BSV Wulfen vergibt den ersten Matchball

Basketball

Es hätte vier Spieltage vor Saisonende der vorzeitige Einzug ins Playoff-Achtelfinale und damit der definitive Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ProB sein können. Doch es kam für die Basketballer des BSV Wulfen ganz anders.

WULFEN

30.01.2011, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aller Einsatz war vergebens. Dem BSV fehlt noch immer ein Sieg zum Einzug in die Play-Offs.

Aller Einsatz war vergebens. Dem BSV fehlt noch immer ein Sieg zum Einzug in die Play-Offs.

Nach einer verdienten 73:81 (36:39)-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten Herzöge Wolfenbüttel muss der Aufsteiger aus dem Münsterland seine Nicht-Abstiegs-Feier verschieben. Trotz der fünften Heimniederlage in seiner Premierensaison in Liga zwei bleibt der BSV Tabellenfünfter, nun punktgleich mit den Uni-Riesen Leipzig Die Abstiegszone ist immer noch drei Siege entfernt, da Leverkusen gegen den neuen Spitzenreiter Schwelm und Rist Wedel beim Tabellenletzten Bernau auch verloren. Wulfen lief immer hinterher

Auf dem Spielfeld fand der BSV eigentlich zu keiner Phase in die Spur. Fast immer liefen die Gastgeber einer knappen Führung der Herzöge hinterher. Höchste BSV-Führung war das 36:33 von Nino Janschek kurz vor der Pause. Doch symptomatisch für das Match: Zwei Dreier der Gäste drehten das Match zur Pause auf 36:39.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Wulfen mühte sich, lief aber immer hinterher. Und die Fehlerquote war zum Haare-Raufen. Mit der Viertelsirene verkürzte Tony White per Dreier zum 56:60 (30.), hielt den Rückstand im erträglichen Rahmen. Als dann auch noch Steve Briggs und Nino Janoschek kurz nach der letzten Viertelpause zum 60:60 ausglichen, witterten alle BSV-Fans wieder Morgenluft.Fehler über Fehler Doch die Antwort der Mannschaft von Philipp Kappenstein war eine ganz andere. Fehler über Fehler und Ballverluste in nie gekanntem Ausmaß ermöglichten Wolfenbüttel die beste Phase, einen 9:0-Run von der 31. bis zur 37. Minute. Wulfen blieb ohne einen einzigen Punkt und verlor in dieser Phase das Spiel. Zwei Dreier von Jan Sprünken zum 66:71 (38.) oder ein Dreier von Steffen Hummelt, der doch spielen konnte, zum 71:75 (39.) verpufften wirkungslos. Wolfenbüttel gewann verdient. Wulfens Trainer Philipp Kappenstein machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, nahm aber auch seine Leistungsträger in Schutz: "Das sind keine Maschinen, meine Spieler können auch einmal einen schlechten Tag haben." BSV:  Gorontzi, Vadder, Hummelt (14/4), Henley (14), Arndt, Mazur (4), Janoschek (12), Bakoa, Sprünken (13/3), Lensing, Briggs (7/1), White (9/3).

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