Trainerin Antje Menzel: „So macht unser Spiel Spaß“

Adler-Korfballer an der Spitze

Die Korfballer von Adler Rauxel sind erstmals seit langer Zeit wieder Tabellenführer in Deutschlands höchster Spielklasse. Im Interview spricht Adler-Trainerin Antje Menzel über die Ziele ihrer Mannschaft und den Korfball-Sport in Deutschland im Allgemeinen.

CASTROP-RAUXEL

, 25.11.2015 / Lesedauer: 3 min
Trainerin Antje Menzel: „So macht unser Spiel Spaß“

Adler-Trainerin Antje Menzel (Foto links) steht mit ihrem Team seit Samstag an der Regionalliga-Spitze.

Frau Menzel, mit dem Sieg am Samstag gegen den HKC Albatros hat Ihre Mannschaft den ersten Platz übernommen. Wie groß war die Freude darüber?

Wir haben uns sehr gefreut. Es stand ja fest, als Schildgen gegen Pegasus verloren hat. Das war sogar noch ein Bonbon des Abends für die, die mit unserem Vereinskamerad Andy Fritz seinen 30. Geburtstag gefeiert haben.

Jetzt steht für Sie am kommenden Sonntag das Spitzenspiel gegen den TuS Schildgen auf im Terminkalender. Wird dafür die Trainings-Intensität nochmals erhöht?

Das ist nicht nötig. Allerdings steigen mit der neuen Tabellenkonstellation die Ansprüche, die wir an uns selbst haben. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir auch dieses Spiel gewinnen. Die verpassten Korbchancen aus dem HKC-Spiel müssen wir allerdings diesmal nutzen, damit uns das nicht das Genick bricht.

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Nach vier Jahren Pause könnte Adler Rauxel erstmals wieder "Deutscher Meister" werden. Wie groß sind Ihrer Meinung nach die Chancen dazu?

Das ist schwer einzuschätzen. Anders als in den vergangenen Jahren ist es nicht mehr so, dass nur eine Mannschaft oder zwei Teams über alle dominieren. Vier Mannschaften können Meister werden. Und gerade so macht unser Spiel auch richtig Spaß. Zudem sind die Spieltage so auch für die Zuschauer schöner und die Liga attraktiver.

In den Jahren, in denen der KV Adler Rauxel oft Meister wurde, waren auch Teams wie Adler 2 und Grün-Weiß 2 für die höchste Liga zugelassen. Wäre die Regionalliga noch attraktiver mit den Zweitvertretungen und somit mehr Mannschaften?

Diese Zeit habe ich als Spielerin erlebt. Damals war es so, dass diese Mannschaften gut mitspielen konnten. Derzeit ist es aber so, dass sich die Reserve-Teams nicht mit der Regionalliga messen können.

Was sind die Gründe dafür?

Wir hatten sogar ein Jahr lang keine zweite Mannschaft. Und: Es fehlt derzeit an A-Jugend-Mannschaften, mit denen man solche Teams ausstatten könnte. In dieser Saison wird in dieser Altersklasse noch nicht einmal eine echte Saison ausgespielt.

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