Dorsten diskutiert den Pakt für den Sport

Stadtsportverband

DORSTEN Eigentlich wollen ihn alle. Trotzdem sorgte der „Pakt für den Sport“ auch bei der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes (SSV) Dorsten am Donnerstag für ausgiebige Diskussionen.

26.03.2010, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ähnlich sah es auch Sportdezernent Gerd Baumeister: „Wir fangen doch in Dorsten nicht bei Null an. In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel vier Millionen Euro in den Sport fließen lassen. Das ist weit mehr, als durch die Sportpauschale zur Verfügung gestanden hätte.“ Er sei durchaus für einen Pakt, der sogar möglichst konkret gefasst werden müsse: „Entscheidend ist aber, dass durch ein solches Bündnis nicht die Erwartungshaltung entsteht, von der Stadt gebe es künftig mehr Geld. Das Gegenteil wird der Fall sein.“ Der Ball liege nun bei der Verwaltung. Eine der ersten Aufgaben des neuen Sportkoordinators Hans Schlüter werde es sein, entsprechende Entwürfe zu prüfen, um gemeinsam mit dem SSV einen unterschriftsreifen Pakt zu erstellen. „Dabei werden wir die Vereine natürlich mitnehmen“, erklärte Helmut Winkler. Eine klare Absage erteilte er allerdings den Bestrebungen, die Verhandlungen mit der Verwaltung einem runden Tisch mit direkter Beteiligung der Vereine zu übertragen: „Der Vorstand hat ein Mandat. Das ist seine Sache.“ Aufkommenden Unmut besänftigte der Sportausschuss-Vorsitzende Stephan Ricken: „Ich bin sicher, dass SSV-Vorstand und Verwaltung nichts gegen den Willen der Vereine unternehmen werden und sie zu gegebener Zeit am Entscheidungsprozess teilhaben lassen.“

Für Diskussionsstoff hatte zuvor auch der Kassenbericht des SSV gesorgt. Das vorhandene Minus von ca. 13.000 € sei auf eine verzögerte Abrechnung der Herzsportgruppen zurückzuführen, erklärten Helmut Winkler und SSV-Kassierer Ulrich Meißner. Sobald die Außenstände der Jahre seit 2006 abgerechnet seien, sei wieder mit einem Plus zu rechnen. Da die Herzsportgruppen die einzige Einnahmequelle des SSV seien, müsse man sich aber Gedanken machen, ob der SSV sich künftig nicht auch über Beiträge finanzieren solle. 

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