FLVW, Staffelleiter und Vereine gehen bei Corona auf Nummer sicher

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Gleich drei heimische Fußball-Teams hatten am vergangenen Sonntag unverhofft spielfrei. Der Grund war jeweils derselbe: die Angst vor Corona.

Dorsten

, 22.09.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben dem Spiel von Westfalenligist Rot-Weiß Deuten gegen die DJK TuS Hordel (wir berichteten) wurde auch das B-Liga-Derby zwischen dem SV Altendorf-Ulfkotte und dem SV Lembeck II abgesagt. „Als Vorsichtsmaßnahme“, wie Altendorfs Trainer Christian Martschat auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte.

Denn beim SVA hatte sich im Laufe der vergangenen Woche ein Spieler mit grippeähnlichen Symptomen krank gemeldet. Anfang dieser Woche steht ein Coronatest an. „Da haben wir uns natürlich die Frage gestellt, ob man das riskieren soll“, berichtet Christian Martschat. Der Verein entschied sich, bei Staffelleiter Franz-Josef Humme und dem Vorsitzenden des Fußballkreises Hans-Otto Matthey nachzufragen. Mattheys Antwort? Fiel schnell und eindeutig aus: Man solle die Partie gegen Lembeck II lieber absagen.

Die Altendorfer informierten die Lembecker und fanden auch hier Zustimmung. „Wenn das Testergebnis negativ ist, haben wir ein Spiel mehr verschoben als nötig. Aber wenn er positiv ist, haben wir alles richtig gemacht“, sagt der Altendorfer Trainer.

Was Christian Martschat beklagt, ist die Ungewissheit, in die die Vereine in derlei Situationen geraten: „Eigentlich dürfen Spiele ja erst ab drei Coronafällen in der Mannschaft verlegt werden ...“ Eine Regelung, die aber von den Kreisvorständen und Staffelleitern flexibel gehandhabt wird.

Auch bei Hordel gab‘s nur einen Fall

Denn auch im Fall des SV Rot-Weiß Deuten gab es bei Gegner Hordel nicht drei, sondern nur einen Fall. Dabei handelte es sich zudem nicht um einen Spieler, der fest zum Kader des Westfalenligisten gehört. Ein A-Jugendlicher, der mittrainiert und ein Testspiel mitgemacht hatte, war in Quarantäne geschickt worden, weil in seinem Sportleistungskurs an der Schule ein Coronafall aufgetreten war.

„Der junge Spieler hatte selbst auch keine Symptome“, berichtet Deutens Sportlicher Leiter Mathias Deckers. Auch er hält die aktuelle Lage für „undurchsichtig“.

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