TuS Ickern trauert um Hans Jürgen Schach - der Mann, der Castrop-Rauxel vor Dortmund beschützte

Breitensport

Castrop-Rauxel hat einen Mann verloren, der sich nicht nur um einen Verein verdient gemacht. Nein, ihm ist es auch zu verdanken, dass unsere Kommune nicht einer Großstadt zugeschlagen wurde.

Castrop-Rauxel, Ickern

, 06.04.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hans Jürgen Schach (l.), der mit Max Auffenberg (Mitte) und Rainer Fleig in den vergangenen Jahrzehnten den TuS Ickern prägten, ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Hans Jürgen Schach (l.), der mit Max Auffenberg (Mitte) und Rainer Fleig in den vergangenen Jahrzehnten den TuS Ickern prägten, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. © Jens Lukas

Der Turn- und Sportverein Ickern trauert um Hans Jürgen Schach. Der langjährige Geschäftsführer des TuS ist am 28. März 2021 im Alter von 82 Jahren verstorben.

Schach gehörte dem Mehrspartenverein aus dem Castrop-Rauxeler Norden seit 1965 an. Der Ickerner Ehrenvorsitzende Max Auffenberg berichtet: „Zunächst als Aktiver, später dann auch in verschiedenen Vorstandsfunktionen, bevor er 1988 die Aufgaben eines Geschäftsführers für den Gesamtverein übernahm.“

Hans-Jürgen Schach arbeitete für die Stadtverwaltung, ehrenamtlich engagierte er sich über Jahrzehnte im TuS Ickern. Vor 50 Jahren kämpfte er mit um die Eigenständigkeit der Stadt Castrop-Rauxel und gegen eine Eingemeindung nach Dortmund.

Hans-Jürgen Schach arbeitete für die Stadtverwaltung, ehrenamtlich engagierte er sich über Jahrzehnte im TuS Ickern. Vor 50 Jahren kämpfte er mit um die Eigenständigkeit der Stadt Castrop-Rauxel und gegen eine Eingemeindung nach Dortmund. © Tobias Weckenbrock

Jetzt lesen

Das Jahr 1974 war für den TuS Ickern ein einschneidendes. Denn hier gründeten die Ickerner eine Tennis- und auch eine Badminton-Abteilung. Auch schloss sich zu diesem Zeitpunkt der Handballverein CVJM Ickern „Eichenkreuz“ dem TuS an.

Auffenberg erklärt: „Hans Jürgen Schach hat die Neuaufstellung des jetzt mehrgliedrigen Spartenvereins organisatorisch und satzungsgemäß aufgestellt. Die Abteilungsleiter des Gesamtvorstandes schätzten ihn für seine Hilfsbereitschaft sowie seinen Einsatz und sein Wissen um die Geschäfte. Mit seinem Tod hinterlässt er beim TuS Ickern eine große Lücke.“

Jetzt lesen

Mit diesem Plakat und Handzetteln, gestaltet von Peter Linnenbrink, machten Maximilian Auffenberg (und Hans-Jürgen Schach (r.) in den 1870er Jahren "Politik von unten": Sie initiierten einen Protest gegen eine Eingemeindung Castrop-Rauxels nach Dortmund.

Mit diesem Plakat und Handzetteln, gestaltet von Peter Linnenbrink, machten Maximilian Auffenberg (und Hans-Jürgen Schach (r.) in den 1870er Jahren "Politik von unten": Sie initiierten einen Protest gegen eine Eingemeindung Castrop-Rauxels nach Dortmund. © Foto: Tobias Weckenbrock

Auffenberg und Schach hatten mit dem TuS Ickern zu Beginn der 1970er Jahre eine Initiative gegen die geplante Eingemeindung von Castrop-Rauxel in Dortmund auf die Beine gestellt. Schach war seinerzeit Schriftführer des TuS und sammelte mit seinen Mitstreitern 36.000 Unterschriften. Zwei Drittel der Castrop-Rauxeler Bevölkerung sagte damals ‚Nein!‘.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt