FLVW-Abfrage hat (k)ein eindeutiges Ergebnis

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Die Vereine des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) plädieren mit einer großen Mehrheit für den Abbruch der Saison 2019/20. Über das Wie herrscht aber noch Unklarheit.

Dorsten, Schermbeck, Raesfeld

, 21.04.2020, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab Freita hatte der FLVW die 1596 Mitgliedsvereine per ePostfach angeschrieben und gebeten gebeten, ein Meinungsbild über die Fortführung der aktuellen Saison abzugeben. Während nur 11,6 Prozent der teilnehmenden Clubs für eine mögliche Fortführung der Spielzeit 2019/20 – frühestens ab September – votierten, gaben 88,4 % der 1149 teilnehmenden Vereine an, die Saison abbrechen zu wollen.

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Das entspricht auch dem Meinungsbild der Vereine aus Dorsten, Schermbeck und Raesfeld. 13 der 14 Clubs hatten sich gegen eine Fortsetzung ausgesprochen. Wie das vorzeitige Ende der Spielzeit aber genau aussehen soll, darüber herrscht nicht nur bei den heimischen, sondern bei allen Clubs Uneinigkeit. Die von FLVW-Präsident erhoffte Entscheidungshilfe, die die Clubs dem Verband mit der Befragung liefern sollten, ist also nur höchst bedingt gelungen.

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Denn die Stimmen für den Saisonabbruch verteilten sich recht gleichmäßig auf die drei möglichen Szenarien dafür. Insgesamt sieht das Meinungsbild der 1149 teilnehmenden Clubs so aus:

(1) Saisonfortsetzung (falls möglich) ab September: 133 (11,6 %)

(2) Abbruch und aktuellen Tabellenstand werten (nur Aufsteiger): 278 (24,2 %)

(3) Abbruch und Hinrunde werten (nur Aufsteiger): 345 (30 %)

(4) Abbruch und Saison annullieren (keine Auf- und Absteiger): 393 (34,2 %)

„Das Ergebnis der Befragung ist eindeutig. Die Fortführung der Saison wird von den Vereinen nicht befürwortet. Dies wird der Entscheidungsvorschlag des Verbands-Fußball-Ausschusses berücksichtigen“, sagt der für den Amateurfußball verantwortliche FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. Das Gremium und der gesamte FLVW müssen jedoch nach wie vor die Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen abwarten. „Fakt ist: Es gibt in den Statuten des DFB, WDFV und FLVW keine Abbruchszenarien. Wir möchten daher noch um Geduld bitten, bis der FLVW eine endgültige Entscheidung über eine Fortführung der Saison sowie die Wertung bei einem Abbruch vornimmt“, so Schnieders weiter, der keinen Stichtag für die Entscheidungsbekanntgabe nennen kann.

Der Verband steht nach wie vor im Austausch mit seinen 29 Kreisen, die den Spielbetrieb auf Kreisebene organisieren, dem Westdeutschen Fußballverband (WDFV) sowie Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Gemeinsamer Weg beim Jugendfußball

Bis zum 29. April hat der VFA darüber hinaus 17 Videokonferenzen mit den überkreislich spielenden Mannschaften der Männer- und Frauen-Staffeln angesetzt. Los ging es gestern Abend mit den Staffelleitern und den Clubs der Oberliga Westfalen.

Gleiches gilt für den Jugendbereich, wobei aufgrund unterschiedlicher Wettbewerbsmodelle im Kinder- und Jugendfußball Besonderheiten zu beachten sind. Für Freitag und Samstag stehen daher für Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff und Harald Ollech, Vorsitzender des Verbands-Jugend-Ausschusses Videokonferenzen mit den Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse an. „Wir hoffen im Rahmen des gemeinsamen Weges individuelle Lösungen zu finden“, so Bellinghoff.

„Leider können wir nicht allen Vereinen gerecht werden – das zeigt allein schon das ausgeglichene Meinungsbild zur Wertung der Saison bei einem möglichen Abbruch. Umso mehr hoffen wir auf die Solidarität untereinander – und Verständnis für die Entscheidungen der ehrenamtlichen Verantwortungsträgerinnen und -träger“, sagt Gundolf Walaschewski.

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