Uwe Blase: "Von uns wird ein falsches Bild gezeichnet"

Vorsitzender des FC Castrop-Rauxel

Der im Dezember 2014 gegründete FC Castrop-Rauxel (Fußball-Kreisliga C) hat für die neue Saison 2016/17 acht Abgänge zu verzeichnen. Durch fünf Neuzugänge ist allerdings der Fortbestand der Mannschaft gesichert. Das berichtet der FC-Vorsitzende Uwe Blase im Interview.

CASTROP-RAUXEL

, 06.07.2016, 06:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Uwe Blase (vorne, links/blaues Hemd), der Vorsitzende des FC Castrop-Rauxel, lief beim Trainingsauftakt seiner Mannschaften im Grutholz zusammen mit dem neuen Trainer Robert Ayensu-Ayisi (vorne rechts/weißes Hemd) vorneweg.

Uwe Blase (vorne, links/blaues Hemd), der Vorsitzende des FC Castrop-Rauxel, lief beim Trainingsauftakt seiner Mannschaften im Grutholz zusammen mit dem neuen Trainer Robert Ayensu-Ayisi (vorne rechts/weißes Hemd) vorneweg.

Herr Blase, beim Trainingsauftakt am vergangenen Montag haben Sie der Mannschaft einen neuen Trainer präsentiert: Robert Ayensu-Ayisi. Wie kam der Kontakt zu ihm zustande?

Ich kenne ihn aus meiner Zeit bei Westfalia Herne in der Verbandsliga. Ich habe ihn dort als feinen Menschen und tollen Stürmer kennengelernt. Beim TuS Hordel hat er sich zum Beispiel mit seiner Willenskraft im Training für die Mannschaft qualifiziert, obwohl ihn der Trainer gar nicht spielen lassen wollte. Robert stammt aus Ghana, ist jetzt 44 Jahre alt und hat die Trainer-B-Lizenz. Bislang hat er in Herne Junioren-Mannschaften betreut.

Beim ersten Training sind Sie mitgelaufen. Wird das jetzt öfter der Fall sein?

Das kann durchaus so sein. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, die Rolle des Teammanagers auszufüllen, um näher an der Mannschaft dran zu sein. Wir haben einige Waldläufe auf dem Trainingsplan, weil ich der Meinung bin, dass für unseren nächsten Anlauf auf die Kreisliga B eine kollektive Fitness die Voraussetzung ist. Wir wollen uns diesmal nicht etablieren, sondern durchsetzen.

Sie sprechen ihn an, den angepeilten Aufstieg. Wie groß ist noch die Enttäuschung, dass es am Ende der alten Saison nicht geklappt hat?

Zunächst muss man sagen, dass ich selbst nie von einem Durchmarsch, etwa bis in die Bezirksliga, gesprochen habe. Ich bin der Meinung, dass für einen neu gegründeten Verein ein zweiter Platz als Erfolg zu werten ist. Allerdings hatte ich den Eindruck am Ende der Saison, dass im Training nicht alles für das finale Spiel gegen Horsthausen II getan wurde. Dabei war so viel Zeit zur Vorbereitung.

Woran war das zu bemessen?

Etwa an der Trainingsbeteiligung, die maximal bei 50 Prozent lag.

Einige erfahrene Spieler sind nun nicht mehr dabei. Glauben Sie, dass die jungen Neuzugänge der Aufgabe gewachsen sind?

Sie machen auf mich auf jeden Fall einen sehr motivierten Eindruck. Sie sind offen für den Spaß gepaart mit Ernsthaftigkeit, den wir transportieren wollen. Vielleicht verändert sich dadurch das Image unseres Vereins, das wir zu Unrecht haben.

Meinen Sie damit, dass Ihnen Leute nachsagen, eine Söldner-Truppe zusammengekauft zu haben?

Ja, das ist das falsche Bild, das von uns gezeichnet wird. Es soll auch bitte keiner aus einem anderen Verein behaupten, dass bei ihm kein Geld im Spiel ist. Das ist es bei den meisten. Ich habe kein Problem damit, in einer Runde mit anderen Vereinsvertretern zu berichten, wie wir mit dem Thema Geld umgehen – wenn sie auch ihre Karten offenlegen.

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