Blau-Weiß Wulfen muss auf Grewe-Tore warten

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Saisonstart versemmelt, und jetzt noch das: Der SC Blau-Weiß Wulfen muss wohl bis Saisonende auf Torjäger Nicolas Grewe verzichten.

Wulfen

, 20.09.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der vergangenen Saison war Nicolas Grewe so etwas wie die Torversicherung des 1. SC Blau-Weiß Wulfen. In der Liga traf er 31-mal. In den Testspielen und im Kreispokal kamen etliche Treffer hinzu. Doch jetzt wird sein Team wohl bis Saisonende ohne Grewe-Tore auskommen müssen.

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Es passierte vor drei Wochen, beim Spiel in Marl-Hamm. Dem einzigen, das Nicolas Grewe in dieser Spielzeit bislang für die Blau-Weißen absolvierte. „Beim Torschuss hat es im rechten Knie geknackt“, erzählt Grewe. Die Diagnose: Knorpelschaden.

„In meiner Kindheit muss da mal irgendwas passiert sein, das ich gar nicht bemerkt habe. Auf jeden Fall hat sich der Knochen irgendwie verschoben und den Knorpel aufgerieben“, berichtet der Stürmer.

Sechs Monate Pause nach der OP

Mitte Oktober soll das Knie operiert werden. Danach folgen mindestens sechs Monate Pause. „Wenn es gut läuft, könnte ich vielleicht zum Saisonende wieder einsteigen“, sagt Grewe. Ob er das macht, ist aber fraglich. Denn Nicolas Grewe ist Sportstudent. Im März soll eigentlich die Abschlussprüfung erfolgen. „Da muss ich gucken, ob ich vielleicht was verlegen kann.“ Das ist schon Herausforderung genug. Ob er danach das erneute Risiko eingeht, sich beim Fußball zu verletzen, weiß Nicolas Grewe noch nicht: „Der Beruf geht ganz klar vor.“

Nicht der einzige Rückschlag

Für seine Mannschaft ist der Ausfall ihres Torjägers natürlich ein schwerer Schlag. „Das ist eine Hiobsbotschaft für uns“, erklärt Trainer Daniel Schikora. Und es ist nicht die einzige: Kevin Schäfer, vor der Saison als Ersatz für den nach Heiden gewechselten Danny Lützner verpflichtet, steht aus beruflichen Gründen ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Das Saisonziel Aufstieg können sich die Wulfener damit wohl endgültig abschminken. Aktuell haben sie schon zwölf Punkte Rückstand auf das Spitzenduo Raesfeld und Ramsdorf, und am Sonntag steht ihnen mit der Partie beim bärenstarken Aufsteiger SV Schermbeck II die nächste Nagelprobe ins Haus.

Gründe für die Krise sind unklar

Warum es bei den Blau-Weißen nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr in dieser Saison noch nicht läuft, ist Nicolas Grewe ein Rätsel: „Die Vorbereitung lief gut. Die Stimmung im Team war bestens, alle waren auf unser Ziel fokussiert.“ Doch nach sechs Spieltagen hat Wulfen schon vier Niederlagen und gerade mal sechs Punkte auf dem Konto. Keine leichte Situation. Doch Nicolas Grewe hat im Moment ganz andere Sorgen.

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