Wacker entdeckt neue Abwehr-Tugenden

Bezirksliga 15

CASTROP-RAUXEL Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Titel - eine uralte Fußball-Weisheit, die aber erklärt, warum der SV Wacker Obercastrop derzeit in der Bezirksliga rotzfrech in der Spitzengruppe mitspielt. Beim 1:0 gegen den VfB Waltrop feierte die Elf von Uwe Esser den vierten Sieg in Folge.

von Von Jan Große-Geldermann

, 09.11.2009, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wackers Kapitän Roger Schajor (schwarz-gelbes Trikot) hatte gegen Waltrop mehr Arbeit als erhofft.

Wackers Kapitän Roger Schajor (schwarz-gelbes Trikot) hatte gegen Waltrop mehr Arbeit als erhofft.

Dabei spielt Wacker selten spektakulär: Im Ligavergleich fielen bei Spielen mit Obercastroper Beteiligung die drittwenigsten Tore, im Schnitt keine drei pro Partie. "Unsere Abwehr steht sehr sicher. Das war in den vergangenen Jahren nicht so", sagte Esser. Dafür hapert es im Angriff. Auch gegen Waltrop erspielte sich Wacker zwar viele gute Möglichkeiten, nutzte aber nur eine davon. "Immer wird das nicht reichen", weiß auch Esser, der deshalb fordert: "Wir müssen dahin kommen, dass wir zwei, drei Tore mehr pro Spiel schießen."

So wie die Konkurrenz in der Spitzengruppe. Dort sehen die 21 Tore der Esser-Offensive im Vergleich zu den 38 (Marten), 39 (Hillerheide) und 45 (Dorstfeld) Treffern der anderen Topteams ziemlich mickrig aus. Auf dem Punktekonto wirkt sich dieser Unterschied aber nicht aus: Wacker liegt auf Tabellenrang zwei nur einen Punkt hinter Marten und einen bzw. zwei Zähler vor Hillerheide und Dorstfeld. "Wir sind die größte Überraschung der Liga", sagt Esser.

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