Zweite Niederlage in Folge für Frohlinde, der SV Wacker siegt zum fünften Mal

rnFußball-Wochenende

Durch ein Tor in der 94. Minute verlor der Landesliga-Spitzenreiter FC Frohlinde gegen den SSV Buer. Die Obercastroper Erfolgsserie geht weiter. Berichte zu den Partien bis zur Kreisliga B.

Castrop-Rauxel

, 07.04.2019, 21:50 Uhr / Lesedauer: 10 min

Als das entscheidende Tor zum 0:1 im Spiel des Landesliga-Spitzenreiters FC Frohlinde gegen den SSV Buer (7.) fiel, war es bereits sehr hektisch geworden an der Brandheide.

FC Frohlinde - SSV Buer 0:1 (0:0)

FROHLINDE: Schultz; Neese, Metz (55. Führich), Matuszak, Behrend, D. Wurst, Kothe (72. Schurawski), Tielker, Obi, Brewko, Flaczek.

Tore: 0:1 (90.+4).

Bes. Vorkommn.: Rote Karte (77.) gegen D. Wurst wegen Meckerns.

Zuschauer: 217.

In der Schlussphase sah erst Dustin Wurst förmlich aus dem Nichts die Rote Karte (77.). Auf Anfrage der vielen verletzten Kollegen, die hinter der Bande standen, sagte der ansonsten so ruhige Innenverteidiger: „Ich habe den Schiri gefragt, ob er was getrunken hätte.“

Referee Lasse Lütke-Kappenberg (Münster) hatte sich nun endgültig den Unmut der Hausherren zugezogen. Dabei sollte der negative Höhepunkt noch in der Nachspielzeit folgen. Nach einem Stürmerfoul lag Safa Obi im Fünfmeterraum verletzt am Boden. Das Spiel lief weiter – und irgendwie brachte ein wohl im Abseits stehender Gegenspieler den Ball an Torwart Daniel Schultz zum 0:1 (90.+4) über die Linie.

Comeback von Schultz

Hinterher wetterte auch der Keeper, der überraschend nach seiner Handverletzung ein sehr gutes Comeback gefeiert hatte und die beste Sicht auf die Szene besaß: „Das war klar ein Stürmerfoul gegen Safa.“ Der Sportliche Leiter Jörg Wunsch sagte noch entrüsteter zum Reporter dieser Zeitung: „Das war das schlechteste Schiedsrichter-Gespann, das ich hier je gesehen habe, das können Sie ruhig so schreiben.“

Trotzdem werden sich die Wellen der Enttäuschung an der Brandheide schnell gelegt haben. Denn die verfolgende Konkurrenz konnte die zweite Niederlage in Folge des Spitzenreiters nicht zum eigenen Vorteil nehmen. Der zweite SV Obersprockhövel verlor daheim gegen Firtinaspor Herne mit 1:2 – und der SV Sodingen fast sensationell mit 0:6 gegen den SV Brackel. Bei all der Zahlenspiel-Geschichte darf natürlich auch nicht der Kick gegen den SSV Buer vergessen werden.

Frohlinde startete mit einem arg dezimierten Kader. Vor allem der Offensive tat das nicht gut, dass Torjäger Dietrich Liskunov mit einer Zerrung in der Bauchmuskulatur zuschauen musste. Er, wie alle die anderen Verletzten aus der Stamm-Formation, fieberte in Nähe der Trainerbank mit. Denn Chancen, um das Spiel schon in der ersten Halbzeit in eine entscheidende Richtung zu drehen, waren vorhanden. Einmal war es Dominik Behrend, der in der vierten Minute mit einem Volleyschuss aus 18 Metern am gegnerischen Torwart Kevin van Holt scheiterte. Beim zweiten Mal kam der Routinier erneut nicht an Buers Nummer Eins vorbei. Das größte Ding vergab allerdings Lukas Kothe. Der 21-Jährige, der in der zweiten Mannschaft Tore wie am Fließband erzielt, chippte die Kugel frei aus zwei Metern über den Querbalken. Als Behrend dann das doch vermeintliche 1:0 (43.) erzielte, wurde er wegen angeblicher Abseitsposition zurückgepfiffen. Schon diese Entscheidung sahen viele Fans der heimischen Gemeinde als sehr fragwürdig an.

Zweite Niederlage in Folge für Frohlinde, der SV Wacker siegt zum fünften Mal

Wacker-Kapitän Moritz Budde (l) hielt am Sonntag Kaiseraus Lukas Manka in Schach. © neumann

SuS Kaiserau - W. O´castrop 1:3 (0:0)

OBERCASTROP: Ebeling; Fritsch, Mar. Hoffmann, Schröder (90. Jasmund), Martinez, Shala (87. Wagener), M. Budde, L. Budde (61. Herder), Franke, Cordero Astacio, Can.

Tore: 0:1 (59.) Shala, 0:2 (85.) Schröder, 1:2 (87.), 1:3 (90.) Wagener.

Zuschauer: 250.

Der SV Wacker Obercastrop lässt sich in der Fußball-Landesliga wohl nicht mehr beirren: Mit dem 3:1 (0:0) bei SuS Kaiserau (9.) feierte das Team von Trainer Aytac Uzunoglu den fünften Sieg in Folge.

Die 15 Punkte schön aufgereiht in Serie spülten die Obercastroper, die sich einst mit Abstiegsplätzen herumschlagen mussten, mit nun 38 Zählern auf Platz fünf hoch. Die Siegesserie macht Mut. Obwohl sie mit einem kleinen Kader nach Kamen gereist waren, übernahmen die Gäste das Zepter. Trainer Uzunoglu sagte hinterher: „Wir haben die erste Hälfte dominiert, nur nicht unsere Torchancen genutzt.“ Zwei große Chancen brachte Elvis Shala nicht unter. Der Trainer relativierte: „Der Torwart hat da wirklich klasse gehalten.“

Shala trifft

Dann war es Sascha Schröder, der den Ball über die Torlinie schoss und auch Linus Budde scheiterte. Aber was heißt schon „Scheitern“.

In der 59. Minute war es dann Shala, der nach Pass von Robin Franke mit dem ersten Treffer den Torknoten löste. Es kam noch besser. Wenn auch viel später.

Gastgeber ohne Chance

Die Hausherren besaßen bis dahin nur eine kleine Chance nach einem Eckball. Viel effektiver agierten derweil die Gäste. Die hatten sich zurückgezogen und auf Konter-Situationen gewartet. Shala sprintete auf der linken Seite auf und davon und Konter-Nutznießer war Schröder in der Mitte, der den Querpass zum 2:0 (85.) nur einschieben musste. Die Entscheidung? Von wegen. Nur zwei Minuten später (87.) gelingt Kaiserau der Anschluss.

Spannung kam nicht auf, erzählte Trainer Uzunoglu. Der wechselte in der 87. Minute Alexander Wagener für Shala ein. Der Stürmer „im Ruhestand“ hatte seinem Coach signalisiert: „Ich brauche nur fünf Minuten für ein Tor.“ Der erfahrene Mann hat Ahnung, sein 3:1 (90.) kam wie vorhergesagt.


Zweite Niederlage in Folge für Frohlinde, der SV Wacker siegt zum fünften Mal

Hier konnten sich die Schweriner noch freuen. Bereits nach drei Minuten hatte Erdem Gönül (Mitte) für das 1:0 gegen den SC Hassel gesorgt. Am Ende verloren die Blau-Gelben nach einem Tor in der 92. Minute mit 2:3. © Volker Engel

Spvg Schwerin - SC Hassel 2:3 (1:2)

SCHWERIN: Brödner; Dykierek, Sänger, Horn, Neumann (80. Allali), Decke, Gönül (86. Gruszka), Wikczynski (51. Chrobock), Gö. Ceylan, Rupieper, Jürgens.

Tore: 1:0 (3.) Gönül, 1:1 (29./ET), 1:2 (45.+2), 2:2 (87.) Rupieper, 2:3 (90.+2).

Zuschauer: 80.

Es soll bitte niemand herummäkeln, dass der Fußball-Bezirksligist Spvg Schwerin (11.) nicht alles versucht hätte, um aus der Gefahrenzone zu kommen. Allein der Griff in die Auswechselkiste mit dem A-Junior Nico Chrobok (51.), A-Junioren-Coach Zouhair Allali (80.) sowie Senioren-Trainer Marco Gruszka (86.) zeigte Mut. Alles Risiko wurde allerdings nicht belohnt: Der SC Hassel (4.) gewann mit 3:2.

Die Knackpunkte dieser Niederlage liegen bei den kämpferisch überzeugenden Schweriner Fußballern auf der Hand – mit einem Eigentor und zwei weiteren Gegentoren in den Nachspielzeit der beiden Halbzeiten. „Wir wollten den Sieg, da ein Punktgewinn nur einen kleinen Unterschied macht und in unserer Situation einfach zu wenig ist“, sagte Trainer Gruszka kurz nach dem Schlusspfiff auf die Frage, warum Schwerin nach dem 2:2-Ausgleich (87.) die Abwehr nicht dichtgemacht habe.

1:0 nach drei Minuten

Dabei begann das Spiel optimal für die Blau-Gelben: Hassels Jannik Lambertz verstolperte an der Sechzehner-Linie einen sicheren Ball, Erdem Gönül sagte „Danke!“ und netzte ein zum 1:0 (3.). Es folgten Minuten auf Augenhöhe ohne Chancen für beide Teams. Dann das 1:1 (28.). Hassels Seldin Malkoc setzte sich über die rechte Seite durch und zog aus kurzer Distanz ab. Schwerins Dykierek versuchte auf der Torlinie zu retten, was nicht mehr zu retten war, und bugsierte den Ball ins eigene Netz. Bitter für Schwerin: Als die 80 Fans auf den Halbzeitpfiff warteten, gelang Hassel durch Malkoc noch das 2:1 (45.+2).

Nach Wiederbeginn hatten zunächst die routinierteren Hasseler das Spiel im Griff, ohne daraus Kapital zu schlagen. Im Gegenteil: Gönül hatte nach einem Gäste-Fehler im Strafraum das 2:2 auf dem Schlappen, war aber wohl zu überrascht, den Ball zu bekommen und schoss Keeper Bosnjak aus sechs Metern an.

In der Schlussphase setzte Schwerin alles auf die Karte Angriff. Sollte es trotzdem zunächst nichts werden mit dem 2:2, schlugen die Blau-Gelben in Minute 87 zu. Bei einem Gewühl im Fünf-Meter-Raum stand Marvin Rupieper goldrichtig und netzte das Spielgerät ein.

2:3 in der 92. Minute

Sollte es das gewesen mit zumindest einem Punkt nach drei Niederlagen? Nein! Der letzte Angriff überhaupt brachte Hassel das 3:2 (90.+2), als Malkoc eine Flanke von der rechten Seite im zweiten Nachsetzen aus Nahdistanz über die Linie drückte.

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Zweite Niederlage in Folge für Frohlinde, der SV Wacker siegt zum fünften Mal

Timo Ballmann (r) ging für Castrop diesmal leer aus. © Volker Engel

Horst-Emscher II - SG Castrop 2:2 (1:0)

CASTROP: Niemeyer; Lukat, B. Meyer-Drabert, Helmig, Bellahcen, Springwald, Schenkel, Wagener, Ballmann, Rupieper, Holtkamp.

Tore: 1:0 (45.+1), 2:0 (58.), 2:1 (75.) Kourouma, 2:2 (86.) Kourouma.

Bes. Vorkommnis: (59.) Gelb-Rote Karte gegen einen Horst-Emscher-Spieler.

Zuschauer: 75.

Bezirksligist SG Castrop hatte nach dem 0:0 von Westfalia Langenbochum am Freitagabend gegen den BV Rentfort die Chance, dem Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga auf den Pelz zu rücken – verpasste das aber durch ein 2:2 beim abstiegsbedrohten SV Horst-Emscher II.

„Wir hatten Torchancen in Hülle und Fülle, haben diese nicht genutzt – und so durch eigene Dummheit nicht gewonnen“, kommentierte Trainer Dennis Hasecke das „viel zu magere 2:2“. Da Spitzenreiter Disteln beim SV Zweckel 2:1 siegte, klebt die SG Castrop weiter auf Tabellenplatz drei fest, ohne Boden gutgemacht zu haben.

Wie groß die Castroper Überlegenheit in Horst-Emscher war, zeigen allein 14:0 Ecken in den ersten 45 Minuten. Das Tor in Halbzeit eins aber schoss der Gastgeber: Nach einem langen Ball in den Strafraum traf Baris Aydin zum 1:0 (45.+1). Fußball verkehrt. Doch es sollte schlimmer kommen für die aktiveren und überlegenen Castroper. Ein Konter, und es stand 2:0 (58.) durch Chris-Nico Lantermann.

Tore in Überzahl

Wenig später kassierte Horst-Emscher II eine Gelb-Rote Karte (59.). Zu mehr als einem 2:2 reichte es trotzdem nicht für Castrops Fußballer. Aber immerhin: Der in der 68. Minute eingewechselte Youssouf Joe Kourouma rechtfertigte seinen Einsatz mit dem 2:1 (75.) und 2:2 (86.). Trainer Hasecke bedauerte: „Da war für uns viel mehr drin als nur ein Punktgewinn.“

Kreisliga A HER

FC Frohlinde II - Fort. Herne II 1:2 (1:0)

FROHLINDE II: Brandenburger, Rehling (83. Haggart), Salloch, D. Vierhaus, Klaus, Kuit, Ruffer, Homann, Karajic, Büker (65. Göbel), Hermann.

Tore: 1:0 (23.) I. Homann, 1:1 (83.), 1:2 (89.).

SuS Merklinde - RWT Herne 2:1 (0:0)

MERKLINDE: Möhrs; Turan, Do. Bönnemann, Pögel, Gaida, Durmis, Ott (83. Dewender), Murano, Lavrentiadis (73. Urbanski), Da. Bönnemann, Mbunga (46. T. Broll).

Tore: 1:0 (80.) Durmis, 1:1 (85.), 2:1 (90./ET).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte (86.) gegen einen Merklinder Spieler. Gelb-Rote Karte (89.) gegen einen Herner Spieler.

DSC Wanne II - FC Castrop-R. 0:4 (0:1)

CASTROP-RAUXEL: Reimann, Strieder, Se. Cakir (85. Laudien), O. Cakir, Schäfer, Dschaak, Keusch, Junge, Öz, Ay. Celik.

Tore: 0:1 (12.) Junge, 0:2 (52./FE) Kasprzak, 0:3 (78.) Dschaak, 0:4 (80.) Junge.

VfB Börnig - Arminia Ickern 3:2 (1:0)

ARMINIA: Sykora, Alm. Alic, Chr. Kampe, Höfener, El Ouanjli, Welskopf, Rasinlic, Ala. Alic, Weitz (46. Pöschl), Pizolka, Jakowlaw.

Tore: 1:0 (25.), 1:1 (50.) Rasinlic, 2:1 (55.), 2:2 (65.) Ala. Alic, 3:2 (65.).

In der Fußball-Kreisliga A Herne/Castrop-Rauxel hatte der SC Arminia Ickern (14.) die Chance, mit einem Erfolg beim VfB Börnig den Klassenverbleib in trockene Tücher zu legen. Die Gelegenheit verpasste das Team von Coach Stephan Böhm am Sonntag durch eine 2:3 (0:1)-Niederlage beim Tabellen-Achten.

Dabei hatten Jamin Rasinlic (50.) und Alan Alic (65.) zweimal für einen Ausgleich gesorgt. Hernes Philip Meyer gelang allerdings nach dem Tor von Alic postwendend der 3:2-Siegtreffer.

Vorhersehbar war der 4:1-Sieg des Ickerner Tabellennachbarn TSK Herne (15.) bei Schlusslicht Arminia Holsterhausen. Ickern hat sechs Spiele vor dem Saisonende nur noch zehn Punkte Vorsprung auf TSK Herne.

Bestes heimisches Team im Kreisliga-Oberhaus ist weiterhin der FC Castrop-Rauxel (6.) nach dem 4:0 (1:0) beim DSC Wanne II (9.). Doppeltorschütze war hier Niklas Junge.

Der SuS Merklinde (10.) überholte durch einen 2:1 (0:0)-Sieg gegen RWT Herne (3.) den FC Frohlinde II (11.). Die SuS-Tore fielen spät: durch Emil Durmis (80.) sowie ein Eigentor (90.).

Frohlinde II kassierte durch ein 1:2 gegen Fortuna Herne die dritte Niederlage in Folge. A-Junior Ilias Homann hatte für das 1:0 gesorgt. Die Herner Tore fiel spät: in der 83. und 89. Minute.

Zweite Niederlage in Folge für Frohlinde, der SV Wacker siegt zum fünften Mal

Mathias Köhnen (rotes Trikot) und sein TuS Henrichenburg mussten nach einer Gelb-Roten Karte gegen Lukas Wels über 50 Minuten in Unterzahl spielen. Am Ende verlor der TuS mit 1:2 gegen Borussia Ahsen. © Volker Engel

Kreisliga A2 RE

TuS Hen´burg - Bor. Ahsen 1:2 (0:1)

HENRICHENBURG: Frecker; Waack, Schaack, Chr. Grum, Kobylanski, Wels, Nelson, Philipp, Köhnen, J. Niewind, Kristler.

Tore: 0:1 (7.), 0:2 (58.), 1:2 (66.). J. Niewind.

Bes. Vorkommn.: Gelb-Rote Karte (38.) gegen Henrichenburgs Wels wegen wiederholten Meckerns.

Die Abstiegsangst wird größer beim Recklinghäuser A-Kreisligisten TuS Henrichenburg (16.). Die 1:2 (0:1)-Niederlage im Heimspiel gegen den SV Borussia Ahsen (8.) war die fünfte Niederlage in Folge für den TuS.

Bereits nach sieben Minuten musste TuS-Schlussmann Carlos Frecker das erste Mal hinter sich greifen. Eine Flanke von der linken Seite konnte Henrichenburgs Innenverteidiger Felix Schaack nicht mehr klären, sodass Borussia-Angreifer Lukas Blasey ohne große Mühe zur 1:0-Führung einschieben konnte. Die Henrichenburger brauchten in der Folgezeit etwas, um diesen frühen Rückstand zu verarbeiten.

Erst nach knapp 20 Minuten wurde es das erste Mal gefährlich vor dem Ahsener Gehäuse. Die scharfe Flanke von Simon Waack setzte Julian Niewind jedoch aus sechs Metern über das Tor. Abgesehen von einem Pfostenschuss von Ahsens Justin Brinkmann (34.) waren in der ersten Halbzeit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten an der Lambertstraße Mangelware.

Spielgestalter muss vom Platz

Eine entscheidende Situation ereignete sich dann in der 39. Minute. TuS-Spielgestalter Lukas Wels leistete seiner Mannschaft einen Bärendienst, indem er wegen zweimaligen Meckerns mit einer Gelb-Roten Karte vom Spielfeld gestellt wurde. Besonders kurios: Nico Böcker stand schon an der Seitenlinie zur Einwechslung von Wels bereit, nachdem Schiedsrichter Ralf Groß den TuS-Trainer Kaczorowski bereits nach der ersten Gelben Karte gegen Wels darauf hinwies, dass dieser kurz vor einem Platzverweis stünde. Somit mussten die Henrichenburger 50 Minuten in Unterzahl agieren.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Ahsen durch einen direkt verwandelten Freistoß von Tobias Büning (58.) zunächst auf 2:0 und hätte in der Folgezeit noch weitere Treffer nachlegen können. Doch TuS-Schlussmann Carlos Frecker hielt mehrfach glänzend.

Als Julian Niewind dann in der 66. Minute zum 1:2-Anschluss traf, bäumten die Henrichenburger sich noch einmal auf. Beinahe wäre der TuS auch noch belohnt worden, doch einen Kopfballtreffer von Philip Wihler (89.) aus dem Gewühl heraus pfiff der Schiedsrichter zurück, weil er zuvor ein Foulspiel gesehen hatte.


Kreisliga B1 HER/CR

VfB Habingh. - Wacker O´castrop II 4:2 (1:1)

HABINGHORST: Jarkulisch; Both, Teuber, Kock (82. E. Caliskan), Gorzolnik, F. Latrach (46. Fritz), Schlingermann, Eckey, Steger, Deric (79. P. Meyer), Schrimpf – OBERCASTROP II: Bals; Kocakaya (70. Atzeni), Janicki, Kittig, K. Schulz, Korn, von Preetzmann, Stammers, Froncek, Pape.

Tore: 1:0 (11.) Eckey, 1:1 (26.) K. Schulz, 2:1 (59.) Both, 3:1 (70.) Teuber, 4:1 (85.) Both, 4:2 (86.) Stammers.

Die Grüße kamen an. Gefreut darüber haben sich die Kreisliga-B-Fußballer von Eintracht Ickern nicht. Dennis Teuber wird sie mit Vergnügen provoziert haben. Der Goalgetter des VfB Habinghorst lief nach seinem Treffer zum 3:1, der einer Vorentscheidung im von der Redaktion ausgewählten Spiel des Tages gleich kam, in Richtung des Ickerner Anhangs und hielt die Hände hinter die Ohren: „Habt Ihr gedacht, Ihr könnt uns gefährlich werden?“

Die Hoffnungen der Eintracht waren damit zunichte gemacht. Nach dem Kantersieg bei Falkenhorst II (21:3) waren die Spieler in die Kampfbahn Habichthorst gekommen, um den Aufstiegskonkurrenten VfB unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht, so muss die Hoffnung gewesen sein, straucheln die Habinghorster gegen Obercastrop II. Ganz unbegründet waren diese Gedanken nicht. Im Hinspiel, das Habinghorst dank eines Dreierpacks von Teuber mit 4:3 gewann, bot Wacker lange Paroli. Das tat der Tabellenvierte auch diesmal wieder. Mit einer Fünferkette in der Verteidigung stand Wacker tief. Das VfB-Angriffstrio um Teuber, Dennis Both, und Dennis Kock bewegte sich wenig und nahm zu Beginn kaum am Spiel teil. Tim Eckey sprang in die Bresche, besorgte die 1:0-Führung mit einem Freistoß fast von der Mittellinie, der über den desorientierten Wacker-Keeper Benedikt Bals hinweg ins Tor segelte (11.). 15 Minuten später sorgte Ken Schulz für den Ausgleich. Der Habinghorster Fahd Latrach verlängerte einen Einwurf unglücklich in Richtung des eigenen Tores – vergaß dabei jedoch Schulz. „Dadurch haben wir völlig das Selbstvertrauen verloren, was ich nicht verstanden habe“, sagte Spielertrainer Marc Olschewski. Dennis Both fand es mit dem 2:1-Führungstreffer erst in der 59. Minute wieder. Er nickte mit dem Kopf die sehenswerte Hereingabe von Justin Schlingermann ein. Teuber machte anschließend mit dem 3:1 alles frühzeitig klar (70.). Dabei nutzte er einem Fehler von Bals aus, der einen schwachen Schuss von Eckey nicht feshielt.

Unangenehmer Gegner

Fünf Minuten vor Schluss traf Both noch zum 4:1. Das postwendende 2:4 von Joshua Stammers war aus VfB-Sicht unnötig, blieb aber bedeutungslos. Die drei Punkte sind für die Habinghorster ein Meilenstein auf dem Weg zum Aufstieg – gegen einen schwierigen Gegner. „Wacker ist grundsätzlich immer sehr unangenehm zu spielen, das wussten wir vorher“, so Olschewski. Obercastrops Trainer Christian Heyn sagte: „In den entscheidenden Situationen verlieren wir die Übersicht und sind inkonsequent.“

SF Hab./Dingen - Spvg Schwerin II 5:3 (2:2)

HABINGHORST/DINGEN: E. Yilmaz (84. Nickel); Gröne, Kirkkilic, Bü. Ertürk, Baschar (25. I. Bahcecioglu), Kessen, Neagu (54. B. Ersin), Demircan, Tiris, Kurnaz, Mu. Ertürk – SCHWERIN II: Lindner; Dinter, Lau, Hinerasky (7. Giwjorra), Wulf (46. Achakzi), Demiryürek, G. Mavridis, Brand, Hamann, Genc (81. Struckmeyer), Braun.

Tore: 0:1 (18.) Lau, 0:2 (26.) Dinter, 1:2 (30.) Mu. Ertürk, 2:2 (40.) Kirkkilic, 2:3 (49.) Hamann, 3:3 (89./E.) Tiris, 4:3 (90.+8) Kirkkilic, 5:3 (90.+23) Demiryürek.

Vict. Habinghorst - FC Herne 57 4:2 (2:0)

VICTORIA: Cittrich; Zaid, G. Henseleit (57. Sausmikat), Sadikovic (80. Gerlach), Burkhardt, Klawitter, Schemann (75. J. Schmitz), Grenda, Kremer, Knauer, Scheidle.

Tore: 1:0 (20.), Burkhardt, 2:0 (30.) Sadikovic, 2:1 (49.), 2:2 (60.), 3:2 (65./E.) Burkhardt, 4:2 (79.) Burkhardt.

Falkenh.-Herne II - Eintr. Ickern 3:21 (2:8)

EINTRACHT: Foltmann; Tann, Birhimeoglu, Tunc, M. Klawitter (60. Kaya), El Moutaouafik, Theiler, A-T Bal, Se. Bal, Al. Erdogrul, Coskun.

Tore: 0:1 (2.) A. Erdogrul, 0:2 (9.) Tunc, 0:3 (15.) Tann, 0:4 (16.) Tunc, 0:5 (24.) Tann, 1:5 (29.), 1:6 (31.) Tunc, 2:6 (35.), 2:7 (36.) Coskun, 2:8 (39.) Tunc, 2:9 (46.) Tunc, 2:10 (50.) Coskun, 2:11 (58.) Tann, 2:12 (60.) Tann, 2:13 (61.) Tunc, 2:14 (65.) Tunc, 2:15 (70.) Kaya, 2:16 (75.) Tann, 2:17 (76.) Tann, 2:18 (78.) Tunc, 2:19 (80.) (80.) Tunc, 2:20 (84.) Tann, 2:21 (87.) Tann, 3:21 (89.).

Spvg Horsth. II - SG Castrop II 6:8 (4:4)

CASTROP II: Becker; Friedrichs (45. Werner), T. Schulz, J. Meyer-Drabert, M. Bednarek (38. Schneider), Kharrat, König, Hartmann (45. Springweiler), Mühlegg, Könnecke, R. Latrach.

Tore: 0:1 (4.) Hartmann, 0:2 (6.) König, 1:2 (9.), 2:2 (13.), 3:2 (15.), 4:2 (16.), 4:3 (24.) Hartmann, 4:4 (36.) König, 4:5 (50.) Springweiler, 4:6 (56.) Werner, 4:7 (78.) Könnecke, 5:7 (80.), 5:8 (88.) Springwalder, 6:8 (90.).

Kreisliga B4 RE

TuS H’burg II - FC Erkenschw. 2:3 (2:3)

HENRICHENBURG II: Düzgün; Karow, G-L Nerger, Aschenbach, A. Boschella, M. Ludwig, Ju- Schweiger, F. Jantscher, Stehle, Pöther, Berens, S. Steinchen, Tost.

Tore: 0:1 (3.), 0:2 (6.), 0:3 (18.), 1:3 (40.) Stehle, 2:3 (44.) Aschenbach.

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