Uwe Isbruch - Der neue Reitlehrer in Merklinde

Sportlerporträt

CASTROP-RAUXEL Sein Nachname hat einen guten Klang in der Fußballszene Castrop-Rauxels. Doch Uwe Isbruchs sportliche Leidenschaft gehört dem Reiten. Zu Jahresbeginn hat der 54-Jährigen einen neuen Posten übernommen: Er ist Reitlehrer auf der Anlage des RV Castrop-Rauxel in Merklinde. Ein Porträt.

von Von Jörg Laumann

, 18.03.2010, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Uwe Isbruch - hier mit Exeter und Stefanie Greff.

Uwe Isbruch - hier mit Exeter und Stefanie Greff.

Dass sich Uwe Isbruch auch beruflich der Arbeit mit den Pferden widmen würde, war nach dem Abitur zunächst nicht absehbar. Allerdings schlug er auch nicht den in der Familie weit verbreiteten Berufsweg des Mediziners ein. „Ich war schon so etwas wie der Exot unter all den Ärzten“, schmunzelt er. Eine Banklehre und mehrere Studiensemester in Jura und Landwirtschaft absolvierte der heute 54-Jährige, bevor er sich doch dazu entschloss, aus seiner sportlichen Leidenschaft eine Profession zu machen: Der Ausbildung zum Pferdewirtschaftsmeister folgte 1982 Uwe Isbruchs erste Anstellung als hauptberuflicher Reitlehrer bei der RG Obercastrop.

In den 1990er Jahren führte er eine eigene Reitanlage in Deininghausen, bevor er in Herne als Reitlehrer für den RV St. Hubertus und den RFV Emscherbruch tätig wurde. Danach kehrte Isbruch 2009 nach Castrop-Rauxel zurück, war zunächst als Einstaller auf dem Hof in Merklinde vertreten. Anfang dieses Jahres gelang es Andreas Hesse, dem Betreiber der Reitanlage, Isbruch als Hauptreitlehrer zu gewinnen. Marion Wallach, die zweite Vorsitzende des RV Castrop-Rauxel, strebt eine „langfristige Zusammenarbeit“ mit dem erfahrenen Reiter an, der als aktiver Sportler mehr als 1800 Platzierungen in Springen bis zur Klasse M und Dressurprüfungen bis Klasse S erreicht hat.

Nach einer schwierigen Zeit soll Isbruch die Reitanlage und den Reitverein in Merklinde in eine bessere Zukunft führen. „Wir wollen wieder mehr Betrieb auf die Anlage bekommen, vor allem Schulbetrieb“, sagt Isbruch. Zu diesem Zweck hat der neue Reitlehrer, der auch über ein Trainer-Diplom des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verfügt, gemeinsame Gruppenstunden für Schul- und Privatpferdereiter eingeführt. Zudem kümmert er sich um die junge Mannschaft, die am ersten Mai-Wochenende beim Kreisjugendturnier auf der eigenen Anlage für den RV an den Start gehen soll. Jennifer Wallach, Hendrik Schröder, Michelle Budich, Arabelle Fenz, Vanessa Wolske und Tatjana Ritter und Denise Meier gehören zu dem Team, das sich den Dressur- und Springprüfungen in Merklinde stellen wird.

„Wir müssen sehen, was für uns bei diesem Turnier möglich ist“, sagt Isbruch zurückhaltend. „Platzierungen im oberen Mittelfeld wären für uns auf jeden Fall schon ein Erfolg, auch wenn man natürlich immer darauf hofft, so weit wie möglich nach vorne zu kommen“. Für die fernere Zukunft hat der engagierte Übungsleiter auch sein eigenes Comeback im Sattel ins Auge gefasst. Die Teilnahme an Dressur-Prüfungen könne er sich durchaus wieder vorstellen, sagt Isbruch, fügt aber selbstironisch hinzu: „Vorher muss ich erst einmal ein paar Kilo abnehmen.“

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