Bundesliga gastierte in Schermbeck

Tanzen

„Und jetzt kommt der dreifache Rittberger.“ Wenn der Reporter das beim Eiskunstlauf ankündigt, folgen zwei, drei quälend lange Sekunden Anlaufzeit und dann erst der Sprung. Bei schlechteren Choreographien im Jazz- und Modern Dance ist es vor besonderen Hebefiguren oder anderen Highlights genauso. Bei guten kommt der Reporter mit dem Kommentieren gar nicht nach. Beides gab es am Samstag zum Auftakt der 1. JMD-Bundesliga in Schermbeck zu sehen.

SCHERMBECK

, 12.03.2017, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundesliga gastierte in Schermbeck

Die „Dancing Rebels“ des TC Grün-Weiß Schermbeckbelegten auch beim zweiten Saisonturnier der 1. Bundesliga Jazz- und Modern Dance Platz sechs.

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1. Bundesliga JMD Saisonstart 2017

Das erste Saisonturnier der 1. Bundesliga im Jazz- und Modern Dance lieferte am Samstag in Schermbeck eine beeindruckende Leistungsschau der zehn besten Formationen Deutschlands. Platz eins ging dabei an Seriensieger Saarlouis, die "Dancing Rebels" des TC Grün-Weiß Schermbeck wurden Sechster.
13.03.2017
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© Ulrike Pollmann
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Schlagworte Dorsten, Schermbeck

Am Ende ganz vorn: Seriensieger und Dauermeister Blau-Gold Saarlouis. Langweilig? Mitnichten. Die Formation „autres choses“ tanzte ihre Choreographie zum überwiegenden Teil ohne Musik zu einem gesprochenen Text des Engländers Steven Frey. Dessen Credo: „I hate dancing − ich hasse Tanzen“. Freys britischer Akzent machte seinen Text zum Sprechgesang und die Tänzer von „autres choses“ ließen die Worte durch ihre Reihen fließen. Dafür und für ihre ausgezeichnete Technik wurden sie im Großen Finale der besten fünf Formationen zu Recht mit fünf Einsen belohnt.

Allein entwickelt

Freuen durfte sich über den Sieg von Saarlouis auch ein Schermbecker: Sebastian Spahn, Trainer und Choreograph der „Dancing Rebels“ des TC Grün-Weiß Schermbeck und seit einigen Jahren auch für Saarlouis aktiv, hatte vom dortigen Mastermind und Bundestrainer erstmals den Auftrag erhalten, die neue Choreographie von „autres choses“ ganz allein zu erarbeiten. Nach der offenen Wertung im Großen Finale durfte Spahn deshalb jede Menge Glückwünsche entgegen nehmen.

Dabei hatte mancher Zuschauer auch einen anderen Ausgang des Turniers − quasi eine neue Erfahrung − für möglich gehalten. Denn die Formation eben diesen Namens, „La nouvelle experience“ aus Hamburg, beeindruckte mit ihrer Choreographie zu Serj Tankians „Empty Walls“. An Emotion und Dynamik konnte den Hamburgern an diesem Abend keine das Wasser reichen. Dass sie am Ende nur Dritter wurden, lag an Saarlouis‘ Perfektion und an der technisch und stimmungstechnisch wunderbaren Umsetzung von Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 durch „Arabesque“ aus Wuppertal, dem Zweiten.

Erfahrung gesammelt

Die „Dancing Rebels“ des TC Grün-Weiß Schermbeck verpassten am Samstag zwar das Große Finale, durften aber nicht nur mit dem sechsten Platz zufrieden sein. „Es war wichtig, dass wir die Zwischenrunde erreicht haben und ein zweites Mal antreten duften“, meinte Sebastian Spahn. Das deutlich verjüngte Team müsse habe sich in der Zwischenrunde deutlich gesteigert. „Die Choreographie kann mithalten. Wir müssen aber an der Präsentation und am technischen Level arbeiten“, sieht Sebastian Spahn noch Arbeit vor sich.“

Ergebnisse

1. Bundesliga JMD

1. Saisonturnier in Schermbeck

  1. autres choses 1 1 1 1 1       TC Blau-Gold Saarlouis   2. Arabesque 3 2 4 2 3       ASV Wuppertal   3. La nouvelle experience 4 3 2 3 5       SVE Hamburg   4. J.E.T. 2 4 5 4 2       MTV Goslar   5. Dance Works 5 5 3 5 4       1. TC Ludwigsburg ...................................................................   6. Dancing Rebels       TC Grün-Weiß Schermbeck   7. Dejavu       TSC Dance Gallery Königsbrunn   7. New Dance Company       TV Großostheim ...................................................................   9. Topas       GFG Steilshoop Hamburg 10. Art Inspiration       Wilsdruffer Tanzteam

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