Wacker Obercastrop begleicht beim Sparring eine Rechnung

rnFußball-Testspiel

Fußball-Westfalenligist Wacker Obercastrop hat Besuch von einem alten Klassenkameraden bekommen. Es war der Hombrucher SV, der in Wackers Aufstiegssaison am dritten Spieltag mit 2:1 siegte.

Obercastrop

, 17.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Fußballer des Westfalenliga-Aufsteigers SV Wacker Obercastrop hatte die Testpartie gegen den vormaligen Gegner aus der Landesliga eine besondere Note. Als die Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu am 25. August 2019 in Dortmund mit 1:2 verlor, konnte man noch nicht ahnen, dass erst danach der Aufstiegs-Express in Fahrt kam. Dementsprechend war die Vorfreude auf diese freundschaftliche Begegnung in der Erin-Kampfbahn zu spüren.

Gegner bekommt keine Luft zum Atmen

Vor allem, weil die Obercastroper in ihren Testspielen noch ihre Form suchten. Für Coach Uzunoglu war das klar: „In der Vorbereitung kommt es nicht auf die Ergebnisse an.“ Das hatten die Wacker-Leute ja im Kreispokal-Halbfinale gegen den SV Wanne 11 geliefert. Wenn auch erst nach Elfmeterschießen. Am Sonntag gegen Hombruch merkte der Fan hinter der Bande, dass es jetzt auch in einem Testspiel besser lief. Vielleicht musste da erst ein solcher Gegner her, in einem Vergleich, der letztlich mit 6:0 (2:0) für die Platzherren endete. Die Obercastroper ließen den Gästen bei der Schwüle kaum Luft zum Atmen.

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Und hatten sie zuletzt zu sehr mit ihren Torchancen schlichtweg geschludert, lief es jetzt förmlich wie aus einem Guss. In der vierten Minute schlug Elvis Shala zum 1:0 zu. Sascha Schröder legte gleich das 2:0 (7.) nach. Das Besondere? Der schnelle Stürmer erzielte aus der Distanz den Treffer mit seinem vermeintlich schwächeren rechten Fuß. Aber wer kann schon von schwach reden, wenn die Kugel aus 20 Metern im Netz einschlägt?

Wacker lädt die Gäste zu Chancen ein

Nach sieben Minuten war die Richtung klar. Dann kam die Phase, die Trainer Uzunoglu nach dem Spiel nicht gefiel. Er sagte: „Da haben wir drei Torchancen der Gäste selbst vorgelegt und können uns bei Torwart David Scholka bedanken, dass wir keinen Treffer kassierten.“ Der Keeper hatte seine Pflicht erledigt und machte nach der Halbzeit für Neuzugang Nils Gehrmann den Platz frei.

Hombruch versuchte mit verstärktem Engagement mehr Druck aufzubauen. Obercastrop schaute ein wenig zu, bis Dirk Jasmund einen Kopfball nach einer Eckball-Verlängerung von Bastian Fritsch zum 3:0 (57.) in die Maschen wuchtete. Elvis Shala, der schon den Eckball auf Fritsch gezielt hatte, leitete von der anderen Seite das 4:0 (64.) ein. Mit viel Links-Effet getreten brauchte Jasmund am kurzen Pfosten nur noch den Fuß hinzuhalten.

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Zweimal war noch Shala dran. Das 5:0 (68.) und 6:0 (78.) machten die Überlegenheit deutlich. Hombruch schien aufzugeben. Meinte man. Wenn da nicht die eine Szene gewesen wäre, die die Gemüter erhitzte. Julian Ucles Martinez wurde gefoult und revanchierte sich mit einem Schubser. Schiedsrichter Inan Bulut (Herne) nahm die Brisanz aus dem Duell. Beide sahen „nur“ Gelb.

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