Auch mit Wasser pfeilschnell

Schermbeck Während die Tour de France derzeit von einem Doping-Skandal in den nächsten schliddert, war die Radsport-Welt in Schermbeck am Mittwochabend in bester Ordnung. Mehrere hundert Zuschauer bescherten dem Sparkassen-Giro auf seiner 3. Etappe den bislang besten Besuch.

25.07.2007, 22:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht mit blinder Begeisterung, aber mit ehrlichem Respekt vor den Leistungen und dem Mut der Fahrer, die mit immerhin rund 60 km/h durch die engen Gassen rund um die Schermbecker Mittelstraße preschten, verfolgten die Fans die Rennen. "Bei uns wird ausschließlich mit Wasser gefahren und ehrlicher Sport geboten. Das honorieren die Menschen und unterstützen uns", erklärte Organisator Michael Zurhausen.

Fahrer geschockt

Allerdings war das Thema Doping auch in Schermbeck allgegenwärtig. Viele der radsportbegeisterten Fans diskutierten am Streckenrand und auch im Fahrerlager sorgten die jüngsten Meldungen von der großen Schleife aus Frankreich für Entsetzen. "Die Fahrer waren am Dienstag nach der Winokurow-Meldung geschockt. Immerhin stehen auch ihre Arbeitsplätze auf dem Spiel", so Zurhausen. Denn die 50 Starter des Hauptrennens sind allesamt Profis und werden die Dummheiten der Stars in Zukunft ausbaden müssen.

Diese Sorgen rückten während der Rennen allerdings in den Hintergrund. Völlig befreit, weil über jeden Doping-Verdacht erhaben, kämpften ab 18.30 Uhr die Hobby-Fahrer um den Großen Preis der Schlosserei Zens. Die schnellsten Beine hatte Stephan Rokitta vom RSC Dorsten. Er brauchte für die zehn jeweils knapp 1,2 Kilometer langen Runden 19:18,48 Minuten. Auf den Plätzen folgten Robert Killisch vom Tri Team Schermbeck und Hubert Schulte-Huxel (Team Lembeck).

Kopf-an-Kopf-Rennen

Im anschließenden Einzelzeitfahren legte Marcel Rothstein (Regio Strom Senges) in 1:29,08 Minuten die schnellste Runde hin. Der Belgier Aron Huysmanns war nur eine halbe Sekunde langsamer und landete auf Rang zwei vor Rene Schild (Team Sparkasse). Im Ausscheidungsfahren lieferten sich der Tscheche Jiri Nesvada (Sparta Prag) und Roman Jördens (Team Hein v. Heiden) auf der Zielgerade einen packenden Schluss-Sprint, den Nesvada mit einer halben Radlänge Vorsprung gewann.

Spannend ging es auch im Hauptrennen des Abends über 66 Kilometer zu. Zwei Runden vor dem Ende setzte sich Top-Favorit Bruno Risi aus der Schweiz vom Feld ab und fuhr sicher den Sieg ein. Guiseppe Azeni wurde Zweiter vor dem Belgier Ronny Poelvoorde.. gg

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