Arbeit und Einsatz als Pflichtfächer

SV Schermbeck

SCHERMBECK Die Last der Arbeit, die auf nur ganz wenigen Schultern liegt, zwingt den Vorstand des SV Schermbeck zum Handeln. Nun sollen die Mitglieder wieder zu Pflicht-Arbeitsstunden auf den Waldsportplatz beordert werden. Damit die Arbeit nicht an wenigen Helferchen hängen bleibt.

von Von Ralf Weihrauch

, 05.11.2009, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Johannes Brilo bleibt weiterhin SVS-Vorsitzender.

Johannes Brilo bleibt weiterhin SVS-Vorsitzender.

Ein Idee, die nicht neu ist: „Wir hatten um die Jahrtausendwende so etwas schon einmal. Das hat gut funktioniert“, erinnert sich Brilo. Die Idee ist, dass die Mitglieder Arbeiten erledigen, die die Platzwarte nicht mehr schaffen.   Brilo: „Im Tennis gibt es so etwas auch. Da kommen die Mitglieder im Frühling und machen die Anlage sauber. Das muss im Fußball auch funktionieren.“ Der Vorstand arbeitet noch an den exakten Formulierungen der Vorlage.  

Es sei noch nicht klar, welche Mitglieder genau gefordert werden. Klar ist aber, dass es wohl nur um die Senioren geht – die Jugendlichen sind vorerst vom Dienst befreit. Brilo hat auch schon Richtwerte: „Jedes Mitglied muss etwa acht Stunden abarbeiten. Alternativ kann eine Geldsumme gezahlt werden.“   Auch wenn die Jugendlichen erst einmal Außen vor sind, hat sich Brilo da auch Gedanken gemacht: „Unser Beitrag liegt bei 80 Euro im Jahr. Wenn ich in einen Vergnügungspark gehe bin ich mit allem Drum und Dran schon an einem Tag 60 Euro los. Die Erwartungshaltung der Eltern ist bei uns sogar noch höher.“  

Das könne der Verein auf Dauer so nicht mehr leisten. Es gibt also noch genug zu diskutieren. Daher hofft Brilo zumindest dort auf mehr Interesse: „Da fängt das Engagement schon an. Es macht wenig Sinn, wenn wir dann wieder mit 20 Mann bestimmen, was die vielen anderen zu tun und zu lassen haben.“

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