Doping steigert Interesse

Schermbeck Doping ist auch im Vorfeld der 4. Nacht von Schermbeck am kommenden Mittwoch in aller Munde. Doch anders als bei den Schlagzeilen rund um die Tour de France herrschen in Schermbeck positive Töne vor.

20.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Michael Zurhausen, Organisator des Sparkassen-Giro 2007, dessen dritte Etappe das Rennen in Schermbeck ist, ging das Thema gestern offensiv an: "Darum kann man nicht herumgehen, denn natürlich beschäftigt es die Leute. Wir freuen uns aber deshalb umso mehr, dass wir bei unserer Rundfahrt eine Woche lang zeigen können, dass es auch sauber sehr guten Sport gibt."

Bei den Summen, die beim Giro und vergleichbaren Rundfahrten gezahlt würden, käme Doping gar nicht in Frage: "Wir haben Prämien von ein paar hundert Euro. Eine Ampulle Epo kostet 1000, und man braucht schon 20 davon ..." Die prominenten Sechstage-Fahrer unter den Schermbecker Startern wie der siebenfache Weltmeister Bruno Risi aus der Schweiz würden außerdem während der Sechstagerennen regelmäßig kontrolliert. Zurhausen versicherte: "Auch wenn man für niemanden die Hand ins Feuer legen kann, bin ich sicher, dass keiner der Fahrer beim Giro eine Dopingvergangenheit hat."

Auch Reinhard Hoffacker von der Verbandssparkasse Wesel ist davon überzeugt, dass ein Rückzug der Sponsoren "nur die überwiegende Mehrheit der Unschuldigen, also beinahe 100 Prozent" träfe.

WDR-Übertragung

Die allgemeine Doping-Diskussion komme den aktuellen Rennveranstaltungen sogar zugute: "Ich hatte diese Woche schon sieben Pressekonferenzen. Für den Start des Sparkassen-Giro in Rheinberg hat sich der WDR zu einer Live-Übertragung angesagt. Gut möglich, dass alle fünf Etappen im WDR gezeigt werden", berichtete Michael Zurhausen vom gestiegenen Medien-Interesse.

Auch bei den Zuschauern verzeichnet der Rennveranstalter keinesfalls ein Abwenden vom Radsport: "In Gelsenkirchen und Kirchhellen hatten wir zuletzt sogar mehr Leute da. Das Interesse ist fast noch größer als sonst. Die wollen alle sehen, was das für Typen sind, diese Radrennfahrer."

Direkter Kontakt zwischen Aktiven und Zuschauern ist in Zurhausens Augen ohnehin die besondere Stärke des Radsports: "In keiner anderen Sportart sind die Sportler und Fans so dicht beieinander." Auch in Schermbeck soll es deshalb am Mittwoch wieder ein Fahrerlager geben, in dem die Sportler den Fans Rede und Antwort stehen können und Autogramme geben. al

Zum Ablauf des Rennens lesen Sie den Artikel rechts.

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