Das Abenteuer beginnt

Hardt Wenn man den Trainer eines Aufsteigers nach seinem Saisonziel fragt, kann man hohe Wetten auf folgende Antwort abschließen: Klassenerhalt. Nicht so bei Martin Schmidt. Der Coach des Neu-Landesligisten SV Hardt hat zu diesem Thema seine ganz eigene Meinung.

08.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

«Man kann nicht als Saisonziel ausgeben, dass man die Klasse halten will. Das ist doch selbstverständlich, eine Grundvoraussetzung. Wir wollen vor allem ordentlichen Fußball spielen und unseren Zuschauern etwas bieten», erklärte Schmidt beim Trainingsauftakt seiner Elf am Sonntagmorgen. Wohl wissend, dass die Bezirksliga-Meister der letzten Jahren in der höheren Spielklasse fast immer eine gute Figur abgaben.

Abenteuer Landesliga

Doch die Landesliga ist auch für den Hardter Übungsleiter ein Abenteuer: «Ich habe zuletzt 1986 mit dem VfB Hüls in dieser Liga gespielt. Ich kenne mich da im Prinzip überhaupt nicht aus.» Das Gerede von der «toten» Spielklasse, zu weiten Fahrten und unattraktiven Gegner kann Schmidt aber nicht verstehen: «Für uns wird das eine Liga der kurzen Wege, weil Dorsten in der Mitte zwischen Ruhrgebiet und Münsterland liegt. Und mit Langenbochum, Disteln und YEG Hassel kommen auch Gegner aus der unmittelbaren Nähe.»

Einen Meistertipp will Schmidt allerdings nicht abgeben. «Disteln und Langenbochum wollen unbedingt aufsteigen. Aber ich kann noch nicht einschätzen, wie stark die Mannschaften wirklich sind», so Schmidt.

Seine eigene Elf sieht der Hardter Coach für die Landesliga allerdings durchaus gewappnet. Zwar haben einige Spieler den Verein verlassen, doch Schmidt vertraut den Neuzugängen voll und ganz. Zuletzt stieß mit Kai Barwich, der in Schermbeck schon in der Oberliga am Ball war, ein Mann für die Defensive zum Kader. «Er wird uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen», ist sich Schmidt sicher. Auch die Baustelle «Zweiter Torhüter» ist durch die Verpflichtung von Marcel Brück (SG Langenbochum 2) beseitigt.

Planungen laufen noch

Die große Lücke, die Goalgetter Teczan Tuna hinterlässt, wollen die Hardter mit Leuten aus den eigenen Reihen schließen. Schmidt: «Wir haben im Angriff genügend Qualität und vor der letzten Rückrunde mit Hoppius und Brüggemann erst zwei Offensivspieler geholt. Das reicht aus.» Der Trainer schließt aber auch nicht aus, dass man zur Not in der Winterpause auf dem Spielermarkt noch einmal aktiv werden könnte.

Ohnehin sind die Personalplanungen noch nicht beendet. Der aktuelle 18er Kader soll noch um einen Spieler aufgestockt werden. Die ersten Gespräche mit Schmidts Wunschkandidaten sind schon gelaufen. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. gg

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