BSV Wulfen spielt an historischer Stätte

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Der BSV Wulfen spielt an diesem Samstag an historischer Stätte. Doch deren aktueller Name ist trotzdem längst nicht jedem geläufig.

Wulfen

, 25.01.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Signal Iduna Park hieß früher Westfalenstadion, Schalke spielte jahrzehntelang im Parkstadion und Deutschlands Basketball-Hochburg lag einst in der Leverkusener Ostermann-Arena. Äh, nein. Tat er irgendwie nicht, Das Synonym für Deutsche Meisterschaften in Serie, für denkwürdige Europapokal-Abende, für die Riesen vom Rhein, zu deren Spielen die Basketball-Fans aus ganz NRW und darüber hinaus pilgerten, hieß seinerzeit Wilhelm-Dopatka-Halle.

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Doch so, wie aus den rheinischen Riesen zeitgeistgemäß längst die Giants wurden, bekam auch die Spielstätte des TSV Bayer 04 Leverkusen einen anderen Namen. 2009 war es. Die Geldquelle des Bayer-Konzern sprudelte nicht mehr so wie zu Hochzeiten, und Leverkusens Basketballer gingen wie andere Sportvereine auch auf die Suche nach neuen Sponsoringmöglichkeiten. Und wie andere Clubs auch machten sie die Namensrechte ihrer Spielstätte zu Geld. Aus der Wilhelm-Dopatka-Halle wurde die Smidt-Arena, benannt nach einem Möbelhaus.

Von Smidt zu Ostermann

Das wurde 2016 allerdings von der Ostermann-Kette geschluckt, und schwupps – wurde aus der Smidt- die Ostermann-Arena. Dieser Namensgeber dürfte dem Durchschnittsbürger bekannter sein als der ursprüngliche. Denn wer außer den Einwohnern von Leverkusen hätte wohl sagen können, dass der SPD-Politiker Wilhelm Dopatka von 1954 bis 1961 und von 1964 bis 1979, also stolze 18 Jahre Oberbürgermeister der Stadt war?

Doch das war den Besuchern, die Norbert Thimm und John Ecker, Henning Harnisch und Gunter Behnke sehen wollten, auch egal. Für sie ging es in der 1974 gebauten Rundsporthalle um tollen Basketball, nicht um den Namen der Halle. Für den BSV Wulfen und dessen Fans wird es an diesem Samstag nicht anders sein.

Letzte Play-off-Chance

Denn für die Wulfener geht es am Samstag um 16 Uhr (Ostermann-Arena, Bismarckstr. 120, 51373 Leverkusen) um die letzte theoretische Chance auf einen Play-off-Platz. Bei einem Sieg mit mindestens sechs Punkten Differenz könnte der BSV den Direktvergleich mit Bayer für sich entscheiden, wenn beide Teams am Ende punktgleich sein sollten.

Aktuell liegt Leverkusen aber vier Punkte vor dem BSV.. Genau wie Herten, Deutz und die BG Hagen. Zudem hat auch Grevenbroich noch zwei Zähler Vorsprung. Gegen all diese Teams ist Wulfen im direkten Vergleich schlechter.

Das Regionalliga-Spiel gegen Bayer II ist das Vorspiel für die ProA-Partie zwischen den Leverkusen Giants und Paderborn um 18 Uhr. BSV-Fans erhielten für das Doppel-Event vergünstigte Sammeltickets.

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