Dorsten freut sich aufs Derby

Tennis

In den vergangenen Jahren fanden die Derbys zwischen den Herren des DTC und TV Feldmark in der höchsten westfälischen Spielklasse statt. In diesem Jahr steigt das Duell der ersten Mannschaften zwar „nur“ in der Verbandsliga, die Ausgangslage vor der Partie ist aber spannender als jemals zuvor.

DORSTEN

von Von Jan-Henning Janowitz

, 31.05.2016, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten konnte die letzten Derbys klar für sich entscheiden. Die Vorzeichen waren immer eindeutig: Auf der einen Seite das sehr stark besetzte DTC-Team mit westfälischen Ausnahmekönnern und Ausländern mit ATP-Position, auf der anderen Seite der TV Feldmark, der mit deutlich weniger Ressourcen zumindest dem Nachbarn in der Westfalenliga hoffnungslos unterlegen war. Doch spätestens nach dem fulminanten Auftakt des TV Feldmark in der diesjährigen Verbandsliga-Saison haben sich André Albert & Co. aus dem Schatten des DTC herausgespielt. Die Mannschaft von der Wilhem-Norres-Straße führt die Tabelle mit 3:0-Siegen an, Dorsten ist mit einem Spiel weniger und 1:1-Punkten momentan nur Vierter.

Enge Tabellensituation

Die ungewöhnlich enge Tabellen-Situation nach drei Spieltagen macht das Derby am kommenden Sonntag aber besonders interessant. Der THC Münster, gegen den der DTC am ersten Spieltag völlig überraschend unterlag, hat ebenfalls schon eine Niederlage in Soest kassiert (4:5). Soest wiederum unterlag dem TV Feldmark 4:5. Schlägt Dorsten nun den TV Feldmark höher als 5:4, sind die Meisterschafts-Chancen auf einmal wieder groß, vorausgesetzt Dorsten leistet sich keinen weiteren Patzer und gewinnt auch das Top-Duell gegen Soest. In eigener Hand hätte dann die Qualifikation für die Westfalenliga-Relegation nur noch der THC Münster, der aber auch noch gegen den TV Feldmark antreten muss.

„Spannender geht es kaum“, sagt auch Feldmarks Kapitän André Albert. Über die Aufstellung gegen Dorsten hüllt er sich natürlich in Schweigen. Doch es ist kein Geheimnis, dass Teammanager Manfred Schwarz versuchen wird, die bestmögliche Mannschaft - also auch den starken Holländer Jake Mak - auflaufen zu lassen. Doch Mak hat am 5. Juni noch das letzte Spiel für sein niederländisches Team. Ein Auftritt der Nummer eins könnte daher vielleicht zu kostspielig werden. Dorstens Sportwart Marcel Schröder macht ebenfalls keinen Hehl aus den DTC-Ambitionen. Eine Niederlage gegen den TV Feldmark passt nicht zum Selbstverständnis des DTC. Eine Top-Aufstellung mit ATP-Profi Marek Semjan ist daher mehr als wahrscheinlich. Die Spannung in beiden Lagern ist wenige Tage vor dem sportlich wichtigsten Derby der letzten zehn Jahre deutlich spürbar.

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