Blitz und Donner beenden die Qualifikationsspiele

Fußball-Stadtmeisterschaft

DORSTEN Die Fußball-Stadtmeisterschaft wurde mit Spannung erwartet. Dass sich diese Spannung aber pünktlich zu den ersten Qualifikationsspielen mit Blitz und Donner entlud, passte den Teilnehmern natürlich gar nicht. Alle drei Partien mussten abgebrochen werden.

21.07.2009, 22:13 Uhr / Lesedauer: 3 min

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Ähnliche Sorgen hatte Lembecks Trainer Michael Maiß aber auch schon am Dienstag. Trotzdem lieferte sein Team den favorisierten Gästen mehr als nur Widerstand. Zunächst hatte zwar Marco Mattner da weiter gemacht, wo er letzte Saison aufgehört hatte, und Deuten in Führung gebracht. Dann aber sorgten André Kreienkamp und der junge Max Küsters für die Wende. Abermals Mattner glich aber mit seinem zweiten Treffer wieder aus. Auch der zweite Durchgang brachte reichlich Torszenen. Kreienkamp traf für Lembeck den Pfosten, Richard Baron scheiterte in aussichtsreichster Position an SV-Keeper Prevorsek. Doch dann wurden die Uhren auf Null gedreht und es geht heute von vorn los.RW Dorsten - GW Barkenberg 2:0 abgebr. (1:0) Blitz und Donner haben für ein frühzeitiges Ende des Qualifikationsspiels zwischen RW Dorsten und GW Barkenberg gesorgt. In der 55. Minute sah Schiedsrichter Dieter Schnell die Gesundheit der Spieler gefährdet, unterbrach das Match und pfiff es auch nicht mehr an. Zum Zeitpunkt des Abbruchs stand es 2:0 für die Gastgeber. Barkenbergs Trainer Uwe Ptok, dessen Pokalspiel am Sonntag ebenfalls wegen schlechten Wetters abgebrochen wurde, verzichtete auf eine Wiederholung: „Das Ergebnis war klar, und ich will einen Tag später nicht noch einmal spielen.“ Eine klare und auch wohl verständliche Entscheidung. In den 55 Minuten, in denen auf dem Jahnplatz gespielt wurde, hatte es nie den Anschein, als sollten die Barkenberger das B-Liga-Duell für sich entscheiden können. Die Überlegenheit der Gastgeber war zu deutlich. Schon nach wenigen Minuten übernahmen die Dorstener das Kommando. Barkenberg wurde immer mehr in die eigene Hälfte gedrängt und den Gästen gelangen kaum entlastende Angriffe. Trotz aller Dominanz hatten aber auch die Kicker von Detlef Risthaus ihre lieben Probleme, das Barkenberger Tor in Gefahr zu bringen. Nach wenigen Minuten schloss Andreas Switalla sehr eigennützig ab, statt die beiden mitgelaufenen Stürmer anzuspielen. Anschließend waren Chancen trotz der Dauerbelagerung aber Mangelware. Erst in der 40. Minute traf Pascal Rentmeister mit einem sehenswerten Schuss von der linken Strafraumseite in den rechten Winkel zur RW-Führung. Die beste Barkenberger Möglichkeit vergab kurz darauf Rusco Schwerthöfer. Auf der anderen Seite hätte Recep Koer noch vor der Pause für die Entscheidung sorgen können. Trotz vieler dunkler Wolken und Donnergrollen ging die Partie in die zweite Halbzeit. Recep Koer bediente in der 52. Minute Attris Attris, der zum 2:0 einschoss. Damit war die Entscheidung gefallen, die auch ohne das Gewitter nicht anders ausgefallen wäre.FC Rhade - SV Altendorf Abgebrochen (0:1) Für die größte Aufregung sorgten Blitz und Donner gestern am Rhader Dahlenkamp. Alle Beteiligten bemühten sich nach dem Spielabbruch in der 63. Minute um eine Lösung, die alle zufrieden stellte. Gefunden wurde keine und der Verlierer hieß am Ende SV Altendorf-Ulfkotte. Dabei hatte das Team von Jürgen Rinschede bis zu jener 63. Minute durch einen Kopfballtreffer von Carsten Esser (30.) mit 1:0 geführt. Am Ende wurden den Altendorfern aber die Statuten der Fachschaft Fußball im Stadtsportverband zum Verhängnis. Die nämlich besagen, dass ein ausgefallenes oder abgebrochenes Spiel am nächsten Tag nachzuholen ist. Eine Mannschaft, die dann nicht antritt, scheidet aus. Für heute aber bekam der SVA kein Team zusammen und lehnte die Neuansetzung zu diesem Termin daher ab. Rhades Geschäftsführer Jörg Sothmann suchte nach einer anderen Lösung und schlug ein Dreier-Blitzturnier mit Rot-Weiß Dorsten, den Altendorfern und Rhade vor. Spieltermin: Donnerstag ab 19 Uhr; Spielzeit pro Partie: 30 Minuten. Darauf wollten sich aber weder die Rot-Weißen noch die Altendorfer einlassen. „Ich hätte dieses Modell für die sportlich fairste Lösung gehalten“, erklärte Sothmann.

Auch Stadtsportverbands-Vorsitzender Helmut Winkler sah es zunächst so, machte sich aber – Fachwart Karsten Fromm weilt im Urlaub – umgehend sachkundig und fand den entsprechenden Beschluss der Fachschaft Fußball vom 9. Februar. Einige Telefonate später herrschte dann Klarheit. So treten nun am Donnerstag die Rhader beim FC Rot-Weiß Dorsten an und kämpfen um einen der beiden freien Endrundenplätze; für den SV Altendorf dagegen ist die Stadtmeisterschaft trotz starken Auftritts beendet. Trainer Jürgen Rinschede trug´s allerdings mit Fassung: „Für den Abbruch kann ja keiner was. Wir haben uns sehr gut verkauft.“

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Von Andreas Leistner Unverhofft kommt oft. Und leider immer wieder auch bei den Stadtmeisterschaften. Sei es in der Halle oder auf dem Feld – sobald etwas Unvorhergesehenes geschieht, herrscht allerorten immer wieder große Unsicherheit über Statuten und Turnierordnungen. Verlängerung oder Elfmeterschießen? Neuansetzung und wenn ja, wann? Diese Fragen geisterten gestern über alle drei Plätze. Und keiner war zunächst greifbar, der sie fundiert hätte beantworten können. Gut, dass SSV-Vorsitzender Helmut Winkler – von Hause aus Tänzer – sich so schnell sachkundig machte und die nötige Entscheidung traf. Eigentlich wäre dies Sache der Fachschaft gewesen. Über die Folgen der Entscheidung darf man diskutieren. Klar ist es unglücklich für den SV Altendorf, trotz einer Führung auszuscheiden. Dies ist jedoch die Konsequenz aus einer Regelung, die so von der Fachschaft Fußball beschlossen wurde, und damit letztlich auch von den Altendorfern. Den „Friedensvorschlag“ des Blitzturniers wollten sie schließlich auch nicht annehmen.

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