Stadt Castrop-Rauxel saniert zwei Sportplätze - erste Arbeiten starten im März

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Jahr für Jahr saniert die Stadt Castrop-Rauxel weitere Kunstrasenplätze. Im Jahr 2020 stehen zwei Plätze auf dem Plan - bei einem soll künftig eine Klumpenbildung vermieden werden.

Castrop-Rauxel

, 21.02.2020, 08:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Sportplätze mit Kunstrasen-Belag hat die Stadt Castrop-Rauxel in den vergangenen Jahren saniert. Zuletzt war die Erin-Kampfbahn des SV Wacker Obercastrop im Herbst 2019 an der Reihe.

Der neue Kunstrasen an der Karlstraße, der 15 Jahre nach dem Umbau des Ascheplatzes ausgetauscht wurde, bekam zudem ein neues Granulat - Gummi statt Sand.

Doch mit dem Gummi-Granulat haben die Fußballer der Eintracht Ickern auf ihrem Sportplatz an der Uferstraße Probleme. „Während der Spiele kommen meine Spieler nicht selten zur Außenlinie, um das Gummi von den Schuhen loszuwerden“, sagte Cemal Cicibas, Trainer der zweiten Mannschaft, schon im August.

Das Gummi-Granulat wird mit spezieller Maschine abgetragen

Das Gummi-Granulat habe sich im heißen Sommer 2019 zu klebrigen Klumpen verdichtet und bleibt an den Fußballschuhen hängen. Die kälteren Monate haben nicht zu einer Besserung beigetragen. „Die Spieler haben immer noch regelmäßig das Granulat unter den Schuhen kleben“, sagte der 2. Vorsitzende der Eintrachtler, Marc Böttger, am Mittwoch.

Nun will sich die Stadt Castrop-Rauxel der Sache annehmen. „Um eine störungsfreie Ausübung der Sportarten auf dem Gelände zu ermöglichen, wird das Gummi-Granulat nun mit einer speziellen Maschine bis zur Quarzsandschicht abgetragen und durch weiteren Quarzsand ersetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Sascha Schöner, Trainer von Eintracht Ickern II, präsentierte im Sommer einige Granulat-Klümpchen auf dem Sportplatz an der Uferstraße.

Sascha Schöner, Trainer von Eintracht Ickern II, präsentierte im Sommer einige Granulat-Klümpchen auf dem Sportplatz an der Uferstraße. © Volker Engel

Eine ähnliche Baumaßnahme gab es bereits im Jahr 2014 im Stadion an der Bahnhofstraße. Auch dort musste das Material ausgetauscht werden. Nun soll der Austausch innerhalb von 14 Tagen an der Uferstraße erfolgen. „Der genaue Termin steht noch nicht fest. Es wird jedoch irgendwann im März sein“, sagt Andreas Foltmann von Eintracht Ickern. Wenn alles planmäßig laufe, solle kein Heimspiel der Ickerner von einer Verlegung betroffen sein, ergänzte Marc Böttger.

Aktuell läuft laut Stadtverwaltung noch die Ausschreibung für den Austausch des Belags. Knapp eine Millionen Euro hat die Stadtverwaltung insgesamt im vergangenen und im laufenden Jahr für Castrop-Rauxels Sportplätze eingeplant.

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Doch die Stadtverwaltung hat nicht nur den Kunstrasen an der Uferstraße im Blick, sondern auch die Tartanbahn. Dort löste sich bereits im Frühjahr 2019 die Gummischicht an mehreren Stellen ab. Die Stadt Castrop-Rauxel möchte dieses Problem im Sommer angehen. „Man kann gefühlt wöchentlich nachsehen, wo das nächste Loch auf der Tartanbahn entstanden ist, auch wenn wir als Fußballer davon nicht direkt betroffen sind“, sagte Marc Böttger von Eintracht Ickern.

Das Stadion bekommt einen neuen Kunstrasen

Zudem hat die Stadt Castrop-Rauxel noch eine nächste Kunstrasen-Sanierung ins Auge gefasst. Im Sommer soll der Belag im Stadion an der Bahnhofstraße, wo die SG Castrop ihre Partien bestreitet, ausgetauscht werden. Im Jahr 2007 war der Kunstrasenplatz eingeweiht worden. Einen genauen Termin für den Baubeginn gibt es aber noch nicht.

„Die Bauarbeiten sollen möglichst in der spielfreien Zeit stattfinden, es gibt vonseiten der Stadt Castrop-Rauxel aber noch keine Bestätigung dafür“, sagte der SG-Vorsitzende Björn Klieve, der in der vergangenen Woche noch Kontakt zur Stadtverwaltung hatte.

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