Das ungleiche Duell

Tennis-Westfalenliga

DORSTEN Dorsten ist eine Tennishochburg. Mehr als 2700 Aktive sind den Vereinen der Lippestadt angeschlossen. Doch nicht nur die Quantität stimmt zwischen Rhade und Altendorf. Mit dem Dorstener TC und dem TV Feldmark spielen zwei Herrenmannschaften in der höchsten Liga des Westfälischen Tennisverbandes. Spitzensport. Am Samstag (15 Uhr) treffen sie aufeinander.

von Von Jan-Henning Janowitz

, 03.12.2009, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielt er im Derby, oder spielt er nicht: Marcel Schröder.

Spielt er im Derby, oder spielt er nicht: Marcel Schröder.

Viele Clubs in Dorsten machen ihren Boom selbst. Mit akribischer Arbeit und innovativen Ideen. Auch die heimische Wirtschaft hat längst erkannt, dass die große Zahl der Tennisspieler eine interessante Zielgruppe ist. Die Vereine erfahren Unterstützung und zahlen das Vertrauen mit Erfolgen zurück. Wenn am Samstag die Herrenmannschaften des DTC und des TV Feldmark zum Duell antreten, spielen ohne Frage die beiden sportlichen Aushängeschilder der heimischen Tennisszene gegeneinander.   Der Dorstener TC schaffte zusätzlich im Sommer den Sprung in die höchste Amateurklasse. Er ist längst zu einem Botschafter der gesamten Dorstener Sportlandschaft geworden.

Die Vorzeichen vor dem mit Spannung erwarteten Lokalderby könnten unterschiedlicher jedoch nicht sein. Während der DTC das Finale um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft und damit den größten Erfolg der fast 100-Jährigen Vereinsgeschichte anpeilt, kämpft der TV Feldmark gegen den Abstieg.   „Für uns wird es in Dorsten ganz schwer. Aber wir werden unser Bestes geben und wollen den DTC ärgern“, sagt André Albert. Der Feldmärker Kapitän fährt mit seinen Jungs nicht ins Lippetal, um pünktlich zur Sportschau wieder zu Hause zu sein. Sein Gegenüber Marcel Schröder ist sich der Favoritenrolle seiner Mannschaft bewusst. Alles andere als ein klarer Dorstener Sieg würde überraschen.  

So wundert es auch nicht, dass Schröder möglicherweise auf seinen Einsatz verzichtet. „Ich habe immer noch mit einer Bändergeschichte zu kämpfen. Ich will spielen. Aber wir sind stark besetzt. Da fällt es nicht so stark ins Gewicht, wenn ich ausfalle.“ Schröder ist bescheiden. Er weiß, dass gegen Feldmark ohne ihn nichts anbrennen dürfte. Bernhard Breloer wird ihn möglicherweise ersetzen. Bei Feldmark steht hinter Dirk Buers noch ein kleines Fragezeichen.

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