Euro in die Mannschaftskasse.

Marc Schröter war es zu verdanken, der – als alle schon an ein Neunmeterschießen glaubten – das Ding für seine Mannschaft noch drehte. 30 Sekunden waren noch zu spielen, als sich der Sturmtank auf Linksaußen durchtankte und André Dante im FC-Tor mit einem strammen Schuss überwand.

Die Stadtmeisterschafts-Story: So wurde der SV Wacker Obercastrop Hallenstadtmeister

Elvis Shala (l) für den SV Wacker im Endspiel gegen den FC Castrop-Rauxel. © Volker Engel

Die Mannschaft von Trainer Patrick Stich, die für den zweiten Platz 300 Euro bekam, wurde somit nicht für ihre Aufholjagd belohnt. Die Uhr musste angehalten werden, weil der gesamte Wacker-Tross auf das Parkett raste um den Torschützen zu herzen.

Der FC Frohlinde scheidet früh aus

Der Tenor in der Halle war, dass Wacker verdient gewonnen hat. Turnierleiter und 1. Vorsitzender Dirk Konisch sagte am Hallen-Mikrofon: „Über das gesamte Turnier gesehen ist Obercastrop verdienter Sieger.“ FC-Trainer Patrick Stich äußerte sich nach dem Spiel: „Ich glaube nicht, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat.“

Es war auf jedem Fall ein würdiges Finale. Vorjahressieger FC Frohlinde schied im Viertelfinale aus, für den Vorjahres-Vize SG Castrop hieß der erste Turniertag die „Endstation“.

Diesmal waren andere dran. Gar nicht überraschend der Kreisliga A-Ligist FC Castrop-Rauxel, der kaum Schwächen zeigte und in der Zwischenrunde von Wacker (1:1 ) nicht zu schlagen war.

Dementsprechend konzentriert ging das Team von Trainer Aytac Uzunoglu das Finale an. Seine Mannen nutzten den ersten Fehler zum 1:0 (4.). Stefan Kitowski erahnte einen Pass von Keeper Dante und konnte den kleinen Futsal in das leere Tore schieben. Damit nicht genug. Nur eine Minute später schoss Elvis Shala das 2:0.

Der FC Castrop-Rauxel gleicht noch aus

Die Vorentscheidung? Nein. Kitowski wurde nach einem Foulspiel für zwei Minuten vom Platz geschickt. Die Überzahl nutzte Rimon Haji (10.) zum 1:2 Anschluss. Dann kam das 2:2 (11.) von Emir Alic, allerdings am Schluss noch die Aktion von Marc Schröter.

Schwerin und Eintracht schenken sich das kleine Finale

Das Spiel um Platz drei der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft wurde im Neunmeterschießen entschieden. Die Spvg Schwerin (Bezirksliga) und Eintracht Ickern (Kreisliga B) hatten sich darauf geeinigt, sich die 16 Minuten zu sparen und direkt zum Strafstoßschießen anzutreten.

Letztlich hatte Schwerin mit 3:1 die Nase vorn. Zunächst hatte Kevin Foltmann, der für Sascha Schöner zwischen die Eintracht-Pfosten ging, den Schuss von Schwerins Stefan Fels gemeistert. Dann verwandelte Ickerns Julian Theiler seinen Schuss.

Nur ein Eintracht-Treffer

Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner, dass seiner Teamkameraden keinen Treffer mehr landen konnten. Die Schweriner Nico Chrobok, Nico Bothe und Kevin Wagener schossen das 3:1 heraus. Von Eintrachtlern traf Kevin Tann die Latte. Yalim-Dogan Öztürk setzte eine Lupfer über das Tor. Der junge Timmo Kantarci fand in Keeper Cedric Niemeyer seinen Meister. Weshalb die Schweriner 200 Euro Siegprämie einstrichen. 100 Euro gingen an Ickern.

Deutliche Niederlagen

In den Halbfinals mussten Schwerin und Ickern letztlich deutliche Niederlagen einstecken. Die Spvg zog trotz einer 1:0-Führung durch Nico Bothe noch mit 1:5 gegen den FC Castrop-Rauxel (Kreisliga A) den Kürzeren. Robin Jasik sowie Emir Alic, Marco Führich, Alan Alic und Vedat Öz in den abschließenden vier Minuten drehten den Spieß deutlich um.

Im zweiten Halbfinale lagen die Eintrachtler bereits nach sieben Minuten mit 0:4 im Hintertreffen und hatten mit 2:10 das Nachsehen. Kevin Tann markierte die beiden Ehrentreffer der Ickerner zum 1:8 und 2:10. Für die Wackeraner netzten Elvis Shala, Marc Schröter (je 3), Robin Franke, Marius Nolte und Kapitän Moritz Budde ein.

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