Das sagen Dorstens Ruderer zur WM

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Die Gefühlswelten der Dorstener WM-Teilnehmer waren nach den Titelkämpfen in Linz/Österreich höchst unterschiedlich.

Dorsten

, 02.09.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Christopher Reinhardt am Sonntagnachmittag mit dem Deutschland-Achter die Ziellinie überquerte, war ihm zunächst gar nicht nach Jubeln zumute. „Mir ging es nicht so doll. Das Rennen hat viele Körner gekostet“, erzählte er am Montag. Doch das Letzte zu geben, hatte sich für den Dorstener und seine Bootskollegen auch gelohnt: Sie waren Weltmeister − auch wenn Reinhardt das unmittelbar nach dem Finale noch gar nicht recht realisieren konnte.

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Das hat schon ein wenig gedauert“, gab er zu. Bei der Siegerehrung schrie er natürlich mit den anderen um die Wette und reckte die Fäuste in den Himmel. „Aber eigentlich war es da noch unfassbar. So richtig klar wurde einem das erst abends beim Bankett“, sagte er. Bei „gutem Essen und dem ein oder anderen Erfrischungsgetränk“ ...

Jetzt geht‘s novch zum Ruder-Marathon

Ganz auf Urlaub können Reinhardt und der Deutschland-Achter ihre Systeme aber noch nicht umstellen. Denn erst einmal steht am kommenden Sonntag noch der Ruder-Marathon beim Schleswig-Holstein-Netz-Cup in Rendsburg auf dem Programm. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal gehen die besten Achter der Welt auf den 12,5 km langen Kurs − normal sind 2000 Meter ...

Danach stehen dann aber drei Wochen Urlaub in Christopher Reinhardts Kalender. Tauchen ist angesagt und der „Club der Besten“, zu dem die Deutsche Sporthilfe erfolgreiche deutsche Sportler in diesem Jahr nach Fuerteventura einlädt.

Dann richtet sich das Augenmerk aber auch schon wieder aufs nächste Jahr und das große Ziel Olympia. Denn in Tokio will Christopher Reinhardt unbedingt wieder im Deutschland-Achter sitzen. „Davor gibt es aber wieder die internen Ausscheidungen“, berichtet Reinhardt. Doch nicht erst seit Sonntag ist er selbstbewusst genug, sich dafür gute Chancen auszurechen.

Osborne kann mit Bronze leben

Auch Jason Osborne ist nach Bronze bei der WM alles andere als geknickt. „Nach den vorangegangenen Erfolgen hatten wir bei der WM natürlich auch mit Gold geliebäugelt“, erzählte er am Montag. Doch auch mit Platz drei könnten er und Partner Johnathan Rommelmann im Leichtgewichts-Doppelzweier sehr zufrieden sein: „Es ist meine erste Medaille in dieser olympischen Bootsklasse. Das lässt auch für Tokio auf eine Medaille hoffen.“

Zumal die Deutschen beim WM-Finale mit äußerst widrigen Umständen zu kämpfen hatten: „Der Wind kam seitlich von vorn. Das hatte beim Vierer ja schon zu Protesten geführt. Bei uns wurden daraufhin die Bahnen neu verteilt, und wir haben die schlechteste erwischt.“

Das gilt es nun abzuhaken. Im September will Jason Osborne „runterkommen“ und nur dann Sport treiben, „wenn ich Lust dazu habe“. Dann richtet sich auch sein Blick auf Tokio.

Männer-Doppelvierer war enttäuscht

Dorthin hat es auch der deutsche Doppelvierer geschafft. So darf sich auch Dorstens dritter WM-Teilnehmer Timo Piontek Olympia-Hoffnungen machen. Platz fünf im WM-Finale war für ihn aber eine Enttäuschung. „Das, was wir im Vorlauf und Halbfinale gut hinbekommen haben, konnten wir heute nicht abrufen“, ärgerte sich Disziplintrainer Marcus Schwarzrock. Doch das war Linz, das war gestern. Jetzt geht es um morgen. Um Tokio.

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