Wacker Obercastrop beweist: Aller guten Dinge sind drei

rnFußball-Testspiel

Nach zwei Testspiel-Niederlagen wollte der SV Wacker Obercastrop gegen den Bezirksligisten Phönix Bochum nicht als Verlierer vom Platz gehen.

Obercastrop

, 02.08.2020, 19:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zweimal hatte Westfalenliga-Aufsteiger SV Wacker Obercastrop bei Testspielen das Nachsehen. Was nicht ungewöhnlich war. Das 0:5 gegen Fußball-Oberligist SV Schermbeck und das 1:2 gegen die Spvg Horsthausen (Landesliga) waren der Tatsache geschuldet, dass die Formation von Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu erst am Anfang der Vorbereitung steht. Erschwerend kommt hinzu, dass der Coach ja immer nur 15 Spieler wegen der Corona-Auflagen aufbieten darf.

Shabani setzt Nadelstiche

Uzunoglu selbst sagte nach dem Phönix-Spiel am Sonntag: „Das ist für alle anderen auch eine schwierige Situation. Heute zum Beispiel waren drei Akteure dabei, die noch keine Testspiel-Minute absolviert haben.“ So fielen bis zur 17. Minute nur zwei Aktionen auf, die der flinke Ramin Shabani auf der linken Seite mit knapp am Tor vorbeifliegenden Schüssen abschloss. Der Bochumer Torwart Adrian Brödner, dessen Bruder Marius bei der Spvg Schwerin zwischen den Pfosten agiert, konnte den Versuchen nur hinterherschauen.

In der zweiten Halbzeit erhielt der gebürtige Schweriner für einige gute Paraden häufiger Applaus von seinen Kollegen. In der 20. Minute hatte der bisher torlose Kick endlich etwas für die heimischen Fans zu beklatschen. Neuzugang Sebastian Freyni (vom SV Sodingen) zeigte nicht nur durch sein 1:0 (nach Flanke von Moritz Budde), dass er für die Wackeraner eine Verstärkung darstellen wird. Das Spiel, das am Ende 7:2 (2:0) ausgehen sollte, nahm Fahrt auf.

Martin Kapitza hatte in einer Szene in der 21. Minute dreimal die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen. Als das nicht gelang, wäre der Wacker-Stürmer scheinbar am liebsten im Kunstrasen versunken. Chancen gab es auf beiden Seiten. Die Bezirksliga-Kicker hebelten einige Mal die Wacker-Abwehr aus. Nur Torwart David Scholka verhindert ein Gegentor. Auf der Gegenseite war es dann Robin Franke, der zum 2:0 traf.

Joker Shala sticht

Recht zufrieden zeigte sich in der Halbzeitpause der 1. Wacker-Vorsitzende Martin Janicki nicht: „Es könnte auch 5:3 stehen.“ Die Treffer legte sein Team in der zweiten Hälfte nach. Zuerst aber traf doch Bochum zum 1:2-Anschluss. Elvis Shala, nach der Halbzeit eingewechselt, korrigierte das mit dem 3:1 fast postwendend. Das 4:1 legte ebenfalls Shala nach. Martin Kapitza traf zum 5:1, ehe Bochum noch einmal einnetzte. Nach dem 6:2 durch Dirk Jasmund sorgte Stefan Kitowski mir einem Kabinettstückchen für den 7:2-Endstand. Am Dienstag testet der SV Wacker beim Bezirksligisten FC Roy.

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