Trainer Patrick Gebauer: „Wir brauchen Erfahrung auf dem Platz“

rnSG Castrop II

Patrick Gebauer ist zum zweiten Mal Trainer des Fußball-B-Kreisligisten SG Castrop II. Er übernahm das Team in einer schwierigen Situation - und versucht nun die junge Mannschaft zu leiten.

Castrop

, 07.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Patrick Gebauer (44) ist seit Anfang September wieder Trainer des Fußball-B-Kreisligisten SG Castrop II. Seitdem hat er die Mannschaft von einem Abstiegsplatz ins Mittelfeld der Tabelle geführt. Wir sprachen mit Gebauer über seine Spieler, Trainingsmethoden und die Tabellenkonstellation.

Herr Gebauer, Sie haben die SG Castrop II bereits in der Vergangenheit gecoacht und das Team jetzt erneut übernommen. Was bewog Sie dazu?

Als der frühere Trainer (Andreas Lauer, Anm. d. Red.) aus freiwilligen Stücken aufgehört hat, kam der Verein auf mich zu und hat mich gefragt. Ein paar von den Jungs kenne ich noch von früher und bei den Altherren bin ich auch noch. Es war also eine Herzensgeschichte für mich.

Zuletzt tauchten in der Aufstellung Namen von Routiniers wie Jan Pennekamp oder Levent Yesilbas auf, die ja auch bei den Altherren aktiv sind. Ist die personelle Situation bei der SG Castrop II nicht so rosig?

Im Gegenteil, das ist eine sehr gute, talentierte, aber halt auch junge Truppe. Da braucht es manchmal etwas Erfahrung – nicht nur von außen, sondern auch auf dem Platz. Und da sorgt Jan dann für Ruhe und übernimmt ein bisschen die Führung.

Trainer Patrick Gebauer: „Wir brauchen Erfahrung auf dem Platz“

Jan Pennekamp spielt mittlerweile eigentlich für die Altherren der Castroper. Doch Patrick Gebauer sagt über ihn: „Jan sorgt für Ruhe und übernimmt ein bisschen die Führung.“ © Volker Engel

Das Konzept scheint gut zu funktionieren. Seitdem Sie Trainer sind, hat das Team in acht Spielen 16 Punkte geholt – zuvor war es ein Zähler aus vier Partien. In welchem Zustand haben Sie die Mannschaft vorgefunden?

Wie gesagt, die Mannschaft ist gut aufgestellt, das Talent musste nur etwas rausgekitzelt werden. Nach ein paar Wochen Arbeit und guter Trainingsbeteiligung haben die Jungs dann auch ein Spiel über 90 Minuten wieder durchgehalten.

Also haben Sie auch einige Konditionseinheiten in das Training eingebaut?

Wir haben jetzt keine Kondition gebolzt, das macht auch während der Saison nicht viel Sinn. Das ist eigentlich Teil der Vorbereitung. Vielmehr waren viele spielerische Aspekte im Training. Da muss auch viel gelaufen werden, es macht aber auch deutlich mehr Spaß. Die Grundtugenden mussten geweckt werden, die Mannschaft musste einfach wieder Freude am Fußballspielen haben.

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In der Tabelle hat sich die SG Castrop II im Mittelfeld stabilisiert. Mit dem Abstieg, aber auch mit dem Aufstieg, sollte das Team jedoch nichts zu tun haben, oder?

Bezogen auf den Abstieg sollte man niemals nie sagen, aber grundsätzlich bin ich da guter Dinge. Ob am Ende der Saison dann Platz drei oder Platz acht dabei rausspringt, ist egal. Und der Aufstieg ist für uns kein Thema. Als zweite Mannschaft des Vereins ist unser Ziel, die Jungs weiterzuentwickeln und auch ein Sprungbrett für die erste Mannschaft darzustellen.

Topanwärter momentan auf den Spitzenplatz in der Kreisliga B ist Eintracht Ickern I, die bislang noch kein Spiel verloren haben. Ickern II ist momentan Vierter. Sind die Ickerner Ihrer Meinung nach mit beiden Teams der haushohe Favorit auf den Aufstieg?

Eintracht Ickern I ist für mich auf jeden Fall Topfavorit. Die zweite Mannschaft ist jedoch punktetechnisch schon zu weit hinten. Ich sehe da eher ein Duell mit SV Fortuna Herne II. Die beiden Mannschaften werden das, glaube ich, am Ende untereinander ausmachen.

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