Spvg Schwerin: In der Landesliga geht es anders zur Sache

CASTROP-RAUXEL Beim 1:4 gegen die klassengleiche SG Herten-Langenbochum sind Fußball-Landesligist Spvg Schwerin deutlich Grenzen aufgezeigt worden. So lautet jedenfalls die Bilanz von Schwerins Trainer Helmut Schulz nach dem ersten Turnierspiel in Langenbochum.

von Von Marc Stommer

, 14.07.2008, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Helmut Schulz, Trainer der Spvg Schwerin.

Helmut Schulz, Trainer der Spvg Schwerin.

Allerdings spart der Coach auch nicht mit Selbstkritik: "Im Bereich Taktik wäre ich am Sonntag durch jede Trainerprüfung gefallen." Das Einstellen auf die gut funktionierende Viererkette des Gegners habe nicht geklappt. "Das war eine ganz starke Mannschaft, die in der Staffel 4 mit Sicherheit ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wird. Natürlich waren wir auch noch müde vom Wacker-Turnier am Vortag, aber das soll keine Entschuldigung sein. Langenbochum war einfach besser", so Schulz.

Und eine Erkenntnis drängte sich Schulz am Sonntag (13. Juli) ganz deutlich auf: "Die Zeiten haben sich geändert. In der Landesliga geht es ganz anders zur Sache, gerade im taktischen Bereich." Daran müsse nun dringend gearbeitet werden, denn: "Die Jungs können ja nichts umsetzen, was ich ihnen noch nicht erklärt habe." Deshalb wird am Mittwoch eine Einheit eingeschoben, in der es nur um Systemfragen geht. Schulz: "Wir werden auf dem Platz daran arbeiten, aber auch an die Tafel gehen."

Schulz hält an seinem System fest

Grundsätzlich will Schulz nicht von seiner Variante des 3-5-2 mit klassischem Libero abrücken. "Wir praktizieren ja auch dabei eine Raumdeckung und mit dem Fünfer-Mittelfeld ist die Grundaufstellung auf jeden Fall offensiv." Allerdings habe das Spiel gegen Langenbochum gezeigt, dass zumindest ein Stürmer nach hinten arbeiten müsse, wenn man auf eine Viererkette treffe. "Ansonsten sind wir immer mit einem Mann in Unterzahl."

Und auch die Neuzugänge Michel Fink und Ioannis Tsotoulidis ordnet Schulz nach dem Langenbochum-Spiel taktisch etwas anders ein: "Beide haben ihre Qualitäten eher im zentralen Bereich. Hinter den Spitzen kommen sie besser zur Geltung." In Langenbochum spielten beide noch auf den Außenbahnen. "Sie mussten einfach zu viel nach hinten arbeiten. Zukünftig werden wir auf diesen Positionen wohl eher mit etwas defensiver eingestellten Leuten agieren."

Zweites Spiel gegen Disteln

Die erste Möglichkeit dazu bietet sich schon am Dienstag (15. Juli) im zweiten Gruppenspiel gegen den Landesliga-Absteiger Vestia Disteln (19.30 Uhr). Dieser verlor zum Turnierauftakt am Sonntag mit 0:1 gegen den Bezirksligisten Viktoria Resse. "Ich habe das Spiel gesehen. Disteln hat unglücklich verloren, hat viel Druck gemacht. Das ist wieder ein schweres Kaliber, was da auf uns zu kommt", so Schulz. Allerdings habe seine Mannschaft nun wieder Kraft geschöpft nach dem Wacker-Turnier: "Wir werden nicht wieder so einbrechen, wie noch am Sonntag."

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