„Bester Torwart der Liga“ ist für den SuS Hervest Fluch und Segen zugleich

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Gegen den SC Herten sicherte Florian Kalinowski den Einzug in die zweite Pokalrunde. Dort wartet gegen einen starken Gegner erneut Arbeit auf den Keeper, den sein Trainer mit Manuel Neuer vergleicht.

Hervest

, 25.08.2020, 08:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die zweite Pokalrunde im Krombacher Kreispokal erreichte der SuS Hervest erst durch einen Sieg im Elfmeterschießen. Zum Helden avancierte für den SuS „der beste Torhüter der Kreisliga B“, wie ihn sein Trainer Alesandro Roccaro nennt.

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„Eigentlich müsste er ab Landesliga aufwärts bei jedem Verein spielen. Gott sei Dank, ist er ein Hervester Jung‘“, sagt Hervests Trainer Roccaro. Florian Kalinowski im Hervester Tor ist einer seiner wichtigsten Spieler.

Das Jahr auf der Hardt war nicht seins

Warum Kalinwoski nicht höherklassig spielen möchte? „Ich bin seit meiner Kindheit beim SuS und bin dort groß geworden.“ Ein Jahr spielte er zwischen 2014 und 2015 in der Landesliga für den SV Dorsten-Hardt. Gut gefallen habe ihm das aber nicht. Also ging es zurück zum Herzensverein nach Hervest.

Der talentierte Torwart ist für Roccaro aber auch „Fluch und Segen zugleich“. Weil Kalinowski eben so gut sei, wolle kein weiterer Torwart zum SuS wechseln. Der andere würde ja auch nicht spielen. „Florian ist meine klare Nummer eins“, sagt sein Trainer Roccaro. Einige Jahre wechselte sich Kalinowski mit Christian Süß im SuS-Tor ab. Vor einem Jahr verabschiedete sich Süß dann, er wollte immer spielen. „Das hätte er bei uns nicht haben können“, so Roccaro.

Der Keeper kann auch im Feld glänzen

Der Vorteil des Torhüter-Tandems war, dass Kalinowski nicht nur ein glänzender Keeper ist. Auch fußballerisch steht er seinen Mitspielern in nichts nach. „Florian konnte immer, wenn er nicht im Tor spielte, im Feld aushelfen“, sagt Roccaro.

Dass die Hervester nun aber keinen zweiten Keeper mehr finden, bereitet dem Trainer einige Bauchschmerzen. Wenn der Torwart sich verletzten sollte oder gesperrt ist, steht dem SuS kein zweiter Mann zur Verfügung. Auch in der Reserve könnte sich Hervest nicht bedienen. Der Torwart der Reserve, Christian Süß‘ Bruder Kevin, schloss sich im Sommer dem TuS Gahlen II an.

Eine Alternative hat Roccaro aber. „Wir haben einen Feldspieler, der mal einige Zeit im Tor gespielt hat.“ Wer das im Fall der Fälle wäre, will der Coach nicht verraten.

Der Trainer vergleicht seinen Keeper mit Manuel Neuer

Der Trainer vergleicht seine Nummer eins mit niemand geringerem als Manuel Neuer. „Er gibt der Mannschaft Sicherheit, so wie Neuer den Bayern jetzt wieder im Champions-League-Finale“, sagt er. Das ganze Team kann sich auf seinen Torwart verlassen, deswegen kann es nach vorne hin auch mal mehr Risiko gehen – eine weitere Ähnlichkeit zu Bayern München und Manuel Neuer.

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Seine Klasse stellte Kalinowski erst am Sonntag in der ersten Runde des Krombacher Kreispokals wieder unter Beweis. Drei von drei Elfmeter parierte er im Elfmeterschießen gegen den SC Herten. Bereits in der ersten Halbzeit hielt er mit starken Aktionen das Unentschieden gegen die Hertener fest.

Überbewerten wollte er seine Paraden aber nicht. „Im Elfmeterschießen ist das immer Glück. Eine bestimmte Taktik habe ich nicht. Wichtig ist, lange stehen zu bleiben“, sagt der Keeper bescheiden.

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Auch in der zweiten Runde des Pokal wird der Torhüter wahrscheinlich gefordert werden. Dann geht es gegen niemand geringeres als den Westfalenligisten RW Deuten.

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