Warum Justice Agyeman den SV Wacker Obercastrop nach drei Wochen wieder verlassen hat

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Plötzlich lief Justice Agyeman im Trikot von Westfalia Wickede. auf Er rannte die linke Seite rauf und runter - doch eigentlich wurde er erst kürzlich beim SV Wacker Obercastrop vorgestellt.

Obercastrop

, 12.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So schlecht ist die Vorbereitung für den neuen alten Linksfuß von Westfalia Wickede gar nicht gelaufen. Er gewann mit dem SV Wacker Obercastrop die Stadtmeisterschaft und war sogar mit einem Tor direkt am Finalsieg beteiligt. Doch irgendwie passte es dann wohl doch nicht mit dem neuen Klub.

Denn am Dienstagabend lief Justice Agyeman plötzlich wieder für Westfalia Wickede auf. Beim 4:3 (0:3)-Testspielsieg gegen den Landesliga-Tabellenführer Kirchhörder SC rannte der bullige 21-Jährige die linke Außenbahn hoch und runter, als wäre er nie weggewesen: „Er hat sich in Obercastrop nicht so wohl gefühlt“, sagte Trainer Alexander Gocke noch am Abend, „und da haben wir ihm gesagt, dass er sich bis zum Winter bei uns beweisen kann.“

Gocke ist vollends überzeugt von den fußballerischen Fähigkeiten des in der Jugend neun Jahre lang beim BVB ausgebildeten Spielers: „Ich schätze seine Art, Fußball zu spielen, sehr. Er hat einen genauen Plan von dem, was er tut“, sagt Gocke, „nur fitnesstechnisch müssen wir gucken.“

Agyeman spricht von einer „Super-Mannschaft“ - in Wickede

Justice Agyeman, erst in diesem Sommer zu Obercastrop gewechselt, sieht das genauso, arbeitet nun täglich an seiner körperlichen Verfassung. Seinen Job als KFZ-Mechatroniker bei Automobile Darmas hat er nicht mehr, dafür ist er nun zurück bei „einem Super-Trainer und einer Super-Mannschaft“, wie Agyeman sagt.

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Eigentlich wollte er versuchen, mindestens eine Liga höher anzugreifen. Doch als das nicht klappte und sich auch das Engagement in Obercastrop nicht so gestaltete wie gewünscht, „da habe ich mir gesagt, dann gehe ich lieber nach Wickede zurück“.

Ein Anruf beim Sportlichen Leiter der Wickeder, Emre Konya, später war die Sache erledigt. „Er ist natürlich auch zu uns zurückgekommen, weil er weiß, was er in Wickede hatte“, sagt Konya.

So begründet Steffen Golob den Abgang von Justice Agyeman

Gekostet hat der Wechsel die Wickeder laut Konya nichts. Was wohl auch daran liegt, dass sie in Obercastrop nicht ganz so traurig über den Abgang sind: „Justice hat drei Wochen lang in der Vorbereitung bei uns mittrainiert. Aber es hat einfach nicht gepasst, daher haben wir ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen“, sagt Steffen Golob.

Der Sportliche Leiter und Co-Trainer des SV Wacker Obercastrop hatte Agyeman bei der Verpflichtung noch gelobt: „Von der Qualität her könnte er auch in der Regionalliga spielen. Aber dafür muss bei ihm alles stimmen.“

Es stimmte nicht alles. Agyeman selbst nennt „private Gründe“ für seinen Abgang vom ambitionierten Landesligisten und will nun in Wickede zu alter Stärke finden: „Ich freue mich, wieder hier zu sein“, sagt Agyeman.

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