Corona-Geduldsprobe des SV Schermbeck geht weiter

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Oberligist SV Schermbeck braucht in dieser Saison gute Nerven. Nach der Partie in Rhynern steht nun auch das nächste Heimspiel wegen Corona auf der Kippe.

Schermbeck

, 28.09.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Corona-Verdachtsfall bei Westfalia Rhynern hat der SV Schermbeck glücklich umschifft, da ereilt ihn schon der nächste: Beim 1. FC Kaan-Marienborn, am Donnerstag nächster Heimspielgegner des SVS, wurde im familiären Umfeld eines Spielers eine Person positiv auf Covid 19 getestet. Nachdem das Testergebnis am Sonntagvormittag vorlag, informierten die Siegerländer Staffelleiter Reinhold Spohn, der daraufhin die Marienborner Partie gegen den SC Paderborn II absagte. Was mit der Partie am Donnerstag in Schermbeck geschieht, ist derzeit noch offen.

„Die Kontaktpersonen der erkrankten Person sind inzwischen getestet worden“, erklärte Stefan Jäkel, beim FC Kaan-Marienborn für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit Ergebnissen rechnet Jäkel frühestens am Dienstag: „Vielleicht auch erst am Mittwoch.“

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Erst dann also dürfte Staffelleiter Spohn, der am Montag bislang nicht erreichbar war, über das Spiel des SV Schermbeck gegen Kaan-Marienborn entscheiden. SVS-Trainer Sleiman Salha und sein Team bereiten sich also erst einmal auf Verdacht auf die Partie vor. Eine Situation, die Salha allmählich auf die Nerven geht. „Es muss eine verbindliche Regelung her, wie in solchen Fällen vorzugehen ist“, erklärte Salha. „Meiner Meinung nach sollte bei ein oder zwei Fällen in einer Mannschaft gespielt werden. Sonst fallen demnächst Spiele aus, weil einer hustet.“

Die Schermbecker sind vom Thema Corona wahrlich gebeutelt. Zunächst mussten ihre ersten beiden Saisonspiele verlegt werden, weil es beim SVS selbst zu Infektionen gekommen war. Dann stand am Sonntag die Partie bei Westfalia Rhynern lange auf der Kippe, nachdem es dort einen Verdachtsfall gegeben hatte. Jetzt Kaan-Marienborn.

Vollgepackter Terminkalender

Der Terminkalender der Schermbecker macht schon jetzt einem Jongleur alle Ehre. Die Nachholspiele in Holzwickede und gegen die TSG Sprockhövel sind inzwischen für den 8. und 15. Oktober angesetzt. An diesem Donnerstag hätte der SVS eigentlich auch im Kreispokal bei Viktoria Heiden antreten sollen. „Dieses Spiel wird aber wohl erst im nächsten Jahr stattfinden“, erklärte Sleiman Salha, „eine Woche, bevor es in der Liga wieder los geht.“

Das Hin und Her um das Spiel gegen Kaan-Marienborn ärgert ihn auch, „weil wir langsam richtig hoch fahren. In Rhynern haben die Jungs wirklich gut gespielt. Wenn wir jetzt die nächste Pause hätten, wäre das wirklich blöd“. Von dem zusätzlichen Nachholspiel ganz zu schweigen.

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