Wie der FC Frohlinde sein Vereinsheim umbaut

Neubau

Als am 4. Dezember 2015 der 1. Vorsitzende des FC Frohlinde, Robert Janßen, zahlreiche Gäste für den ersten Spatenstich zum Umbau und Erweiterung des Vereinshauses begrüßte, war die Euphorie rund um das Projekt riesengroß.

CASTROP-RAUXEL

, 10.03.2016, 20:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Baustelle beim FC Frohlinde an der Brandheide.

Die Baustelle beim FC Frohlinde an der Brandheide.

Doch die ersten richtigen „Spatenstiche“ förderten doch gleich ungeahnte Probleme zutage, wie der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Hüning, der sich um die Bauphase mit Michael Ebert aus dem Vereinsbeirat kümmert, berichtete: „Wir haben unter dem alten Fundament unerwartet Hauptwasserrohre gefunden, die wir allesamt erneuern müssen; dazu kam auch noch das schlechte Wetter, das alles Weitere erschwerte.“

Dennoch sind die ersten Bewegungen rund um das alte Vereinsheim zu sehen. Bagger und Baumaschinen waren im Einsatz, haben den Boden für den Unterbau der Treppe zum Obergeschoss bereitet.

Drei Umkleidekabinen mit Duschen und ein großer Mehrzweckraum für sportliche Aktivitäten sind für die erste Etage geplant. Im Parterre wird eine große Kabine entstehen, in der verletzte Spieler auch behandelt werden können.

Und auch in Sachen Energie gehen die Frohlinder neue Wege. Die Photovoltaik-Anlage, die bislang schon den Strom lieferte – und sich bei einem Anschaffungswert von 30.000 Euro schon amortisiert hat, wird auf dem neu errichteten Stockwerk durch eine Solaranlage zur Wärmegewinnung ergänzt. Daher sind Fördergelder für den Umbau und die so genannten „energetische Ertüchtigung“ der Umkleidekabinen beantragt worden.

Verein nimmt Geld in die Hände

Auf 350.000 Euro sind die Neubaukosten veranschlagt. FCF-Beirats-Mitglied Michael Ebert hatte schon angeführt: „Das ist für einen Verein natürlich viel Geld, das man in dieser Summe nicht alleine stemmen kann; aber es gibt ein Sportstätten-Finanzierungs-Programm mit einer Laufzeit von 20 Jahren.“ Hüning ergänzt: „Gut, dass wir im Verein Leute verschiedener Gewerke haben, wodurch wir die nötige Eigenleistung erbringen können; wir wollen zur neuen Saison fertig sein.“

Die Frohlinder nehmen wieder jede Menge Geld in die Hände. Wie beim 2011 gebauten Kunstrasenplatz. Da brachte der Verein 270.000 Euro auf, von der Stadt kamen 180.000 Euro dazu. Im Jahr 2013 wurde nebenan der neue Parkplatz erstellt. Von den benötigten 30.000 Euro übernahm die Stadt 12.500 Euro. Dazu passt der launige Spruch von Jörg Wunsch, dem Sportlichen Leiter des FC Frohlinde vom Sonntag. Er sagte: „Wir investieren nicht nur in Beine, sondern auch in Steine.“

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