Deshalb hat die BG Dorsten noch keine Importspieler verpflichtet

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Die Kaderplanung der BG Dorsten ist zwar weit fortgeschritten, doch wichtige Positionen sind noch vakant. Denn von Importspielern gibt es bei den Dorstenern noch keine Spur.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 11.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neun deutsche Spieler umfasst aktuell der Kader der BG Dorsten für ihr Regionalliga-Herren-Team von Trainer Franjo Lukenda. Fünf davon hat der Verein bereits offiziell bekannt gegeben. Doch nicht nur bei den verbleibenden vier Deutschen, auch bei der Frage nach Importspielern hat sich die BG bislang noch bedeckt gehalten.

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Geschäftsführerin Lena Kemper sieht momentan aber auch noch keinen wirklichen Handlungsbedarf: „Ich weiß, dass Franjo gerne schon die Mannschaft komplett hätte, doch es gibt durchaus Gründe, warum wir noch nicht gehandelt haben.“ Es läge an den Umständen der Corona-Krise, dass noch kein ausländischer Spieler verpflichtet worden sei: „Der Saisonstart ist zwar für den 25. September vorgesehen, doch bis dahin kann noch eine Menge passieren. Ein Anstieg der Erkrankungen kann alles wieder über den Haufen werfen.“

Im schlimmsten Fall hätte man dann zwei Verträge mit Importspielern und die entsprechenden Kosten, aber keine Einnahmen: „Geisterspiele sind für uns kein Thema, das wollen wir ganz bestimmt nicht. Am 13. November ist aber unser Derby gegen Wulfen angesetzt, und da scheint es sicher, dass wir die Anzahl der Zuschauer begrenzen müssen und somit weniger Einnahmen haben.“

“Ich bekomme jeden Tag zehn Spieler angeboten“

Ohnehin sieht Kemper keinen Anlass zur Sorge, dass der Markt für Importspieler plötzlich leergefegt sei: „Ich bekomme jeden Tag zehn Angebote per Email oder über die sozialen Netzwerke. Das ist ein Mehrfaches von dem, was mir in den letzten Jahren angeboten wurde. Wir scheinen nicht die Einzigen zu sein, die in Sachen Imports noch vorsichtig sind.“ Angesichts des abzusehenden späten Saisonbeginns könne man sich auch noch Zeit lassen. Ausgeschlossen scheint, dass Mike Nwabuzor zur BG zurückkehrt, so Kemper: „Er will wie im letzten Jahr wieder höher spielen. Sam Egedi ist eine Option, weil wir wissen, was er kann. Doch Gespräche haben noch nicht stattgefunden.“

Die Geschäftsführerin räumt alle Gerüchte aus, dass das Zögern an möglichen finanziellen Engpässen des Erstregionalligisten liege: „Wir haben noch nicht alle Sponsoren-Rechnungen verschickt, da wir Verständnis für die Situation der lokalen Wirtschaft haben. Wir haben allerdings auch noch keine Absagen bekommen.“

Franjo Lukenda wird in den kommenden Wochen erst einmal mit seinen neun deutschen Spielern trainieren. Die ersten Einheiten sind ab der kommenden Woche vorgesehen. Wenn alles gut läuft und die Termine für den Saisonstart bestehen bleiben, wird der BG-Coach dann ab Mitte August mit Verstärkung rechnen können.

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