Wacker steht auf Rang drei - in der Rückrunde

Trainerwechsel zahlt sich aus

Was für eine wundersame Geschichte: Der Fußball-Bezirksligist SV Wacker Obercastrop, der auf einem Abstiegsplatz überwintert hatte, hat sich in der Rückrunden-Tabelle drei Spieltage vor dem Saisonende auf Platz drei katapultiert. In der allgemeinen Tabelle steht Wacker auf einem sicheren siebten Platz. Die Erfolgsgeschichte des Teams ist eng mit einem Name verbunden.

CASTROP-RAUXEL

, 27.05.2015, 20:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wacker steht auf Rang drei - in der Rückrunde

Für Wacker-Trainer Andreas Köhler gibt es ein Wiedersehen mit Datteln.

Ohne Trainer Andreas Köhler würde Wacker wohl nicht so weit oben stehen. Der Merklinder, der in Waltrop bei der Behörde arbeitet und in Ickern lebt, hatte nach seinem Wechsel von Eintracht Datteln zunächst selbst die Eiszeit in Obercastrop mitmachen müssen: Keine Spieler, Testspiele mussten abgesagt werden, der Abgesang schien für viele Insider schon getextet.

Köhler, der für Dennis Hasecke kam und den Aufsteiger aus Datteln in der Hinrunde auf Rang fünf geführt hatte, behielt jedoch in der Krisenzeit bei Wacker die Ruhe. Der 3:0-Sieg seiner Mannschaft beim bis dato souveränen Spitzenreiter, Teutonia/SuS Waltrop, setzte am Pfingstmontag das I-Pünktchen auf das bisher Geschehene. 37 Punkte haben die „Eriner“ nun auf der Habenseite, die Planungen für die neue Saison können jetzt auf Bezirksliga-Niveau geführt werden. Wenn sie es nicht schon sind.

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In der ersten Serie hatte es in 15 Spielen nur 16 Punkte gegeben, jetzt aus zwölf Spielen bereits 21. Übrigens: Köhlers Ex-Club aus Datteln steht in der Rückrunde auf dem vorletzten Platz und ist in der Gesamtrechnung auf Platz neun gelandet. Dreimal hat der neue Trainer mit Obercastrop verloren, doch selbst diese Niederlagen sah er als „nicht so dramatisch“ an.

Der neue Mann an der Linie strahlt Ruhe aus. Kritik an Schiedsrichtern gibt es nicht mehr - sicher auch, weil Köhler selbst aktiv als Referee mit der Pfeife agiert. Eine wohltuende Nebenwirkung der Trainerverpflichtung: Die Spieler blühten im Frühling förmlich auf. Köhler war plötzlich mit der Qual der Wahl konfrontiert. 

Niko Kresic hat nach langer Verletzungspause mit 16 Toren wieder seine Torjäger-Qualitäten gezeigt. Zudem traf das Trio aus Stefan Kitowski, André Pape und Cihangir Sahinli jeweils sieben Mal. Eine weitere Saison in der Bezirksliga ist für Wacker gesichert - angesichts von acht Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und nur noch drei ausstehenden Spielen sollte daran kein Zweifel bestehen. 

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