Trainer unter Dauer-Beobachtung

Auf der Außenbahn

Wie am Wochenende klar wurde, ist ein Fußball-Trainer an der Seitenlinie nur selten unbeobachtet. Außerdem arbeitet ein Castrop-Rauxeler Billardspieler an der Erfüllung zweier Wünsche und ein Bezirksliga-Fußballer hatte eine unsanfte Landung. Lesen Sie das und mehr von den heimischen Sportplätzen "Auf der Außenbahn".

CASTROP-RAUXEL

, 30.03.2015, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Antonios "Toni" Kotziampassis, Fußball-Trainer mit A-Lizenz und Coach der U17-Junioren von RW Essen in der Bundesliga, schaute am Sonntag beim Spiel des FC Frohlinde vorbei. Als der Gästetrainer des SV Hochlar wegen Meckerns hinter die Barriere musste, wurde der "Toni" in einer lockeren Gesprächsrunde (u.a. mit Ex-FCF-Trainer Jürgen Litzmanski) gefragt, ob ihm das an der Linie auch noch passieren könnte. Kotziampassis: "Das ist da zu teuer." Während seine Ehefrau Daniela lachend ergänzte: "Das darf er nicht, denn in der Bundesliga wird alles mitgefilmt."

Christian Pöther, Billardspieler des ABC Merklinde, steht vor Erfüllung einiger Billard-Träume. Er hat mit dem ABC als Tabellenführer das Play-Off-Turnier um den Deutschen Meister-Titel im Mehrkampf erreicht - wie vor Jahren als Mitglie des DBC Bochum. Der Unterschied von damals zu heute: In Bochum wurde er in der Endrunde nicht eingesetzt. Was ihm diesmal nicht passieren wird. Eine kleine Genugtuung wird das für Pöther schon sein, der im eigenen Haus sein eigenes Billardzimmer einrichtet. Was sicherlich auch die ausländischen ABC-Spieler freuen wird, die beim Einsatz für Merklinde auf "Pöthers Hof" Kost und Logis bekommen und in naher Zukunft dort dann auch - neben dem leiblichen Wohl - sogar auch trainieren können.

Willi Henseleit, Trainer der dritten Mannschaft des SC Arminia Ickern in der Kreisliga C, wurde am Wochenende in einer zweiten Funktion benötigt. Henseleit, der seit Jahren mit einer Schiedsrichter-Lizenz ausgestattet ist, musste nach 70 Minuten für den Referee des Bezirksliga-Derbys der Frauen zwischen Ickern und Victoria Habinghorst übernehmen, nachdem sich dieser verletzt hatte. Henseleit brachte die verbleibenden Minuten souverän über die Bühne, auch wenn er kaum gefordert wurde.

Robert Mathis, Spartenleiter Fußball im Stadtsportverband, war am Wochenende wieder voll im Einsatz: Nachdem er am Samstag die Hallenstadtmeisterschaft der Altherren-Fußballer begleitet hatte, stand er am Sonntag beim Bezirksliga-Spiel zwischen dem SV Wacker Obercastrop und dem VfB Waltrop an der Seitenlinie - bei widrigen Wetterverhältnissen, die Mathis allerdings nur mit einem Schulterzucken kommentierte: "Man kann ja nicht den ganzen Tag nur auf dem Sofa sitzen."

Michael Esser, Castrop-Rauxeler Fußball-Torwart in Diensten des Zweitligisten VfL Bochum, wurde am vergangenen Donnerstag eine seltene Ehre zuteil. Für seine starke Leistung beim 2:1-Sieg des VfL beim 1. FC Nürnberg erhielt der 27-Jährige im Sportmagazin "kicker" die Note 1, die dort für eine "Weltklasse"-Leistung vergeben wird. Esser, der derzeit mit den Verantwortlichen des VfL Bochum über eine Vertragsverlängerung verhandelt, wurde von dem Fachmagazin zudem zum "Spieler des Spiels" gekürt.

Soufian El Moutaouafik, Bezirksliga-Fußballer beim SV Wacker Obercastrop, machte während der Partie gegen den VfB Waltrop (2:0) am Sonntag unfreiwillig Bekanntschaft mit der steinernen Umrandung des Kunstrasens in der Erin-Kampfbahn. Als er einen Ball an der Seitenlinie erlaufen wollte, kam El Mouatouafik auf dem regennassen Geläuf ins Rutschen und landete außerhalb des Platzes unsanft auf dem Rücken. Nach einer kurzen Erholungspause, in der sich der besorgte Schiedsrichter nach seinem Wohlempfinden erkundigte, konnte er das Spiel aber fortsetzen.

Marcus Plarre, ehemaliger Landesliga- und aktueller Altherren-Spieler beim VfB Habinghorst, war am Samstag in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule nicht nur als routinierter Kicker gefragt. Er führte zudem als Trainer die Minikicker des VfB zu einem Einlage-Spiel vor den Endspielen gegen die Auswahl der SG Castrop auf das Feld. Anschließend konnte er seinen jungen Schützlingen bejubeln lassen. Plarre gewann nämlich mit den Oldies von der Recklinghauser Straße das Finale in einem Ortsteil-Duell gegen Victoria Habinghorst mit 4:1. Damit nicht genug. Marcus Plarre trug sich auch selbst in die Torschützenliste ein und wurde somit seiner Vorbild-Funktion ebenfalls gerecht.

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