BG Dorsten verpasst die Überraschung nur knapp – jetzt kann das Derby gegen den BSV kommen

Basketball

Im Halbfinale des WBV-Pokals lieferte die BG dem großen Favoriten aus Köln einen großen Kampf. Die Überraschung gelang nur knapp nicht. Nun wartet das Derby gegen den BSV Wulfen.

von Niklas Berkel, Ralf Weihrauch

Holsterhausen

, 05.03.2020, 22:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Willi Köhler (l.) und die BG Dorsten trafen im WBV-Pokal-Halbfinale auf den Tabellenführer der 1. Regionalliga, die RheinStars Köln.

Willi Köhler (l.) und die BG Dorsten trafen im WBV-Pokal-Halbfinale auf den Tabellenführer der 1. Regionalliga, die RheinStars Köln. © Ralf Pieper

Darauf warten alle Basketball-Fans in Dorsten: Am Samstag ist das große Regionalliga-Derby zwischen der BG Dorsten und dem BSV Wulfen. Doch die BG hatte zuvor noch eine Aufgabe zu bewältigen − und auf keinen Fall eine leichte.

Im Halbfinale des WBV-Pokals traf der Titelverteidiger auf den Tabellenersten der 1. Regionalliga, die RheinStars Köln. Die Frage lautete nicht nur, ob die BG den Einzug ins Finale packt, sondern auch, ob sie bereit für das Derby am Samstag ist.

Bereits am vergangenen Wochenende trafen Dorsten und Köln aufeinander. Da unterlag die BG mit 79:93. Insgesamt hätte kaum einer mit einem Erfolg der Dorstener im Pokal gegen die Kölner gerechnet. Viele Personalprobleme haben es der BG in dieser Saison schwer gemacht. Doch vor dem Derby meldete sich der eine oder andere fit.

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So standen Pokal-Halbfinale Mike Nwabuzor und Rene Penders wieder auf dem Platz. Und auch Gerrit Budde, der nach der Saison seine Basketball-Karriere bei der BG beenden könnte, war mit von der Partie. Die Dorstener machten ihre Sache dann auch richtig gut.

BG ließ nicht locker

Nach fünf Minuten lagen sie zwar mit 9:16 hinten. Sie erlaubten sich teilweise zu über ambitionierte Aktionen und verfehlten dadurch Gelegenheiten. Aber sie ließen gegen die starken Kölner nicht locker. Nur drei Minuten nach dem Sieben-Punkte-Rückstand waren sie auf einmal mit 18:16 in Front. Zur Viertelpause führte die BG − nicht unverdient − mit 21:18. Besonders die Defense der Gastgeber überzeugte ab der fünften Minute.

Im zweiten Viertel blieb das Spiel spannend. Die Gäste übernahmen wieder die Führung, worauf die Gastgeber ihrerseits konterten. Ständig wechselnde Führungen prägten den Großteil des Viertels. Zum Ende hin konnte sich Köln leicht absetzen, mit 37:43 aus Dorstener Sicht ging es in die Halbzeit. Die Dorstener machten ihre Sache aber weiterhin gut. Zu viele Ballverluste, gegen die allerdings starke Kölner Defense, verhinderten bis dato ein besseres Ergebnis.

BG mit sechs Punkte vorne

Doch die BG gab sich trotz des erneuten Rückstandes nicht geschlagen. Wenn die Kölner dachten, sie hätten leichtes Spiel, haben sie sich getäuscht. Die BG kam auf 43:45 ran, ließ sich auch vom 46:51 nicht aus der Ruhe bringen − und führte nach 28 Minuten durch einen Korb von Jonas Peters mit 55:53. Und als wäre das noch nicht genug, trafen Nderim Pelaj und Mike Nwabuzor zwei wichtige Dreier. Mit 63:57 lag die BG kurz vor Ende des dritten Viertels vorne. Dann ließen die Gastgeber aber vier Punkte liegen. Bis zum Ende des dritten Viertels kam Köln auf zwei Zähler ran (63:61).

Schwächste Phase zum ungünstigsten Zeitpunkt

Das letzte Viertel versprach also Spannung pur. Doch dann hatte die BG ihre schwächste Phase im Spiel. Mit zwei Dreiern hintereinander drehte Köln die Partie auf 63:67. Die Dorstener leisteten sich nun zu viele Einzelaktionen. Beim Stand 65:75 (34.) waren Willi Köhler und Arbnor Voca zudem mit vier Fouls vorbelastet. Das Spiel schien entschieden. Und auch wenn die BG noch mal auf 70:77 und 73:79 rankam, war spätestens mit dem 73:84 der Traum vom Finaleinzug geplatzt. Am Ende ging das Spiel mit 86:93 verloren.

Doch die Dorstener spielten eine starke Partie. Zudem bekamen wichtige Spieler nach ihren Pausen wertvolle Spielpraxis. Das Pokal-Halbfinale gegen die RheinStars Köln hat gezeigt: Die BG Dorsten ist bereit für das Derby.

BG: Nwabuzor (24/11), Pelaj (13/2), Penders (6), Schmidt, Köhler (11/1), Budde, Morlock, Peters (20/2), Voca (12)

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