Der Beste Wischer der Liga

Das Sportporträt

Ob der BSV Wulfen nun Regionalligist ist oder in der Pro B spielt, ist ihm egal – Christian Andjelic ist der „beste Wischer der Liga“ und diesen Ehrentitel hat er sich redlich verdient.

WULFEN

von Von Andreas Leistner

, 27.12.2010, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicht nur am Wischer hilft Kiki Andjelic bei den BSV-Heimspielen.

Nicht nur am Wischer hilft Kiki Andjelic bei den BSV-Heimspielen.

Damals war der Posten des Wischers beim BSV nicht fest vergeben. Während der Spiele mussten immer wieder andere Leute den Hallenboden vom Schweiß der Spieler säubern. Eine wichtige Aufgabe, die mal mehr, mal weniger gut gelöst wurde. BSV-Vorsitzender Christoph Winck suchte deshalb nach einem verlässlichen Mann, der den Job dauerhaft übernehmen wollte. Mit Kiki Andjelic hatte er ihn gefunden. Schon beim nächsten Wulfener Heimspiel wuselte Kiki mit seinem Wischmob zwischen den Spielern übers Feld, wenn die Schiedsrichter den Boden wieder getrocknet haben wollten. Und er wischte so gewissenhaft, dass seine Einsätze schon nach kurzer Zeit regelrechte Auftritte wurden und er für die BSV-Hallensprecher schnell der „beste Wischer der Liga“ war. Mit dem Wischen allein ist es für den fleißigen Helfer nicht getan. Bei den Aufbauarbeiten am Samstagmittag ist Andjelic ebenso dabei wie beim Säubern der Halle nach den Spielen. Bierkisten, Tische, Werbebanden, Plastikbecher – kaum etwas, das nicht durch Kikis Hände ginge, und auch Plakate für die BSV-Spiele hat er schon in den Wulfener Geschäften verteilt.

Selber versucht hat er es mit dem Basketball natürlich auch. In der vierten Mannschaft des BSV hat er sogar schon Meisterschaftsspiele mitgemacht. Spezialität: Dreier. Doch ein lädiertes Knie zwingt ihn seit einiger Zeit zur Pause. Aktiv ist er trotzdem. Und wie: Mit der Fußballmannschaft der Diakonischen Werkstätten wurde Andjelic zweimal hintereinander Deutscher Meister. 2009 als Torwart, 2010 dann als Feldspieler. Einmal die Woche wird trainiert. Ein fester Termin in Kikis Terminkalender. Genau wie die Heimspiele seines Lieblings-Fußball-Clubs Schalke 04. Nur der Samstagabend bleibt immer frei – für den BSV.

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