Dorsten gewinnt Derby gegen Wulfen

Basketball

DORSTEN In einem hochdramatischen Spiel haben die Regionalliga-Herren der BG Dorsten am Samstag im Rückspiel gegen den BSV Wulfen nach Verlängerung Revanche für die Hinspiel-Niederlage genommen.

von Von Andreas Leistner

, 06.12.2009, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mann des Spiels: Dorstens Chris Brown (re.), hier gegen Wulfens Ryon Howard.

Mann des Spiels: Dorstens Chris Brown (re.), hier gegen Wulfens Ryon Howard.

So kam es zur Verlängerung und die Spannung näherte sich dem Siedepunkt. Dorsten hatte nach der erfolgreichen Aufholjagd ein psychologisches Plus auf seiner Seite, doch die Wulfener zeigten sich unbeeindruckt. Mike Gordon und Ryon Howard brachten ihr Team mit 73:70 nach vorn. Um ein Haar wäre Chris Brown zum tragischen Helden geworden, als er sich 2:59 min vor dem Ende selbst auf den Fuß dribbelte, doch auch Wulfen leistete sich in dieser wichtigen Phase Ballverluste. Kofi Awlakpui und Daryl Cohen schafften schließlich die erneute Wende zum 74:73. Cohen hätte 54 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie noch erhöhen können, doch er vergab. Wulfen konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen, verlor den nächsten Ball und Sebastian Rathjen behielt an der Freiwurflinie zwei Mal die Nerven – 76:73, noch 18 Sekunden zu spielen. In einer Auszeit stellte Alois Buschmann sein Team noch einmal auf den letzten Wulfener Angriff ein. Es war klar, dass der BSV auf Drei-Punkte-Würfe setzen musste. Zwei Mal kamen Gordon und Möller auch zum Wurf, doch beide Male landete der Ball nur auf dem Ring. Als Chris Brown – wer sonst? – den Rebound sicherte und Nino Janoschek auf die Reise schickte, war die Entscheidung dann endgültig gefallen. Janoscheks Korb und Freiwurf zum 79:73 waren das i-Tüpfelchen auf den Dorstener Sieg, der Rest war auf der einen Seite Jubel, auf der anderen Trauer.

Alois Buschmann sah den Schlüssel zum Sieg anschließend im unbedingten Siegeswillen seiner Spieler: „Wulfen hat sich drei Minuten vor dem Ende vielleicht schon zu sicher gefühlt und das Basketball-Spielen eingestellt. Wir haben an unsere Chance geglaubt und sind belohnt worden.“ Insgesamt sei die Partie auf beiden Seiten von der Verteidigung geprägt worden: „Das war für die Zuschauer vielleicht nicht so attraktiv, aber es war ein Spiel auf absolutem Toplevel.“ „Die Niederlage ist ärgerlich, aber wir können damit umgehen“, resümierte BSV-Trainer Philipp Kappenstein. Wulfen hat nach den Niederlagen in Derne und Dorsten noch einen Punkt Vorsprung auf diese beiden Teams, gleichzeitig aber noch ein Spiel weniger. Selbst bei einer Niederlage käme deshalb noch ein weiterer Punkt hinzu. Trotzdem will der BSV in den drei in diesem Jahr noch ausstehenden Partien gegen Sechtem, BBV Hagen und in Bochum seine Ambitionen auf den Zweitliga-Aufstieg untermauern: „Wir haben einen schönen Vorsprung, den wollen wir verteidigen“, erklärte Philipp Kappenstein. BG: Cohen (18/2), Awlakpui (7), Pelaj, Kemper, Budde (4), Neugebauer (2), Chlebna, Spettmann, Kühlborn, Brown (27/2), Rathjen (7/1). BSV: Naber, Gordon (25/3), Hummelt, Penders, Bruns, Möller (10), Gorontzi, Howard (21/1), Bakoa (2), Letailleur (4/1), Lensing (5), Stagneth (6). 

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