Spvg Schwerin: Das Nachwuchs-Konzept in schriftlicher Form

CASTROP-RAUXEL Stillstand ist Rückschritt - sagt zumindest Sascha Beleijew. Der Sportliche Leiter der Spvg Schwerin will sich nicht auf den Erfolgen der Jugendabteilung ausruhen. Zusammen mit dem kommissarischen Jugendleiter Martin Loskill hat er das Jugendkonzept des Vereins in den vergangenen Wochen detailliert niedergeschrieben.

von Von Jan Große-Geldermann

, 28.01.2009, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Überbewerten will Beleijew das nicht. "Wir haben das Rad bestimmt nicht neu erfunden", sagt er. Vielmehr sei der dicke Ordner mit den Richtlinien zum größten Teil schon gelebter Alltag, der zu Papier gebrachte Idealzustand.

"Es geht darum, den Verein weiter zu entwickeln. Allen Beteiligten klare Aufgaben, Funktionen und Kompetenzen zuzuteilen", sagt Martin Loskill. Anders sei ein Verein mit über 300 Jugendlichen und 60 Trainern, Co-Trainern und Betreuern nicht zu koordinieren. "Zumal die zahlreichen Aufgaben bislang auf zu wenigen Schultern verteilt waren", so Loskill.

Das sind die Kernpunkte Was komplex klingt, ist in der Realität denkbar simpel. Die Kernpunkte: In Zukunft wird es für alle Trainer und auch die Eltern feste Ansprechpartner im Verein geben. Helmut Klein kümmert sich als Jugendkoordinator um alle Mannschaften von der U14 bis zur U19, Horst Aschenbrenner übernimmt diese Rolle für alle Teams ab der U13 abwärts. Außerdem ist ein Beirat mit zwei bis drei Vertretern aus den Reihen der Eltern geplant und der Jugendvorstand soll zur Entlastung um das Amt des Stellvertretenden Jugendleiters erweitert werden.

Sportlich gilt bei der Spielvereinigung weiter der Grundsatz, die beste Förderung für jeden Spieler zu erreichen. "Die Ausbildung ist wichtiger als die reinen Ergebnisse", sagt Loskill. Dazu gehört auch, dass die Entwicklungen der Spieler schriftlich festgehalten und neue Ziele individuell formuliert werden. Das Wichtigste sei aber die Qualifizierung der Trainer. Zwei Torwarttrainer und zwei Physiotherapeuten Die Jugendkoordinatoren sollen den Übungsleitern Hilfestellungen beim Erwerb der Trainerscheine geben, sie bei externen und internen Schulungen unterstützen. "Die Qualität unseres Nachwuchses hängt in erster Linie von der Qualität der Trainer ab", erklärt Beleijew. Deshalb gehören ab dem Sommer auch zwei Torwarttrainer und zwei Physiotherapeuten zum Stammpersonal der Jugendabteilung.

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