Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach dem Ende der Hinrunde schauen wir über den Tellerrand und haben die Trainer der beiden Erstplatzierten aus Herten zur Spielstärke der SG Castrop und der Spvg Schwerin befragt.

Castrop-Rauxel

, 27.11.2018 / Lesedauer: 4 min

Es ist Saison-Halbzeitin der Bezirksliga-Staffel 9 – und die Tabellenspitze ist fest in Hertener Hand: Die Fußballer des SV Vestia Disteln (34 Punkte) und von BW Westfalia Langenbochum (30) belegen die ersten beiden Plätze. Erfreulich aus Castrop-Rauxeler Sicht: Die SG Castrop (30) mischt als Dritter vor dem Rückrundenstart am Sonntag, 2. Dezember, kräftig mit.

Die Leistungskurve bei Herbstmeister Disteln ging ab dem dritten Spieltag steil nach oben - am siebten Spieltag wurde die Spitze gekapert. Wir haben nachgefragt, ob die Hertener den Titelgewinn fest im Visier haben. Vestia-Trainer Roman Malasewski hält sich bedeckt und sagt: „Es wird nicht leicht, an der Spitze zu bleiben. Wenn wir nicht Meister werden, geht die Welt nicht unter.“ Denn: Trotz Platz eins ist der Coach unzufrieden. Er meint: „Wir müssten eigentlich vier bis sechs Punkte mehr auf dem Konto haben.“ Die Zähler fehlen aus den Heimniederlagen gegen SF Stuckenbusch und Langenbochum.

Stärke hat sich angedeutet

Ganz oben auf dem Zettel als Meister-Konkurrent hat Malasewski die SG Castrop, gegen die Vestia beim 0:2 eine von nur drei Niederlagen kassiert hat. Bei der SG-Mannschaft ist sich Malasewski „sehr sicher, dass sie bis zum Schluss oben mitspielt“. Das habe sich schon in der Rückrunde 2016/17 abgezeichnet. „Gegen Castrop haben wir verdient verloren.“ Zur Spvg Schwerin merkt Malasewski an: „Diese junge Mannschaft bringt gute Voraussetzungen mit und kann jede andere Mannschaft schlagen. Auch wir haben uns beim 3:1-Sieg sehr schwer getan.“

„In dieser Saison gibt es keine Über-Mannschaft wie zuletzt den SV Wacker Obercastrop – die Spielklasse ist ausgeglichen wie lange nicht“, findet Langenbochums Trainer Mirko Talaga: „Wir haben die Halbserie auf Platz zwei beendet, was sehr gut ist bei unseren Verletzungsproblemen.“ Abwehrchef Michael Widera hat überhaupt erst 76 Minuten – gespielt beim 6:0-Auftaktsieg gegen den SV Zweckel. Trotz des Fehlens des wichtigen Spielers verfügt Westfalia Langenbochum mit neun Gegentoren in 15 Spielen über die beste Abwehr der Liga.

Zwei der Gegentreffer kassierte man in Schwerin beim 2:2. „Da haben wir aber 80 Minuten mit zehn Mann gespielt und das 3:1 verpasst, sodass ich mit einem 2:2 zufrieden sein musste.“ Talaga hatte die Spvg Schwerin nach dem personellen Umbruch hin zu jungen Spielern, jedoch vor Saisonbeginn nicht für die Spitze auf seinem Zettel. „Schwerins Mannschaft hat aber die Qualität für einen einstelligen Platz.“

Breit aufgestellte SG

Anders schätzte Talaga die SG Castrop ein. „Die Castroper bleiben bis zum Schluss mit oben, was ich auch so erwartet habe.“ Der Vorteil der SG sei der breit aufgestellte Kader mit vielen guten Spielern. Langenbochum habe zwar eine gute erste Elf, jedoch kaum Alternativen auf der Bank. Der Kader wird in der Winterpause aufgestockt.

Mit einem dritten Rang geht die SG Castrop nach der Hinserie in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag in die Rückrunde. Trainer Dennis Hasecke hatte vor der Saison schon vom stärksten Kader seiner Amtszeit gesprochen. Recht hat er behalten.

Nach dem vierten und fünften Spieltag stand sein Team an der Spitze, einige unglückliche Spielverläufe sorgten für Rückstufungen in der Tabelle. In der Heimbilanz stehen die Hasecke-Kicker ganz oben. Auswärts dagegen reicht es nur zu Rang sechs. Der Castroper Trainer, der mit Co-Coach Marco Taschke an der Bahnhofstraße die Fäden zieht, ist nicht zufrieden.

Was den Coach ärgert, sind die Punktverluste gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich. Er resümierte: „Die Spiele gegen die ersten Acht haben wir mit Ausnahme des Unentschiedens gegen Langenbochum alle gewonnen. Wir haben viele Punkte blöd liegengelassen.“ Ob es denn gegen vermeintlich leichtere Gegner an der Motivation liegt? Das glaubt Hasecke nicht. Hasecke erwiderte auf die Frage, ob er denn um den Titel mitspielen möchte: „Natürlich, wenn wir jetzt die nächsten zwei Spiele gewinnen, geht es am 17. Februar zum Spitzenreiter Vestia Disteln. Dann werden wir sehen, wohin die Reise hingeht.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt