Wanner Hund bekommt bei SG Szenenapplaus

Auf der Außenbahn

Ein Fußball-Trainer beobachtet die Konkurrenz, ein Co-Trainer muss selbst die Schuhe schnüren und bei einem Kreisligaspiel der SG Castrop wusste sich von den Gästen aus Wanne-Eickel vor allem ein vierbeiniger Zuschauer in Szene zu setzen. Diese und weitere Geschichten lesen Sie hier, "Auf der Außenbahn".

CASTROP-RAUXEL

, 14.12.2015 / Lesedauer: 3 min
Wanner Hund bekommt bei SG Szenenapplaus

Marc Olschewski (li.), Fußballer beim neuen Kreisliga A-Spitzenreiter SG Castrop, bekam tierischen Besuch in seinem „Arbeitsbereich“.

Andreas Köhler, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop, war am Donnerstagabend mit Vorstandsmitglied Martin Janicki als Zuschauer beim vorgezogenen Spiel des FC Frohlinde bei Teutonia/SuS Waltrop zu Gast. Als die 1:2-Niederlage der Frohlinder feststand und auch die Kunde vom 1:3 der Spvg Schwerin im Nachholspiel beim Erler SV nach Waltrop durchgedrungen war, konnte Köhler augenzwinkernd eine positive Bilanz für sein – an dem Abend spielfreies – Team präsentieren: „Wacker ist der einzige Castrop-Rauxeler Bezirksligist, der heute nicht verloren hat.“

Karl Schiemann, Vorsitzender des Handballvereins HSG Rauxel-Schwerin, war am Samstag wenige Minuten nach der 24:25-Niederlage seines Bezirksliga-Teams gegen Westfalia Hörde schon wieder zu Scherzen aufgelegt. Angesichts der unmittelbar nach der Partie beginnenden Weihnachtsfeier in der ASG-Sporthalle erinnerte er an das Vorjahr. „Damals sind wir auch mit einer Niederlage in die Weihnachtsfeier gegangen“, kommentierte Schiemann schmunzelnd in Richtung von Coach Stephan Speckbacher, „eigentlich hatten wir extra den Trainer gewechselt, damit das nicht noch mal passiert.“

Daniel Doering, Co-Trainer des Fußball-A-Kreisligisten SG Castrop, musste am Sonntag selbst die Fußballschuhe schnüren. In der Zweitvertretung der Castroper, die in der Partie gegen den FC Frohlinde II arge Personalprobleme hatte. Sowohl Doering als auch Altherren-Spieler Marcel Pietschmann wurden im zweiten Durchgang eingewechselt. Beide Routiniers konnten dem Spiel aber keine Wendung mehr geben, die SG II unterlag mit 0:1.

Marc Olschewski, Fußballer beim neuen Kreisliga A-Spitzenreiter SG Castrop, bekam während des Topspiels am Sonntag gegen die SF Wanne (3:1) tierischen Besuch in seinem „Arbeitsbereich“. Es lief nämlich ein kleiner schwarzer Hund auf den Platz und kam bei seinem „Ausflug“ auch Mittelkreis vorbei. Der aus Wanne-Eickel stammende Besitzer des Hundes nutzte eine Spielunterbrechung, um sein Haustier wieder einzufangen. Auf der Internetseite der SF Wanne war nach der Partie über den „Star des Tages“ zu lesen: „Er war in Castrop der Schnellste – und auch der einzige, der sich Szenenapplaus verdient hat.“

Helmut Dinter, Malermeister und Vorstandsmitglied beim Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin, kommentierte in der Vorwoche gegenüber dieser Zeitung zeitnah per Liveticker das Geschehen im Spiel seiner „Blau-Gelben“ beim Erler SV. Am Telefon war förmlich zu spüren, wie der Ur-Schweriner mit seiner „unter Form“ spielenden Mannschaft litt – die schließlich mit 1:3 verlor. Da vermisste man den richtigen Durchblick, aber den hatte ja auch der Schweriner Beobachter nicht immer. Dinter: „Ich kann das Spiel wegen der Lichtverhältnisse nur schlecht verfolgen; da hätte ich ein Nachtsichtgerät benötigt, wie wir es früher bei der Bundeswehr hatten.

Karsten Quante, Fußball-Trainer der Schweriner Bezirksliga-Mannschaft, legte beim 1:1 gegen den starken FC/JS Hillerheide jede Menge Meter an der Linie zurück, um mit seinen Leuten auf Ballhöhe zu sein. So lautstark engagiert dazu, dass der Schiedsrichter ihn sogar anmahnte, in seiner Coaching-Zone zu bleiben. Dass der Übungsleiter das überhaupt konnte, ohne an den Montag zu denken, war schon beachtlich. Denn tags darauf musste er sich einer Knieoperation unterziehen. Quante: „Alles Nachwehen aus meiner aktiven Zeit.“ Na denn, gute Besserung auf diesem Wege.

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