Weltmeisterin spielt für Merklinder Gitarre

Auf der Außenbahn

Eine verloren gegangene Mannschaft, ein Trainer als Wahrsager, ein Ruderer auf Skiern, ein nicht so Handy vernarrter Fußballer, eine ausgiebige Siegesfeier trotz Niederlage und ein interessantes Fazit. Wir haben die schönsten Geschichten aus Castrop-Rauxels Sport für Sie gesammelt.

CASTROP-RAUXEL

, 23.01.2017, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weltmeisterin spielt für Merklinder Gitarre

(v.l.) Jimmy Thimm, Malte Jakschik, Patrick Stich, Therese Klompenhouwer, Dennis Hasecke, Randolf Mertmann

Dennis Hasecke, Fußball-Coach des Kreisliga A-Spitzenreiters SG Castrop, war am Freitagabend mit einem eigenen Trainingsgerät unterwegs. Er fuhr Fahrrad während der Laufeinheit seiner Schützlinge, die von der Bahnhofstraße zunächst Kurs auf die Altstadt nahmen. Im Dunkel verloren Hasecke und sein Co-Trainer Marco Taschke die entlaufenen Kicker aus den Augen. Ein Reporter dieser Zeitung konnte beim Entladen seines Autos dem Duo den Hinweis geben, dass ihre Mannen ihnen 100 Meter voraus waren. Hasecke bedankte sich für die Information – und fügte nach der Identifizierung der Stimme hinzu: „Aber nicht wieder darüber schreiben.“ Tja, ist hiermit schon geschehen.

Randolf Mertmann, Trainer der Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin, betätigte sich in der Pause des Spiels beim FC Erkenschwick als Wahrsager. „Der Gegner weiß noch gar nicht, dass er hier heute verlieren wird“, habe er seinen Schützlingen in der Kabine auf den Weg gegeben, berichtete der Übungsleiter. Seine Vorhersage mutete angesichts des 6:9-Rückstands der HSG recht forsch an, allerdings sollte Mertmann Recht behalten: Seine Mannschaft drehte den Spieß im zweiten Durchgang noch um und ging mit einem 20:17-Sieg vom Parkett.

Malte Jakschik, Ruderer beim RV Rauxel, war am Wochenende auf ungewohntem sportlichen Terrain unterwegs. Mit einigen Mannschaftskameraden aus dem Team Deutschland-Achter unternahm er einen Ausflug ins Sauerland, um als Ski-Langläufer aktiv zu werden. Ein Foto der Aktion stellten die Ruderer auf der Internet-Plattform Facebook zur Schau – versehen mit dem selbstironischen Kommentar: „Fazit: Es hat riesigen Spaß gemacht. Ohne uns ist die Loipe aber wohl sicherer.“

Marco Gruszka, Trainer der Spvg Schwerin in der Fußball-Bezirksliga, erzählte am Rande des Testspiels gegen BW Huckarde (4:1), dass er nicht so viel von Mobiltelefonen hält, obwohl er als Experte der Informationstechnik (IT) gerne alles vernetzen und verdrahten würde. Als wieder einmal ein Handy im Dunstkreis der Reservebank klingelte, sagte der Ex-Profi: „Ich lege mein Handy oft zur Seite und schalte es auch für längere Zeit mal aus.“

Jimmy Thimm, Spieler und Co-Trainer beim Fußball-Bezirksligisten FC Frohlinde, erklärte – während sich seine Kollegen beim 6:0 im Testspiel gegen Arminia Holsterhausen in Torlaune zeigten – warum Torwarttrainer Holger Holz am Sonntag nicht anwesend war. Dieser saß nämlich zur gleichen Zeit mit dem früheren FCF-Coach Jürgen Litzmanski im Auto auf dem Weg zu einem einwöchigen Ski-Urlaub in Österreich. Thimm sagte: „Das hat Tradition. Das machen sie schon seit einigen Jahren – immer zur gleichen Zeit.“

Therese Klompenhouwer, Dreiband-Weltmeisterin aus den Niederlanden, die mit ihrem SCB Langendamm beim ABC Merklinde in der 2. Bundesliga verlor, machte gute Miene zum bösen Spiel. Obwohl sie frustriert ob ihrer Niederlage gegen Jörg Ikenmeyer schien, nahm sie aktiv an der ausgiebigen Siegesfeier im Bürgerzentrum teil – und zwar mit Gesang und Gitarren-Spiel. Das Instrument hatte sie aus ihrem Auto geholt, wie ABC-Vorsitzender Gerd Haumann berichtete.

Patrick Stich, Fußball-Trainer von Arminia Ickern (Kreisliga A), musste seine Zusammenfassung des Testspiels gegen SW Meckinghoven für den Berichterstatter dieser Zeitung noch einmal erläutern. Auf der Facebook-Seite der Arminen im Internet lautete das Fazit der Partie nämlich: „Vorne pfui, hinten pfui.“ Damit meinte Stich, dass im Spiel nach vorne oftmals im letzten Moment die falschen Entscheidungen getroffen worden seien. Auch die Defensive hätte zu einfach verteidigt, was Meckinghoven drei Treffer bescherte.

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