Dorstener Sensenmänner suchen eine Bleibe für den Winter

rnAmerican Football

Wenn‘s draußen kalt und dunkel wird, wollen auch Sensenmänner lieber drinnen trainieren. Doch da haben sie ein Problem, und das hat nichts mit ihrem Namen zu tun.

Wulfen-Barkenberg

, 24.09.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Dorsten Reapers, oder auf Deutsch die Dorstener Sensenmänner, haben seit ihrer Gründung vor zwei Jahren eine gute Entwicklung genommen. Mit einer U13- und einer U16-Mannschaft nimmt die Football-Abteilung seit diesem Jahr am Spielbetrieb des AFCV, dem Verband für American Football, Cheerleading und Flagfootball, teil. Die U13 ist gerade Dritter in der NRW-Liga geworden, die U16 liegt aktuell auf Platz fünf der Oberliga.

Dorstener Sensenmänner suchen eine Bleibe für den Winter

Zu ihren Spielen laufen die Jugendteams der Dorsten Reapers mit dem passenden Sensenmann-Maskottchen (r.) ein. © Leistner, Andreas

„Ganz gut“, sagt Abteilungsleiter Dirk Pech zum sportlichen Abschneiden der beiden Jugendteams. Wichtiger ist für ihn der Zulauf, und der ist wirklich gut: 42 Kinder tummeln sich auf der Barkenberger Bezirkssportanlage am Midlicher Kamp jeden Montag und Mittwoch ab 18 Uhr. Bis jetzt. Denn ab Oktober heißt es für die Footballer: „Ab zum Wintertraining in die Halle!“ Aber in welche?

“Halle der Grünen Schule ist zu klein“

Bislang fanden die Übungseinheiten in den Wintermonaten in der Grünen Schule statt, und zwar freitags von 20.30 bis 22 Uhr. Mit der Zeit könnte Dirk Pech noch leben: „Auch wenn das für viele unserer Kinder eigentlich zu spät ist.“ Das größere Problem sind die Maße der Halle. „Die Sporthalle der Grünen Schule ist eigentlich zu klein“, sagt Pech, „da stehen wir uns mit 42 Kindern mehr auf den Füßen als sonst was.“

Mit der Dorstener Stadtverwaltung haben die Reapers nach Alternativen gesucht − und keine gefunden. „Die Hallen werden ja schon alle intensiv genutzt“, berichtet Pech, und Ludger Böhne, Pressesprecher der Stadt ergänzt: „. Leider konnte die Stadt Dorsten trotz aller Bemühungen keine passenden Hallenzeiten ermöglichen.“ Deshalb suchen die Reapers nun nach anderen Lösungen.

Eigenleistung wird großgeschrieben

“Die Reapers wären nicht die Reapers, wenn wir nicht auf anderem Weg versuchen würden, die Trainingszeiten in der Winterzeit im Trockenen zu verbringen“, sagt Dirk Pech. Das haben die Footballer schon beim Bau der Lagerhalle für ihr Trainings-Equipment auf der Sportanlage von Grün-Weiß Barkenberg bewiesen. Mit ganz viel Eigenleistung schufen die Reapers hier unter Einsatz aller Mitglieder binnen kurzer Zeit ein schmuckes Gebäude.

Dorstener Sensenmänner suchen eine Bleibe für den Winter

Eigenleistung wird bei den Reapers großgeschrieben. Im vergangenen Winter errichteten sie auf der Anlage von Grün-Weiß Barkenberg eine Lagerhalle zur Aufbewahrung ihres Trainings-Equipments. © Leistner, Andreas

Eine Trainingshalle werden die Footballer sich allerdings nicht bauen können, und deshalb richten sie sich mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Gesucht wird von Oktober bis März eine Halle, in der die aktuell 42 Kinder ab acht Jahren einmal in der Woche trainieren können. Dies kann eine Turnhalle sein, eine Reithalle, auch eine Scheune oder irgendein anderer geeigneter überdachter Raum. „Nur drei bis vier Meter sollte er schon hoch sein“, erklärt Dirk Pech, „und der Boden sollte nicht gerade aus Beton bestehen.“

Trainiert wird einmal pro Woche, der Wochentag ist den Reapers egal. „Schön wäre es, wenn Nutzungszeiten zwischen 18 und 20 Uhr ermöglicht werden können“, heißt es im Appell der Footballer, und: Für die Nutzung zahlt der Verein eine Aufwandsentschädigung.

Senioren sollen 2020 in der Liga starten

Im Seniorenbereich haben die Reapers im Winter hingegen eine sichere Bleibe. Einmal pro Woche haben sie mittwochs die Hallen 2, 3 und 4 der Gesamtschule Wulfen. Platz genug, auch wenn diese Mannschaft ebenfalls wächst.

Dorstener Sensenmänner suchen eine Bleibe für den Winter

In der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen haben die Erwachsenen der Dorsten Reapers im Winter genug Platz zum Trainieren. Für die Kinder und Jugendlichen des Vereins sieht es anders aus. © Niklas Berkel

„Wir sind jetzt bei 22 Anmeldungen, gerade erst sind noch drei dazu gekommen“, berichtet Dirk Pech. Auch Gespräche mit einem Trainer stehen kurz vor dem Abschluss. Schließlich wollen die Reapers 2020 endlich auch bei den Erwachsenen im Ligabetrieb starten. „Dazu“, so der Abteilungsleiter, „brauchen wir 35 Spieler.“ Und er ist zuversichtlich, dass er die zusammenbekommt. Doch erst einmal hat er ein anderes Problem.

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Wer einen geeigneten Raum hat, kann eine kurze E-Mail mit Informationen und Kontaktdaten an dirkpech@dorsten-reapers.de schicken.

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