300 Besucher sahen Benefizspiel

Willkommens-Tag für Flüchtlinge

Mit rund 300 Besuchern fiel der Besuch beim Willkommens-Tag für Flüchtlinge des Fördervereins Dorstener Sport-Brücke am Samstag etwas geringer aus als vielleicht erwartet. Wer allerdings den Weg zum Sportplatz des SV Dorsten-Hardt gefunden hatte, der erlebte ein fröhliches Miteinander der Kulturen, wie es sich Organisator Oliver Althof erhofft hatte.

DORSTEN

von Von Andreas Leistner

, 11.10.2015, 19:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
300 Besucher sahen Benefizspiel

In eigens für das Spiel beflockten Trikots traten die Spieler aus Deutschland, Albanien, Syrien und Afrika für den guten Zweck an.

Bei seiner Freitagsmorgens-Schnapsidee, wie er es selbst bezeichnete, zahlte der Fördervereins-Gründer auch Lehrgeld. Von den angekündigten Prominenten zogen viele ihre Zusage kurz vor der Veranstaltung zurück. Martin Max musste wegen einer Grippe passen, Ansgar Brinkmann, Heiko Bonan oder Ingo Anderbrügge sagten ebenfalls ab. „Die Entschuldigungen wiederhole ich lieber nicht“, meinte Oliver Althof. Allein Olaf Thon hatte triftige Gründe, dass er anders als geplant nur vormittags vorbeischauen konnte.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Dorstener Willkommenstag für Flüchtlinge

Rund 300 Besucher lockte der Willkommens-Tag für Flüchtlinge, den der Förderverein Dorstener Sport-Brücke organisiert hatte, am Samstag zum Sportplatz des SV Dorsten-Hardt. Sie erlebten einen gelungenen Mix aus Sport und Musik.
11.10.2015
/
In eigens für das Spiel beflockten Trikots traten die Spieler aus Deutschland, Albanien, Syrien und Afrika für den guten Zweck an.© Foto: Leistner
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
© Joachim Lücke
Schlagworte Dorsten

So konnte er allerdings einen der schönsten Teile der Veranstaltung miterleben. Beim Fußballtraining für Kinder tummelten sich 50 Nachwuchskicker auf dem Platz und spielten so selbstverständlich miteinander, wie es vielleicht nur Kinder können. Wer aus Deutschland kam und wer in einem der Dorstener Flüchtlingsheime lebte, spielte keine Rolle.

Dank des Bürgermeisters

Den verbindenden Aspekt des Sports betonte bei der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung auch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er gab unumwunden zu, dass auch die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zunächst Bedenken gehabt hätten ob Oliver Althof eine Veranstaltung dieser Größenordnung in der Kürze der Zeit würde stemmen können: „Dann waren wir aber sehr schnell überzeugt: Der schafft das!“

Althof selbst räumte ein, dass er von der Geburt der Idee bis zu ihrer Umsetzung durch „zwei Wochen Organisationshölle“ gegangen sei. Doch der Erfolg am Samstag ließ ihn das und auch den Ärger über die Absagen der Fußballprofis schnell vergessen. Schließlich sprangen auch andere Prominente wie Profiboxer Francesco Pianeta ein. „Ich habe ihn Samstagmittag angerufen. Zwei Stunden später war er da“, strahlte Oliver Althof über den 31-Deutsch-Italiener, der 2011 gegen Wladimir Klitschko um den Weltmeistertitel im Schwergewicht boxte.

Dass er auch fußballerisch kein Leichtgewicht ist, bewies Pianeta durch seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 für das Team Blau, nachdem Alatna Khaled die Ausahl im schwarzgelben Dress zunächst in Führung gebracht hatte. Den 2:1-Siegtreffer für die Blauen erzielte Willi Landgraf per Elfmeter.

Das Resultat des Fußballspiels war für Oliver Althof aber nur Nebensache. Viel wichtiger war dem 33-Jährigen ein anderes Ergebnis: „Wir hatten durch Sponsoren schon im Vorfeld 8000 Euro sicher. Vielleicht haben wir die 10 000-Euro-Grenze erreicht. Das war mein Ziel.“

Lesen Sie jetzt