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Wacker-Chef Janicki sagt: „Wir sind die Engländer von Castrop“

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Beim SV Wacker Obercastrop spricht man davon, dass das Kreispokal-Finale „sportlich und finanziell eine Enttäuschung“ war. Dennoch ist der Vorsitzende stolz auf sein Team und seinen Club.

Obercastrop

, 18.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Enttäuschung beim Landesligisten SV Wacker Obercastrop nach dem mit 5:6 nach Elfmeterschießen verlorenen Kreispokal-Finale gegen den DSC Wanne (Westfalenliga) war am Donnerstagabend riesengroß. Der Silberpokal wanderte auch im dritten Endspiel-Anlauf binnen fünf Jahren in andere Hände. Das Westfalenpokal-Ticket ebenso.

„Wir sind die Engländer von Castrop“, meinte der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki am Freitag mit Galgenhumor: „Wenn es darauf ankommt, können wir offenbar keine Elfmeter schießen.“ Dabei hatte der Club-Chef auch die Final-Niederlage von 2017 samt Elfmeterschießen bei Westfalia Herne im Sinn. Janicki lobte sein Team für den Auftritt gegen die eine Klasse höher angesiedelten Wanne-Eickeler: „Wir haben 90 Minuten lang mehr Chancen herausgearbeitet und nicht viel zugelassen.“

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Am Ende stünde allerdings die Niederlage. Zudem sei er vom finanziellen Ertrag des Abends ein wenig enttäuscht, meinte Martin Janicki. Nur 241 zahlende Zuschauer waren in die Erin-Kampfbahn gekommen. Frauen, Kinder sowie die Eltern der Nachwuchsspieler hatten freien Eintritt.

Zwei Tage Vorbereitung

Zwei Tage lang hatten die Obercastroper Vorbereitung betrieben, einen zusätzlichen Bierwagen sowie einen Grill organisiert. Janicki: „Wir waren für einen Ansturm von 700 Zuschauern gerüstet.“ Im Mai 2014 hatten die Wackeraner das Pokal-Finale vor 800 Zuschauern an der Brandheide beim FC Frohlinde gespielt. Janicki meinte: „Natürlich war es von Nachteil, dass erstmals seit Jahren das Endspiel nicht am Vatertag ausgetragen wurde. Wir hatten uns aber besseres Wetter und somit mehr Zuschauer erhofft.“

Wacker-Chef Janicki sagt: „Wir sind die Engländer von Castrop“

Eigentlich gut gefüllt waren die Ränge in der Erin-Kampfbahn. Allerdings zahlten nur 241 Zuschauer Eintritt. © Jens Lukas

Die Hausherren waren für ein größeres Publikum auch außerhalb des Platzes gut aufgestellt. Kassierer Uwe Banach hatte ein Heer an Ordnern um sich geschart, sodass einige Besucher anmerkten: „Hier sind ja mehr Ordner als Zuschauer.“ Banach dazu: „Es soll ja auch nichts schiefgehen.“

Verunsicherung kam lediglich auf, weil die Trophäe des Kreispokal-Wettbewerbs 20 Minuten vor dem Anpfiff noch nicht an der Karlstraße eingetroffen war. 15 Minuten vor Spielbeginn brachte dann aber der Kreisvorsitzende Reinhold Spohn (Herne) den Cup mit. Er wies den Wacker-Vorsitzenden Martin Janicki an: „Schließ den mal schön weg, damit er nicht geklaut wird.“

Beherzter Kampf

Die Formation von Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu lieferte dem vermeintlichen Favoriten aus Wanne dann mehr als einen beherzten Kampf. Die Mehrzahl an Torchancen lag auch aufseiten der Mannen aus der Erin-Kampfbahn. Den Hernern des oft lautstark an der Linie agierenden Trainer Holger Flossbach fiel nicht viel ein. Genau das hatte auch der Obercastroper Coach Aytac Uzunoglu direkt nach dem Abpfiff und beim Anblick der jubelnden Spielertaube der Gäste so gesehen: „Die haben gedacht, die könnten uns nach „Schema F“ besiegen. Da haben sie sich getäuscht.“

Am jungen Keeper gescheitert

Obercastrop war ganz nahe dran am ersten Kreispokalsieg der Vereinsgeschichte. Wie 2014 beim 1:2 in Frohlinde. Oder 2017 gegen den Oberligisten Westfalia Herne in dessen Strünkede-Stadion, als erst der Elfmeter-Entscheid den kleinen Unterschied ausmachte.

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Diesmal rächte es sich, dass die guten Chancen nur an der Latte landeten, knapp ins Aus rauschten oder am flinken Wanner Torwart Niklas Simpson verpufften. Dass der erst 18-jährige Keeper, der aus Castrop-Rauxel stammt, zwischen den Pfosten des DSV Wanne-Eickel auch den entscheidenden ersten Strafstoß von Dirk Jasmund gekonnt parierte, war dann der Schlüssel zum Sieg. Wacker-Coach Uzunoglu zollte dem Keeper denn auch viel Lob: „Ich kenne Niklas. Er ist ein guter Junge.“ Fast hätte allerdings auch Wacker-Hüter David Scholka die Spannung verstärkt. Der erste Elfmeter gegen ihn von Wannes Davide Basile rutschte ihm nur knapp durch die Arme.

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