Ulli Müllers vierte Amtszeit als Vorsitzender der Sportjugend beginnt

11. März 1996

Am 11. März 1996, fand ein durchaus kurioses Bild den Weg in die Lokalsport-Berichterstattung der Ruhr Nachrichten. Darauf zu sehen: der Vorsitzende der Sportjugend im Stadtsportverband (SSV), Ulli Müller, in der Uniform von Captain Jean-Luc Picard, seinem Lieblingscharakter aus der Weltraum-TV-Serie „Star Trek“.

CASTROP-RAUXEL

31.08.2016, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die habe ich damals von meinen Sportjugend-Kollegen geschenkt bekommen und musste sie dann auch prompt für den Rest der Sitzung tragen“, erinnert sich Müller schmunzelnd zurück. „Die Haare hatte ich eh schon so kurz und sah ihm ähnlich.“

Sieg bei Ruhrolympiade

Ulli Müller ging damals in seine vierte Amtszeit. Die Ruhr Nachrichten zitierten ihn mit der Ankündigung, dass er viele Ideen habe. „Damit meinte ich vor allem die Ruhrolympiade“, sagt er heute. Im Jahr 1994 nahm der Kreis Recklinghausen mit ihm als Koordinator erstmals an dem Sportwettbewerb teil, zwei Jahre später gelang ein Sieg – ausgerechnet in Dortmund. „Die Dortmunder haben sonst mit Bochum und Essen die Gewinner unter sich ausgemacht“, weiß Müller. Später musste er aus Zeitgründen das Amt beim Kreissportbund niederlegen.

Vom 7. Juli bis 24. Juli 1996 fand auch die traditionelle Jugendbegegnung mit der finnischen Partnerstadt Kuopio statt. 2006 reiste letztmals eine Castrop-Rauxeler Delegation nach Nordeuropa.

„Nach Änderungen in der finnischen Verwaltung war die Reise leider nicht mehr möglich“, erklärt Müller. Der Castrop-Rauxeler Partner, der Eishockeyclub KalPa aus Kuopio, konnte sich daraufhin an kein Gremium wenden, da ein Pendant zum Stadtsportverband in Finnland nicht existiert. 2007 gastierten letztmals finnische Jugendliche im Ruhrgebiet.

Dafür ist die Stadtmeisterschaft der Juniorenfußballer, die von der Sportjugend ausgerichtet wird, seit 1996 ein fester Bestandteil des Sportkalenders. Ende Februar veranstaltete die Sportjugend gemeinsam mit der DLRG zum sechsten Mal – nach zwischenzeitlich fünf Jahren Pause – das 24 Stunden-Schwimmen im Hallenbad. Wirtschaftlich ging es der SSV-Jugend Mitte der 1990er richtig gut. Wie die Ruhr Nachrichten berichteten, schloss man das Jahr mit einem Plus von 3.400 Mark ab. „Heute steht uns weniger Geld zur Verfügung“, sagt Müller.

„Über Rente nachdenken“

60 Vereinsvertreter kamen im März 1996 in die Gaststätte im Forum. „Ein Traumergebnis. Das würde ich mir auch 2016 wünschen. Im vergangenen Jahr waren ja nicht mehr Leute da als in einer Großfamilie“, so Müller, der nach den nächsten Wahlen in seine 14. Amtszeit gehen könnte. Dann soll sich nach Möglichkeit Geschichte wiederholen.

1990 übernahm Ulli Müller das Amt des Vorsitzenden von Winfried „Winni“ Straub (TuS Henrichenburg). In den den beiden Jahren davor hatte er bereits als dessen Stellvertreter agiert. „Winni hatte mich gefragt, ob ich das machen will. In den zwei Jahren hat er mir alles erklärt und den Leuten, die ich kennen muss, vorgestellt“, erinnert sich der 55-Jährige. Ähnlich will er selbst es auch jetzt mit seinem potenziellen Nachfolger handhaben. Ulli Müller: „Dann kann ich über die Rente nachdenken.“

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