BSV Wulfen gewinnt das Derby - und Johnson wird rasiert

rnBasketball: Mit Video und Fotostrecke

Der BSV Wulfen hat das 30. Pflichtspiel-Derby gegen die BG Dorsten gewonnen. In der Derby-Bilanz der beiden Regionalliga-Teams steht es damit 15:15.

Wulfen, Dorsten

, 16.11.2019, 23:23 Uhr / Lesedauer: 3 min

1. Regionalliga West

BSV Wulfen - BG Dorsten

77:74 (45:44)

Fast vier Jahre Pause hatten den Appetit der Fans auf das ewig grüne Duell der beiden Lokalrivalen offenbar wie in alten Zeiten geweckt. 942 Zuschauer sorgten in der Wulfener Gesamtschulhalle für ein ausverkauftes Haus - und schon zur Halbzeitpause für Getränke-Engpässe.

Video
Gary Johnson wird rasiert

Für Stimmung war also gesorgt, und die beiden Mannschaften fügten ihren Teil dazu. Nicht unbedingt mit durchweg hochklassigen Aktionen, dafür aber mit dem erwarteten Einsatz. Sinnbildlich dafür der Ballgewinn, den Bryant Allen am Ende des dritten Viertels erzielte. Gerade hatte der Amerikaner selbst das Ergebnis mit zwei Korberfolgen hintereinander auf 63:56 geschraubt - die bis dahin höchste Führung der Gastgeber. Dch Allen setzte noch eins drauf: Er fing den Einwurf der Dorstener nach seinem letzten Korb ab, warf den Ball artistisch aus der Spielfeldecke Richtung Korb, und dort tippte Hendrik Bellscheidt ihn mit der Viertelsirene zum 65:56 ein.

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BSV Wulfen - BG Dorsten

Im Derby-HInspiel der 1. Basketball-Regionalliga hat der BSV Wulfen die BG Dorsten mit 77:74 (45:44) geschlagen und damit die Derby-Bilanz zum 15:15 ausgeglichen.
17.11.2019
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Andreas Leistner
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
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BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke
BSV Wulfen - BG Dorsten© Joachim Lücke

Lukenda kritisiert Pickett

Ähnlichen Einsatz hätte sich Dorstens Trainer Franjo Lukenda auch von seinem Amerikaner Adam Pickett gewünscht. „Er ist das Ganze heute angegangen, als sei es Freundschaftsspiel“, fand Lukenda kritische Worte für seinen Topscorer. „Adam war leicht angeschlagen, aber das kann ich nicht als Entschuldigung gelten lassen. Denn er hat gezeigt, dass er punkten konnte, wenn er es wollte.“ Mit 16 Punkten war Pickett zwar am Ende erneut erfolgreichster Werfer seines Teams, blieb aber rund neun Zähler unter seinem Schnitt - und hatte im ersten Viertel nicht einen einzigen Wurf genommen.

Allen war Wulfens Mann des Abends

Sein US-Pendant auf Wulfener Seite erfüllte die Erwartungen dagegen voll und ganz. 31 Punkte, neun Rebounds, fünf Ballgewinne und drei Assists hatte BSV-Aufbauspieler Bryant Allen am Ende auf seinem Konto. Und doch wäre Wulfens Nummer 8 um ein Haar noch zum tragischen Helden des Abends avanciert.

58 Sekunden vor dem Ende erzielte er das 76:71 für sein Team, bekam aber im direkten Gegenzug Adam Picketts Dreier zum 76:74 eingeschenkt. 30 Sekunden vor dem Ende verlor Allen dann gegen Pickett den Ball - Wulfens Felle schwammen. Allerdings nicht davon, denn Pickett setzte seinen Wurf, den vielleicht wichtigsten des ganzen Spiels, beim folgenden BG-Angriff unter den Ring. Michael Haucke sicherte den Rebound für Wulfen, passte zu Bryant Allen und der wurde gefoult.

Mit zwei Freiwurf-Treffern hätte der Amerikaner die Partie acht Sekunden vor dem Ende entscheiden können, doch er traf nur einen zum 77:74, und so hatte die BG eine allerletzte Chance, noch die Verlängerung zu erzwingen. Jonas Peters, der bis dahin ein starkes Spiel gemacht hatte, nahm den Dreier - die Wulfener Fans hielten den Atem an - doch der Ball sprang aus dem Ring zurück ins Feld. Wulfen hatte den heiß ersehnten Derby-Sieg sicher.

Fast-Glatze für Johnson

BSV-Trainer Gary Johnson lobte sein Team: „Das war das erste Mal, dass wir wirklich 40 Minuten lang gut gespielt haben.“ Kleinere Schwächephasen habe sein Team wett gemacht, indem es das Tempo kontinuierlich hoch gehalten habe. Schnell waren die BSV-Spieler auch beim Einlösen eines Versprechens, das ihnen ihr Trainer unter der Woche gemacht hatte: „Bei Derbysieg Haarschnitt!“ Mit dem Rasierer rückten sie Johnson zuleibe, eine echte Glatze wurde es allerdings nicht.

Bruder-Duell ging an den Jüngeren

“Jetzt wird gefeiert“, meinte nach Spielende auch BSV-Spieler Nils Peters. Mit null Punkten bei vier Wurfversuchen sowie vier Rebounds war er hinter seinen üblichen Werten geblieben. Doch das störte ihn nicht: „Was schert mich meine Statistik - wir haben gewonnen!“ Da konnte auch Bruder Jonas mitgrinsen.

Haucke hielt durch

Durchatmen war auch bei BSV-Center Michael Haucke angesagt. Vergangene Woche hatte den 2,10-m-Mann eine Lebensmittelvergiftung außer Gefecht gesetzt. Erst am Freitag war er wieder ins Training eingestiegen, und Trainer Gary Johnson stellte klar: „Unsere Marschroute war, Mike in den Anfangsminuten ins Spiel zu bringen. Wir wussten, dass er nicht die Kraft haben würde, 40 Minuten lang voll Power zu gehen.“ Diese Rechnung ging auf: Haucke erzielte die ersten sechs Punkte seines Teams und hängte seinem Dorstener Pendant Willi Köhler zwei frühe Fouls an. Fortan gab Gary Johnson seinem Center dann die dringend benötigten Verschnaufpausen, und am Ende sicherte „Big Mike“, 29 Sekunden vor dem Ende den wichtigen Rebound nach Adam Picketts Fehlwurf.

Schwache Dreier- und Freiwurfquote

So gewann am Ende vielleicht die Mannschaft, die den Tick mehr Einsatz gezeigt hatte. Die Wulfener kompensierten dabei sogar eine erneut schlechte Dreierquote von zwei Treffern bei 20 Versuchen, und auch die zehn vergebenen Freiwürfe hätten sich in einem so engen Spiel schnell rächen können. Dass die Gastgeber 27 Freiwürfe zugesprochen bekamen, sein Team dagegen nur neun, gab BG-Coach Franjo Lukenda allerdings auch ein wenig zu denken.

BSV: Silic (o.E.), Winck (6), Allen (31/1, 9 Rebounds, 5 Ballgewinne), Terboven (o.E.), Kleinert (13/1), Haucke (14, 8 Rebounds), Bellscheidt (13, 8 Rebounds), Vadder (7 Reounds), van Buer (o.E.), Piechotta, N. Peters.

BG: Eromonsele, Pelaj (15/3), Penders (8/2), Schmidt, Köhler (15, 10 Rebounds), Budde (4, 11 Rebounds), Morlock (o.E.), Pedroso (3), Pickett (16/2), J. Peters (13/3), Altekruse (o.E.).

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