Der BSV Wulfen ändert sein Corona-Konzept

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Bei den Heimspielen des BSV Wulfen soll es künftig wieder heißer her gehen. Und das nicht nur auf dem Parkett, sondern auch auf der Tribüne.

Wulfen

, 28.09.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beim Heimspiel des BSV Wulfen gegen Bayer Leverkusen fröstelte es am Samstag so manchen Besucher. Das lag nicht nur an der dürftigen Vorstellung der Mannschaft, das lag vor allem auch an den geöffneten Notausgangstüren im Rücken der Zuschauer.

Eine Maßnahme, die dem Verein als Ausrichter vorgegeben sei, erklärte BSV-Vorsitzender Christoph Winck am Samstag auf Nachfrage. Corona-Schutz erfordere dauerhafte Lüftung. Dass dies eine durchgehende Öffnung der Notausgänge bedeuten muss, konnte die Stadt Dorsten am Montag aber nicht bestätigen. Stadt-Pressesprecher Ludger Böhne verwies auf den entsprechenden Passus der Corona-Schutzverordnung, in dem es heißt: „Beim Sport in geschlossenen Räumen ist zudem eine gute Durchlüftung sicherzustellen.“

“Oft und gründlich lüften“

Auch die Anlage zur Coronaschutzverordnung „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ für verschiede Bereiche weise darauf hin, Räume mit vielen Personen oft und gründlich zu lüften.

„Die Notwendigkeit zu möglichst guter Belüftung von Räumen“, so Böhne weiter, „sollte sich letztlich nicht aus einer Vorschrift ergeben, sondern angesichts der Corona-Pandemie aus der Verantwortung der Vereine für die Gesundheit von Sportlern und Gästen sowie für die Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Virus insgesamt.“

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Diese Verantwortung nimmt auch der BSV Wulfen ernst. „Wir können ja nicht so tun, als gäbe es die Aerosole in der Luft nicht“, sagte Christoph Winck am Montag. Schon am Samstagabend hatte sich der BSV-Vorstand aber bei einer Manöverkritik darauf verständigt, bei den kommenden Heimspielen die Notausgänge nicht mehr durchgängig offen zu halten, sondern auf Stoßlüftung zu setzen. „Das“, so Winck, „dann aber regelmäßig. Je mehr Luftbewegung, desto besser.“

Ähnlich waren am Samstag auch die Hertener Löwen vorgegangen. Beim Heimspiel gegen Dorsten hatten zwar die Türen zum geräumigen Hallenfoyer offen gestanden, die Notausgangstüren in der Halle selbst dagegen blieben geschlossen.

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