Während der Amateursport erwacht, spielt eine Castrop-Rauxelerin um die Meisterschaft

Wasserball

Der Amateursport erwacht allmählich. Bereits hellwach dagegen ist eine Sportlerin aus Castrop-Rauxel. Sie spielt ab dem Wochenende um den Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Castrop

, 28.05.2021, 14:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kim Büchter spielt am Wochenende um den Einzug ins Finale der Deutschen Wasserball-Meisterschaft.

Kim Büchter spielt am Wochenende um den Einzug ins Finale der Deutschen Wasserball-Meisterschaft. © Kim Büchter

Gut vier Wochen sind ins Land gezogen, seit sich die Wasserballerinnen des SV Blau-Weiß Bochum als Vorrunden-Gruppensieger für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Die Castrop-Rauxelerin Kim Büchter spielt in dieser Mannschaft.

Am 29. und 30. Mai gibt es für Blau-Weiß zwei Halbfinals in Berlin – genauer gesagt in der Schöneberger Schwimmhalle. Gegner in bis zu drei Spielen ist der Favorit Wasserfreunde Spandau. Wer zuerst zwei Partien gewinnt, zieht ins Finale ein. Für Bochum gegen Spandau sind aktuell nur zwei Spiele terminiert.

Kim Büchter: Spandau ist favorisiert

Ein Zeichen für das, was erwartet wird? „Spandau ist wegen der größeren Routine favorisiert. Wir könnten es aber schaffen, wenn alles optimal klappt, was wir trainiert haben“, ist Kim Büchter optimistisch. Bochum ist das jüngste Team in der Bundesliga.

In der Zeit zwischen der Vorrunde und dem Halbfinale haben die Wasserballerinnen in jeder Woche dreimal im Wasser trainiert – zweimal zusätzlich im Kraftraum. Es wurde somit alles getan für ein erfolgreiches Abschneiden.

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„Wir spielen gegen Spandau in Bestbesetzung. Am Ende im DM-Finale zu stehen, wäre schöner als um Platz drei zu spielen“, lebt bei Kim Büchter die Hoffnung auf ein erfolgreiches Halbfinale.

Bei Video-Analysen habe man die eigenen Fehler erkannt, aber auch die im Spiel der Spandauerinnen gesehen, so die Castrop-Rauxelerin. Nach einem 1:1 würde das dritte Halbfinale erneut in Berlin sein.

Kim Büchter winkt ein zweites Spiel in Berlin

Warum das? „Wir haben unser Heimrecht an Spandau abgetreten“, so die 17-Jährige. Käme es also zum dritten Spiel, steht für Blau-Weiß eine weitere Tour in die Hauptstadt an. Dieser Termin müsste erst noch festgezurrt werden.

Am 29. Mai geht es für die Bochumer Delegation um 10 Uhr los mit dem Vereinsbus. Bleibt zu hoffen, dass es eine Fahrt ohne größere Staus auf der Autobahn wird. Denn um 18 Uhr wird im Schöneberger Wasser erstmals gespielt – Sonntag (12.30 Uhr) folgt Partie zwei.

Parallel empfängt Bayer Uerdingen im Halbfinale die Wasserfreunde Hannover (Sa. 16.30 Uhr). Uerdingen hat Spiel eins mit 16:8 gewonnen. Sollte Hannover diesmal siegen, folgt am Sonntag (12 Uhr) sofort der dritte Halbfinal-Aufschlag.

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Die Wahrscheinlichkeit ist realistisch gesehen groß, dass Spandau und Uerdingen das DM-Finale bestreiten – Bochum und Hannover würden dann um Platz drei spielen. Die Chance auf Bronze wäre für Kim Büchter und Blau-Weiß dann sehr gut.

Trainer Frank Lerner würde mit Rang drei bei der Deutschen Meisterschaft sein Versprechen aus dem Jahr 2019 (Bochum war damals Bundesliga-Schlusslicht) einlösen, dass er in zwei Jahren einen Platz auf dem Treppchen erreicht.

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