Dorstens steiniger Weg ins WBV-Pokalfinale

Basketball

Das Halbfinale in Schwelm entwickelte sich zu einem spannenden Pokalfight. Die BG Dorsten konnte sich trotz zwischenzeitlicher klarer Führungen nie des Sieges gewiss sein.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 14.03.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorstens steiniger Weg ins WBV-Pokalfinale

Lyuben Paskov war mit 18 Punkten einer der Garanten für den Einzug der BG Dorsten ins Finale des WBV-Pokals. © Joachim Lücke

WBV-Pokal-Halbfinale

RE Baskets Schwelm - BG Dorsten

77:83 (34:35)

Die BG Dorsten steht nach zehn Jahren erstmals wieder im Finale des WBV-Pokals. Bei den RE Baskets Schwelm gewann sie mit 83:77 das Halbfinale, das zwar nie hochklassig, dafür aber immer spannend war.

Die enge Schwelmer Halle ist für einen Erstregionalligisten schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Viele Zuschauer sitzen rund ums Spielfeld, eine wirkliche Tribüne gibt es nicht, nur auf der Empore finden noch einige Zuschauer Platz. Dort hatten sich auch die meisten Dorstener Fans versammelt, die sich trotz der Fußball-Konkurrenz im TV doch recht zahlreich auf den Weg nach Schwelm gemacht hatten.

Die Gäste benötigten auch einige Zeit, um sich an die Körbe zu gewöhnen. Traf der Ball den Rand, und das tat er in der ersten Halbzeit sehr oft, sprang er ungewohnt weit ins Feld zurück, sodass die BG lange brauchte, um die Reboundarbeit darauf einzustellen.

Schwelms Trainer hatte seine Defense sehr gut eingestellt, die Zonendeckung ließ die Dorstener kaum unter den Korb kommen. Doch selbst, wenn das gelang, brachte die BG den Ball lange Zeit nur ins Netz. Anders als noch gegen Deutz trafen die Lukenda-Basketballer auch schlecht aus der Distanz, sodass sie schnell auf diese Alternative verzichteten.

Die BG führte nach fünf Minuten gerade einmal mit 10:4, und dann kamen die Schwelmer sogar richtig in Fahrt. Sie erzielten 13 Punkte in Folge, bevor Arbnor Voca noch ein Korb zum 12:17 (10.) gelang. Der Spielfluss wollte sich beim Favoriten auch im zweiten Durchgang nur gelegentlich einstellen. Immerhin brachte Mike Nwabuzor die Gäste mit 27:26 (15.) in Führung. Auch die 33:26-Führung sollte nur ein Strohfeuer gewesen sein, denn zur Pause mussten sich die Dorstener mit einem knappen 35:34 begnügen.

Beide Mannschaften legten nach der Pause in Sachen Trefferquote ordentlich zu. Schwelm begann mit einem Dreier, doch dann spielte sich die BG mit einem 14:0-Lauf ein 49:37 heraus. Der Zweitregionalligist ließ aber nicht locker, zumal die Dorstener ihnen bei den Dreierversuchen deutlich zu viel Platz ließen. Mit einem Buzzer Beater zum 60:51 zeigten die Schwelmer, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten.

Es gab auch im Schlussviertel einige Momente, in denen die BG das Spiel gewonnen zu haben schien. Doch auch beim 72:54 (33.) war das Spiel noch nicht gelaufen. Nur zwei Minuten später war die Führung auf 74:69 geschmolzen und die BG ging mit einem knappen 76:72 in die letzten zwei Minuten. Per Dreier verkürzte Schwelm auf 80:77, doch Mike Nwabuzor machte mit einem Korb und anschließendem Freiwurf wenige Sekunden vor dem Ende alles klar.

Den Finalgegner für die beiden Endspiele in der Woche nach dem Saisonende haben am Donnerstag (nach Redaktionsschluss) die Grevenbroich Elephants und die AOK Ballers Ibbenbüren ermittelt.

BG: Nwabuzor (26/2), Pelaj (12/1), Penders (3/1), Paskov (18/1), Köhler (10), Budde (7), Bakoa, Peters (3), Voca (4)

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