Vorsitzender Müller glücklich über rege Teilnahme

Tagung der Sportjugend

Sportjugend-Chef Ulli Müller (Castroper TV) fuhr mit gemischten Gefühlen zum Stadtjugendtag. Vor zwei Jahren fanden sich nur sieben Teilnehmer ein, um sich über die Sportjugend in der Stadt auszutauschen. Müllers Sorgen verflogen aber schnell: In diesem Jahr fanden sich genügend Vertreter aus den heimischen Vereinen ein.

CASTROP-RAUXEL

26.04.2016, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie viele Vereinsvertreter kommen würden, um den neuen Vorstand der Sportjugend im Stadtsportverband (SSV) zu wählen, konnte Müller im Vorfeld nicht sagen. Nach dem Fiasko von vor zwei Jahren, als nur sieben Leute den Weg ins BoGi’s an der Leonhardstraße fanden, war eigentlich vom Schlimmsten auszugehen. So kam es aber nicht.

Ulli Müller war sichtlich stolz. Er konnte eine Steigerung der Stimmberechtigen um 200 Prozent bilanzieren. „Mir geht das Herz auf“, freute sich Müller im Hinblick auf die 23 anwesenden Personen aus 14 Vereinen. Müller selbst wurde als Vorsitzender in den anschließenden Wahlen als Vorsitzender der Sportjugend bestätigt und geht in seine 14. Amtszeit.

Sein neuer Stellvertreter ist Carsten Cwik, Jugendgeschäftsführer der Fußballer des SV Wacker Obercastrop. Neu im Jugendausschuss sitzen zudem Florian Nachtwey (Castroper TV) als Kassenwart sowie Heiko Tost (DLRG Rauxel) und Nadine Krieg (SC Hellas) als Beisitzer. „Mit so vielen neuen, jungen Leuten kann eigentlich nichts schief gehen“, fand Müller.

Die Arbeit der Sportjugend erstreckte sich in den vergangenen Jahren auf kleinere Projekte, wie die Stiftung von Pokalen wie zuletzt für den Ickerner Volkslauf. „Für Großereignisse wie die Wassersportschau fehlte die Manpower“, so Müller. Dennoch sei man stolz darauf, dass Feld- und Hallenstadtmeisterschaften der Nachwuchsfußballer schon seit Jahren regelmäßig stattfindet.  Seit diesem Jahr steht die alljährliche Ferienfreizeit in Grömitz aber nicht mehr auf dem Programm. „Aktuell 600 Euro für 14 Tage als Reisekosten sind für Eltern nicht zumutbar“, begründete Kassenwart Bernd Steingaß die Absage. Im Kassenbericht spiegelte sich vor allem die Anschaffung einer neuen Hüpfburg als größere Investition wider.

Unter den Gästen in der Altstadt waren auch Bürgermeister Rajko Kravanja und der Stadtsportverbands-Vorsitzende Ulrich Romahn. Die beiden ließen es sich nicht nehmen, zu Beginn der Sitzung das Wort an die Gäste zu richten. „Wir müssen das bunte Vereinsleben in Castrop-Rauxel aufrecht erhalten. Jeder Euro, den wir jetzt investieren, ist ein gut investierter. Wo wir helfen können, machen wir das gerne“, erklärte Bürgermeister Kravanja.

Romahn ergänzte: „Ich bin hoch erfreut, da ich mit ganz anderen Erwartungen bezüglich der Teilnehmerzahl hierher gekommen bin. Die Sportjugend umfasst 6000 Jugendliche und bietet Ihnen die Möglichkeit, ein direktes Ohr beim Bürgermeister zu haben. Alle müssen mithelfen, damit das Gremium Sportjugend bestehen bleibt.“

Pauschale beantragen

Zudem ermutigte Ulrich Romahn die Vereinsvertreter, einen Antrag auf die Übungsleiterpauschale beim Kreissportbund Recklinghausen (KSB) zu stellen. Das hätten bislang nur 13 von 74 Vereinen der Stadt getan. Der SSV-Chef fügte hinzu: „Dadurch können andere Gelder sinnvoll eingesetzt werden.“ Erfreut über das steigende Interesse an der Sportjugend war auch Carsten Plänker, der im Juni für den Posten des Vorsitzenden der Kreissportjugend Recklinghausen kandidieren wird und die Veranstaltung nutzte, um sich auch bei den Vertretern der Europastadt vorzustellen.

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